Die Gartensaison in Deutschland startet gerade. Die ersten warmen Tage reichen, und schon zieht es die Menschen in Baumärkte, auf Balkone und in Online-Shops. Gesucht wird alles, was nach Neubeginn aussieht: Erde, Samen, Handschuhe, Schläuche. Und natürlich Werkzeug. Für Garten, Terrasse, Balkon und was sonst noch grün werden soll. Dass diese kollektive Aufbruchsstimmung nicht nur ein Gefühl ist, sieht man bei Amazon. Dort klettern Gartengeräte in den Verkaufscharts nach oben wie die ersten Tulpen aus dem Boden. Besonders auffällig: Unter den Top 10 der Bestseller im Werkzeugbereich befinden sich gleich drei Gartenscheren. Von Fiskars, von Gardena und von Felco. Und eine Gartenschere kostet nur 10 Euro.
Gartenschere für nur 10 Euro? Wie gut kann sie sein?
Die Profi-Gartenschere von Felco, mit über 22.000 Bewertungen und einem Schnitt von 4,8 von 5 Sternen kostet rund 50 Euro. Sie gilt als die Rolex unter den Rebscheren. Gardena liegt irgendwo dazwischen. Doch ganz oben thront ausgerechnet ein Modell für nur 10 Euro: die Fiskars Gartenschere P26. Billig, schwarz-orange, unspektakulär. Und offenbar genau das, was viele gerade brauchen.
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Ein Blick in die gut 12.000 Bewertungen zeigt, warum. Käufer loben vor allem die Schärfe. „Schneidet mühelos durch Rosen und dünne Äste“, schreibt jemand. Ein anderer freut sich darüber, dass man „endlich nicht mehr drücken muss wie ein Irrer“. Mehrfach fällt das Wort „leichtgängig“. Die Antihaftbeschichtung wird gelobt, weil nichts klebt und nichts quietscht. Und immer wieder dieser Satz in Varianten: erstaunlich gut für den Preis. Klingt, als könnte man mit einer Gartenschere für 10 Euro nichts falsch machen, oder?
Was sie nicht kann
Natürlich gibt es auch das andere Lager. Manche berichten, dass die Schere nach Monaten nicht mehr so sauber schneidet. Andere bemängeln den Kunststoffgriff. Er fühlt sich nicht nach Werkzeug fürs Leben an, eher nach Werkzeug für diese Saison. Aber vielleicht ist genau das der Punkt. Diese Gartenschere will nicht vererbt, sie will benutzt werden.
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Wofür eignet sich die Fiskars Gartenschere also ziemlich gut? Für alles, was im Alltag anfällt: Blumen schneiden, Stauden kürzen, dünne Äste abzwicken, Tomatenpflanzen in Form bringen. Für Balkon und kleinen Garten reicht sie locker. Sie ist leicht, unkompliziert und tut, was sie soll. Wofür sollte man sie lieber nicht nehmen? Für dicke Äste, altes Holz oder stundenlange Schnittaktionen im Obstgarten. Dafür braucht es stabilere Modelle, mehr Hebel, mehr Metall. Auch wer professionell arbeitet oder regelmäßig schwere Schneidarbeiten erledigt, wird mit der P26 nicht glücklich.
