Ich durfte den neuen Tineco Floor One i7 Fold ausgiebig testen. Eine klare Besonderheit: Das Saugrohr lässt sich samt Griff um 180 Grad falten, wodurch sich der Saugwischer auch in kleinen Wohnungen gut verstauen lässt. Der Klappmechanismus hat aber noch eine weitere Funktion. Der Griff lässt sich nämlich auch während des Hausputzes abknicken, um leichter unter Möbel zu kommen. Was der Nass- und Trockensauger darüber hinaus zu bieten hat und wie er sich im Test geschlagen hat, erkläre ich dir hier.
Tineco Floor One i7 Fold: Lieferumfang & erste Schritte
Ich habe den Karton des Tineco Floor One i7 Fold geöffnet und den Saugwischer ausgepackt. Im Gegensatz zu vielen vergleichbaren Saugwischern, musste ich hier nichts zusammenstecken oder aufbauen. Das liegt daran, dass der Saugwischer dank seines abknickbaren Griffs nicht viel Platz einnimmt und problemlos in einem Stück in den Karton passt. Ich konnte ihn also sofort in die Ladestation stellen und voll aufladen. Anschließend habe ich den Frischwasserbehälter mit Reinigungslösung und Leitungswasser gefüllt und konnte direkt loslegen.
Zum Starten neigt man den Griff leicht nach hinten und schon rotiert die Wischwalze an der Unterseite des Tineco Floor One i7 Fold. Außerdem fährt er dank Motorunterstützung sanft nach vorne, sodass ich überhaupt keine Kraft aufwenden musste. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Nass-/Trockensauger bewegt, ist meiner Meinung nach genau richtig – nicht zu schnell und nicht zu langsam. Ich hatte auch schon Modelle in der Hand, bei denen man fast dem Gerät hinterher rennen musste. Das ist hier glücklicherweise nicht der Fall. Auf dem Boden bleibt nur ein feiner Wasserfilm übrig, worüber sich mein frisch verlegter Laminat-Boden gefreut hat, da kein Wasser in die Zwischenräume läuft.
Tineco Floor One i7 Fold im Praxistest
Beim klassischen Putzen mit Mopp und Eimer kann man durchaus mal eine Pfütze übersehen, die dann langsam aber sicher in die Ritzen läuft. Das Ergebnis: Ein aufgequollener Boden, der dich im Zweifel die Kaution kosten kann und auch einfach nicht schön aussieht. Der Tineco-Saugwischer saugt aber das Schmutzwasser zuverlässig wieder ein. Du kannst den Boden also auch viel schneller wieder betreten, ohne Fußabdrücke zu hinterlassen. Das Schmutzwasser landet anschließend in einem dafür vorgesehen Behälter. Geputzt wird also immer mit frischem Wasser.
Der Saugwischer liegt angenehm in der Hand und lässt sich gut um Kurven manövrieren. Je nach Verschmutzung und Bedarf kannst du außerdem zwischen vier verschiedenen Modi wählen. Der Saugmodus ist für die Beseitigung von Wasserflecken geeignet, während du im Quiet-Modus besonders leise saubermachen kannst. Ich habe die meiste Zeit den Eco-Modus genutzt, da dieser für leichte Verschmutzungen vollkommen ausreicht und sich die Akkulaufzeit verlängert. Bei manchen eingetrockneten Flecken in der Küche stieß der Nass-/Trockensauger jedoch an seine Grenzen. Während manche Flecken nach mehrmaligem drüberfahren verblassten und irgendwann ganz verschwanden, blieben hartnäckige Flecken auch im Max-Modus auf dem Boden zurück. Hier half nur ein Küchentuch und etwas Kraft. Leichte Verschmutzungen auf Fliesen und Laminat konnte der Saugwischer aber sehr gut bewältigen.
Besonders gut gefallen hat mir das faltbahre Rohr. Denn hierdurch kommt man auch unter Stühle, Regale und Kommoden, ohne sich zu sehr bücken zu müssen. Wer nicht viel Stauraum zu Hause hat, kann den Saugwischer auch platzsparend zusammenklappen und so etwa in einem Schrank oder einer kleinen Abstellkammer verstauen. Und wenn man bis an die Wand kommen möchte, kann man den Saugwischer sogar komplett auf den Boden legen. Mit nur knapp zehn Zentimetern Bauhöhe konnte ich so auch unter niedrigen Möbeln bis in die hinterste Ecke saubermachen.
Selbstreinigung
Nach dem Hausputz habe ich den Saugwischer wieder zum Aufladen in seine Station gestellt. Anschließend konnte ich per Knopfdruck die Selbstreinigung starten. Hierbei reinigt sich das Gerät vollständig selbst. Von der Bürstenrolle bis hin zum Saugrohr wird der gesamte Nass-/Trockensauger mit Heißwasser gereinigt. Anschließend trocknet sich der Saugwischer mit 85 Grad heißer Luft, damit sich keine Bakterien und Gerüche bilden können. Die Selbstreinigung hat im Test wirklich gut funktioniert – die Bürstenrolle sah wieder wie neu aus und auch sonst ist kaum mehr Schmutz im Gerät zu sehen.
Das verschmutzte Wasser landet in einem speziellen Tank, die Feststoffe sind vom Wasser getrennt. Dadurch kann man Haare, Staub und was sich sont noch auf dem Boden angesammelt hat, in einem Mülleimer entsorgen und das Schmutzwasser ins WC gießen. Die Reinigung des Schmutzwasserbehälters ist etwas mühsam – bisher war das aber bei allen vergleichbaren Geräten so. Tineco schickt dafür eine Bürste, mit der man verhedderte Haare und Co. entfernen kann, der Rest lässt sich am besten im Waschbecken oder der Dusche abspülen.
Redaktionelles Fazit
Optisch gefällt mir der Tineco Floor One i7 Fold richtig gut – mit seinem schwarz-grünen Gehäuse macht er sich sehr gut in der Wohnung. Aber auch darüber hinaus konnte er mich überzeugen. Er lässt sich sehr leicht handhaben und gleitet von selbst über den Boden. Danach ist der Boden wieder viel sauberer, nur besonders hartnäckigen Flecken muss man noch selbst mit einem Lappen zu Leibe rücken.
Außerdem punktet der Nass-/Trockensauger mit einer sehr guten Selbstreinigung – und das abknickbare Saugrohr bietet einen echten Mehrwert. Mit rund 40 Minuten Akkulaufzeit im Eco- und teils im Max-Modus lässt sich zudem die Wohnung in einem Rutsch gut saubermachen. Wer ein ganzes Haus zu reinigen hat, muss gegebenenfalls nochmal zwischenladen oder den Hausputz an zwei verschiedenen Tagen durchführen.
Der Preis in Höhe von aktuell 449 Euro ist meiner Meinung nach angemessen, da du viel fürs Geld bekommst und einen kompakten, edlen Haushaltshelfer zur Seite hast, der den Hausputz tatsächlich erleichtert.
Pros des Tineco Floor One i7 Fold
- Edles Design
- Motorunterstützung beim Fahren
- Angenehmes Fahrtempo – nicht zu schnell und nicht zu langsam
- Starke Reinigungsleistung
- Faltbar zum Verstauen und für die Reinigung unter Möbeln
- Haare verwickeln sich nicht
- Sehr gute Selbstreinigung
Contras des Tineco Floor One i7 Fold
- Stark eingetrocknete Flecken bekommt er nicht entfernt
- Reinigung des Schmutzwassertanks etwas aufwändig
