Dieser Sensor macht jedes Fenster smarter als je zuvor

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Fensterkontakte melden meist nur „offen“ oder „zu“. Für mehr reicht es dann nicht. Das ist in einem Smart Home oft zu wenig, beispielsweise wenn es um die Unterscheidung zwischen „geöffnet“ und „gekippt“ geht. Doch das ändert sich jetzt.
Aqara P100 an einer Tür
Aqara P100: Schlauer war noch kein Tür-SensorBildquelle: Aqara

Aqara bringt den Multi-State-Sensor P100 jetzt in den deutschen Handel. Der Sensor war schon auf der CES 2026 zu sehen. Er soll nicht nur Zustände erkennen. Im Inneren arbeitet laut Hersteller eine Neun-Achsen-Sensorik. Der Sensor registriert natürlich Öffnen und Schließen. Er soll aber auch Vibrationen, Neigung, Taps, kleine Stöße und sogar Stürze erkennen. Damit zielt Aqara nicht nur auf Fenster und Türen. Auch Schranktüren, Glasflächen oder Kisten mit Wertsachen gehören zu den Gegenständen, die sich im Smart Home überwachen lassen.

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Wo der Sensor wirklich mehr kann

Der P100 braucht kein magnetisches Gegenstück. Das vereinfacht die Montage. Du klebst ihn direkt an das Objekt. Gerade bei Kippfenstern oder ungewöhnlichen Öffnungsmechanismen kann das praktischer sein als klassische Kontakte.

Spannend wird es bei Automationen. Der Sensor kann nicht nur einen geöffneten Rahmen melden. Er kann laut Aqara auch ungewöhnliche Bewegungen erkennen. Denkbar sind Warnungen bei vibrierendem Glas, bei einer erschütterten Vitrine oder bei einer Schublade, die jemand unerwartet öffnet. Dann lassen sich Lampen, Sirenen oder Kameras starten.

Matter hilft, Zigbee liefert mehr

Aqara setzt auf Thread und Zigbee. Matter-Unterstützung ist ebenfalls dabei. Auf dem Papier klingt das nach breiter Kompatibilität mit Apple Home, Alexa, Google Home, Home Assistant oder SmartThings. In der Praxis gilt aber: Nicht jeder Modus kann gleich viel.

Im Modus für Öffnen und Schließen laufen Basisfunktionen auch über Thread. Dazu zählen Ereignisprotokolle, Diagramme, Orientierungserkennung und eine einstellbare Empfindlichkeit. Beim eigentlichen Objektmodus sieht es anders aus. Bewegungen, Vibrationen, Stürze oder Triple Tap bleiben offenbar Zigbee vorbehalten. Auch Ereignisprotokolle, Orientierungserkennung und das Einstellen der Meldeintervalle fehlen dort im Thread-Betrieb.

Genau deshalb holst du den vollen Funktionsumfang nur mit Zigbee oder dem Aqara Hub aus dem Gerät heraus. Aqara schreibt selbst, dass Zigbee mit Aqara Home die komplette Funktionalität freischaltet. Von anderen Geräten wie dem FP300 (aktuell lieferbar bei Amazon) wissen wir, dass sich Zigbee auch über die Aqara-App aktivieren und dann beispielsweise in Home Assistant nutzen lässt. Das ist erstaunlich, da eigentlich Matter lange Zeit als die Zukunftshoffnung des Smart Homes galt.

Preis und Akkulaufzeit

Der P100 kostet 29,99 Euro. Das ist zwar deutlich mehr als ein klassischer Tür-/Fensterkontakt, doch er kann auch deutlich mehr. Eine wasserfeste Hülle liegt bei. Die Batterielaufzeit gibt Aqara mit bis zu drei Jahren über Zigbee an. Im Thread-Betrieb sollen bis zu 1,5 Jahre drin sein.

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