In Supermärkten findet man sie oft an der Kasse. Und auch in jedem Elektronikgeschäft sind sie ein Stammgast: nicht wiederaufladbare AA- und AAA-Batterien (auch bekannt als Mignon und Micro). Günstig, handlich und bequem, halten sie oft monatelang, bis die Energie umgewandelt und die Energiespeicher „leer“ sind. Doch so läuft es nicht immer ab. Manchmal packt man neue AA-Zellen in ein Gerät, nur um sie bereits wenige Tage später wieder austauschen zu müssen. Der Grund hierfür ist einfach: Es waren die falschen Batterien.
Unterschiedliche Arten von AA-Zellen
Optisch sehen alle AA- und AAA-Batterien gleich aus. Doch die darin verwendeten Elemente können sich stark voneinander unterscheiden. Die wohl gängigste Variante stellen Alkali-Mangan-Zellen dar – mit einer Zinkanode (Minuspol) und Mangandioxid auf der Kathode (Pluspol). Sie weisen eine Nennspannung von 1,5 Volt auf und halten in der Regel über Monate. Zumindest, wenn der Energiebedarf gering ist, wie etwa bei einer Fernbedienung. Dagegen benötigen anspruchsvollere Geräte deutlich mehr Energie. Und das kann zu einem Problem werden.
Als Beispiel lässt sich der smarte Rauchmelder Nest Protect aus dem Hause Google aufführen. So hebt der US-Konzern selbst hervor, dass Nutzer Akkus oder Alkali-Batterien nicht verwenden sollen. „Diese entladen sich schnell und müssen sehr bald nach dem Einsetzen wieder gewechselt werden“, heißt es auf einer offiziellen Informationsseite. Stadtessen empfiehlt Google Batterien des Typs „Energizer Ultimate Lithium AA (L91)“ – die nach Herstellerangaben weltweit langlebigsten AA-Zellen.
Besonderheiten von AA-Lithium-Batterien
Den Begriff Lithium kennt man heutzutage in der Regel von gängigen Lithium-Ionen-Akkus in Smartphones, Smartwatches und Co. Doch was viele nicht wissen: AA- und AAA-Zellen auf Lithiumbasis stellen ebenfalls längst keine Seltenheit mehr dar. Hier jedoch meistens in Form von Lithium-Eisensulfid-Batterien. Und diese unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den klassischen Alkali-Energiespeichern.
Zunächst einmal sind Lithium-Eisensulfid deutlich leichter. Eine Waage ist nicht notwendig, der Unterschied von rund 30 Prozent lässt sich auch mit der Hand problemlos spüren. Ferner lassen sich diese bis zu 20 Jahre lang lagern, während handelsübliche Alkaline-Zellen nur bis zu 10 Jahre lang halten. Zudem ist bei der neuen Variante die Auslaufneigung kleiner und bei Geräten mit einem hohen Strombedarf halten sie oft deutlich länger – und genau das ist der entscheidende Faktor.
Sollte man künftig also nur noch AA-Lithium-Batterien in den Einkaufskorb werfen? Nicht ganz. Denn bei moderatem Energiebedarf kommt der große Vorteil von Lithium-Zellen weniger zum Tragen und die Laufzeiten der beiden Batteriearten nähern sich spürbar an. Zudem sind AA-Zellen auf Lithiumbasis deutlich teurer als Alkali-Batterien. Bei Amazon kostet eine Packung Energizer Ultimate Lithium AA mit lediglich vier Zellen beispielsweise stolze 9,19 Euro. Wer also lediglich seine Computermaus mit Energie versorgen möchte, kann getrost zur klassischen Variante greifen. Doch ist das Gerät energieintensiv, müssen zwangsläufig Lithium-Batterien her.
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