/News/Smart Home/Endlich auf Nuki-Niveau? Dieses Türschloss bietet abgefahrene Entsperrmöglichkeiten

Endlich auf Nuki-Niveau? Dieses Türschloss bietet abgefahrene Entsperrmöglichkeiten

4 Min. Lesezeit Teilen/Speichern
SwitchBot stellt auf der IFA 2026 die Lock Ultra Max Vision Pro Combo vor. Das Set erkennt nicht nur Gesichter, sondern liest auch die Venen deiner Handfläche und kostet weniger als das vergleichbare Nuki-Set.
SwitchBot Smart Lock Ultra Max Vision Pro Combo
SwitchBot Smart Lock Ultra Max Vision Pro ComboBildquelle: SwitchBot

SwitchBot haut auf der IFA 2026 einen raus – und zwar mit dem Lock Ultra Max Vision Pro Combo (Uff, was ein Name). Das Set besteht aus drei Komponenten: dem neuen Smart Lock Lock Ultra Max, dem Keypad Vision Pro mit 3D-Gesichtserkennung und dem Hub Mini Matter Enabled. Wie beim Nuki Smart Lock Pro bleibt dein Schließzylinder in der Tür und ein Zylindertausch ist nicht nötig.

Bürstenloser Motor mit zwei Tempo-Stufen

Im Zentrum steht der bürstenlose „UltraDrive-Motor“. Er erreicht laut SwitchBot 160 Umdrehungen pro Minute und damit die 3,2-fache Drehzahl des bisherigen SwitchBot Smart Lock Ultra (zum Test). Im „Max Mode“ soll die Tür in 1,1 Sekunden entriegelt sein, die Drehkraft gibt der Hersteller mit mehr als 9 Kilogramm an. Wer es nachts leiser mag, wechselt in den „Quiet Mode“. Ein magnetischer Encoder erfasst die Schlossposition und soll auch bei häufiger Nutzung für gleichmäßigen Betrieb sorgen.

Das Gehäuse besteht aus einer Aluminiumlegierung mit gebürsteten Edelstahldetails. Kompatibel ist das Schloss nach Herstellerangaben mit 99 Prozent der europäischen Schlösser, darunter EU-Profilzylinder, Knaufzylinder, Schweizer Rundzylinder und britische Ovalzylinder. Für Sonderfälle gibt es Adapter im Lieferumfang.

Bis zu 19! Wege in die Wohnung

Der buchstäbliche Blickfang ist das Keypad Vision Pro. Es projiziert über 30.000 Infrarotpunkte auf dein Gesicht und erstellt daraus eine 3D-Karte. Unter Laborbedingungen ist die Erkennung in weniger als einer Sekunde abgeschlossen. Und dank Infrarotbeleuchtung klappt das auch im Dunkeln. Weil das System mit Tiefeninformationen arbeitet, soll es sich auch nicht mit Fotos oder Videos austricksen lassen.

Gesichtserkennung des SwitchBot Smart Lock Ultra Max Vision Pro Combo Bildquelle: SwitchBot

Die eigentliche Besonderheit ist aber die kontaktlose Handvenenerkennung: Ein Nahinfrarotsensor liest das Venenmuster deiner Handfläche. Das richtet sich an Kinder, ältere Familienmitglieder und alle, deren Fingerabdrücke sich schwer lesen lassen. Wie etwa bei trockenen oder nassen Fingern. Klassisch bleiben Fingerabdruck, PIN und NFC-Karte. Zusammen mit der SwitchBot-App, Sprachsteuerung, Smartwatch, Widgets, Geofencing, Schlüssel und SwitchBot Remote kommt das System auf bis zu 19 verschiedene Entriegelungsmethoden. Wichtiger Hinweis: Gesichts-, Venen- und Fingerabdruckdaten verarbeitet und speichert das Keypad lokal auf dem Gerät.

Handvenenerkennung des Gesichtserkennung des SwitchBot Smart Lock Ultra Max Vision Pro Combo Bildquelle: SwitchBot

Drei Stromquellen für die Tür

Der 4.200-mAh-Akku im Schloss soll bei typischer Nutzung bis zu neun Monate halten. Geht er zur Neige, übernimmt eine separate CR123A-Batterie für rund 500 Schließvorgänge. Ist auch die leer, sammelt „Micro-Power Unlock“ etwa 30 Sekunden lang Restenergie und ermöglicht bis zu fünf Notentriegelungen. Natürlich reden wir auch bei diesem Smart Lock von einer langen Akkulaufzeit, aber dennoch ist das ein Feature, das es so beim Spitzenreiter Nuki nicht gibt.

Das Keypad selbst hat einen 5.000-mAh-Akku und weckt die Biometrie erst, wenn du davorstehst. Dazu kommen Auto-Lock, Sprachhinweise am Gerät sowie Warnungen bei offener Tür, niedrigem Akku und 13 Kategorien von Wetterwarnungen.

SwitchBot gegen Nuki: der direkte Vergleich

Fair vergleichbar ist die Combo mit dem Nuki Smart Lock Pro 5.0 (zum Test) plus Keypad 2 NFC (zum Test): zusammen 448 Euro nach UVP. SwitchBot ist also günstiger, der Abstand ist aber kleiner, als die Listenpreise vermuten lassen. Beim Tempo gibt es keinen Sieger: Nuki öffnet im „Insane“-Modus in etwa einer Sekunde, im Standardmodus in rund 1,5 Sekunden. SwitchBots 1,1 Sekunden liegen damit auf Augenhöhe, nicht darüber.

Nuki Smart Lock Pro 5.0 Bildquelle: inside digital

Beim Akku nennen beide bis zu neun Monate, bei Nuki gilt der Wert allerdings ohne Fernzugriff. Und der Nuki-Akku ist fest verbaut: Reserve-Batterie und Notentriegelung wie bei SwitchBot hat der Österreicher nicht zu bieten. Umgekehrt stecken bei Nuki WLAN und Matter direkt im Schloss, ein Hub ist nicht nötig. SwitchBot braucht den Hub Mini, der aber zumindest beiliegt.

Der größte Unterschied sitzt außen an der Tür. Nuki bietet mit dem Keypad 2 NFC Tap to Unlock über den Aliro-Standard, also Entriegeln per Handy oder Watch. Das funktionierte im Test tadellos, setzt aber Apple– oder Samsung-Hardware inklusive passendem Hub voraus.

Nuki Keypad 2 NFC Bildquelle: inside digital / Thomas Kern

Diese Option fehlt SwitchBot, dafür kommen Gesichts- und Handvenenerkennung ganz ohne Smartphone aus. Bei Nuki gibt es beides nicht. Punkten kann Nuki weiterhin mit der App, die kein Account erfordert und im Test durch die geführte Installation und ihre Funktionsvielfalt überzeugte. Ob SwitchBots Angaben im Alltag halten, muss ein Test zeigen.

Die Vorbestellung des neuen SwitchBot Smart Locks startet am 3. September 2026 über die EU-Shops von SwitchBot. Die Combo kostet 339,99 Euro.

So arbeiten wir
Unsere Redaktion recherchiert und bewertet unabhängig — nach festen journalistischen und fachlichen Kriterien. Über Affiliate-Links im Beitrag bekommen wir beim Kauf eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Geprüfte News von echten Redakteuren

inside digital als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen.

Bildquellen

  • unlock-method-1: SwitchBot
  • unlock-method-2: SwitchBot
  • nuki-smart-lock-pro: inside digital
  • nuki-keypad-2-nfc: Bildrechte beim Autor
  • key-vision-lock-ultra-max-vision-pro-combo: SwitchBot

Keine Kommentare

[-AMP Version-]