Für gerade einmal 500 Euro bietet der bei Kickstarter auffällig gewordene Newcomer RoboUp einen Einsteiger-Mähroboter, der mit absurd vielen App-Funktionen auftrumpft und mit nur einem Knopfdruck die Gartenarbeit verrichtet. Klappt das in der Praxis wirklich?
So richtest du den RoboUp Raccoon 2 SE ein
Keine Begrenzungskabel. Keine RTK-Antennen und auch keine komplizierte Einrichtung oder lange Einarbeitung sind beim Raccoon 2 SE notwendig. Angesichts seines kompakten Designs wird dir schnell bewusst, für wen der Roboter gedacht ist: Leute mit kleinen Flächen, vorzugsweise einer Gartenfläche. Dennoch ist der Raccoon 2 SE in der Lage, mehr als eine Gartenfläche zu speichern und zu bearbeiten.
Wie bei Mährobotern üblich, verbaut RoboUp auf der Oberseite einen Regensensor und einen rot gefärbten Notausschalter. Außerdem gibt es ein Bedienfeld, das nach Eingabe des PIN-Codes Zugriff auf das Menü ermöglicht. Fürs Mähen reicht nach der Kartierung tatsächlich ein Knopfdruck, ohne App. Die App benötigst du aber spätestens für die Kartierung, Zonen und detailliertere Einstellungen. Natürlich ist der appfreie Ansatz des Herstellers eine erfrischende Abwechslung auf dem Mähroboter-Markt. Ein kompletter Ersatz ist das aber nicht.
Für eine feste Verankerung der Station sind Plastikschrauben im Lieferumfang enthalten. Nachdem du Platz für die Station gefunden hast, musst du sie lediglich noch ans Stromnetz anschließen und den Roboter hineinschieben.
Die Einrichtung in der App wird dich vor keine Herausforderung stellen. Du wirst dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess geführt. Beim Mapping hast du die Wahl, die Kartierung selbst zu übernehmen oder sie automatisch durchführen zu lassen. Beides klappt im Test wunderbar. Ein netter Zusatz ist dabei, dass die App dir immer sagt, dass du näher entlang der Gartenbegrenzung fahren sollst, sobald du mal davon abdriftest.
Die Bedienung in der RoboUp-App ist simpel. Du kannst Karten erstellen und Zeitpläne festlegen. Für alle Leute, die sich um Igel sorgen, können jetzt durchatmen. Denn im Menüfeld „Wildtierschutz“ werden Uhrzeiten festgelegt, in denen der Roboter nicht patrouillieren darf. Natürlich empfehle auch ich die ausschließliche Nutzung des Geräts bei Tag. Zudem gibt es bereits diverse Nachtfahrverbote für Mähroboter, die Bußgelder nach sich ziehen.
Mähleistung des RoboUp Raccoon 2 SE
Der Funktionsumfang der App ist beeindruckend. Vor allem, dass du zwischen den Optionen „Schneiden bis zur Kante“ und „Auf Kante fahren“ entscheiden kannst, ist genial. Viele Mähroboter haben das gleiche Problem. Sie lassen einen zu großen Abstand zu Gartenbegrenzungen. Das ist beim Raccoon 2 SE nicht der Fall, wenn du den „Auf Kante fahren“-Modus wählst.
Aber auch, dass du zwischen einer parallelen Fahrweise oder dem Chaos-Prinzip wählen kannst, ist alles andere als selbstverständlich für einen 500-Euro-Mähroboter. Zusätzlich kannst du dem Roboter Zielbereiche vorgeben, also 2 × 2 m-Flächen, die der Robo dann bearbeitet.
Für den Raccoon 2 SE kannst du die Schnitthöhe in 5-mm-Schritten von 3–8 cm einstellen. Optionen für die Mähgeschwindigkeit, Routen oder die Mährichtung gibt es hingegen nicht. Für die Navigation setzt RoboUp auf eine kamera- und visionsgestützte Navigationsart. Die KI-Kamera ist schließlich für die Hinderniserkennung zuständig. Auch, dass ein Mähroboter für 500 Euro über eine KI-Kamera verfügt, ist einzigartig.
Dementsprechend gut funktioniert die Hinderniserkennung. Kleine Bälle oder Äste erkennt er zuverlässig. Unseren blauen Gartenschlauch hat das Modell allerdings nicht erkannt. Zum Glück konnten wir hier rechtzeitig eingreifen, ehe wir uns nach Ersatz umschauen mussten.
Fazit: Lohnt sich der RoboUp Raccoon 2 SE?
Ja, denn mit dem Raccoon 2 SE setzt RoboUp ein dickes Ausrufezeichen. Der RoboUp Raccoon 2 SE ist der beste Mähroboter, den du für 500 Euro kaufen kannst. Das Modell ohne Begrenzungskabel glänzt mit vielen App-Funktionen, die viele 1.000-Euro-Mähroboter von anderen Herstellern nicht einmal haben. Außerdem wird die Einrichtung keinen Mähroboter-Einsteiger verzweifeln lassen. Im Gegenteil, im Laufe des Tests waren wir einige Male beeindruckt, was RoboUp für ein Gesamtpaket für 500 Euro bietet. Deshalb fällt die Kaufempfehlung überhaupt nicht schwer.
Vorteile:
- Simple Einrichtung
- Kein Begrenzungskabel, keine RTK-Station notwendig
- Funktionsreiche App
- Gute Navigation
- Solide Mähleistung
Nachteile:
- In einigen Fällen zu großer Abstand zu Gartenbegrenzungen
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Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit RoboUp. Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.
