Doppelt so viele Kameras: Mammotion rüstet Mähroboter massiv auf

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Auf der IFA 2026 zeigt Mammotion den Luba 4 AWD. Der neue Flaggschiff-Mähroboter bekommt vier Kameras, breitere Mähteller und eine Vorderradlenkung und deckt Rasenflächen von bis zu 12.000 Quadratmetern ab.
Mammotion Luba 4 AWD
Mammotion Luba 4 AWDBildquelle: Mammotion

Mammotion nutzt die IFA 2026 für den nächsten Schritt. Der Luba 4 AWD kommt in drei Modellen und hebt die maximale Rasenfläche im Portfolio von bislang 10.000 (Luba 2 AWD 10000) auf 12.000 Quadratmeter an. Ist das der Moment, an dem man die Konkurrenz endgültig hinter sich lässt?

Vier Kameras statt zwei

Mammotion legt viel Wert auf sein Positionierungssystem, das den Namen „Surround Quad-Vision x Tri-Fusion“ trägt. Die Tri-Fusion-Navigation kennst du bereits aus dem Luba 3 AWD (Test): Dort kombiniert der Hersteller einen 360-Grad-Lidarsensor, NetRTK und eine Dual-Kamera (Hintergrund zur Sensorfusion). Der Luba 4 AWD nutzt nun vier Weitwinkelkameras statt zwei, die vorne, seitlich und hinten schauen. Damit soll er Hindernisse auch außerhalb des vorderen Blickfelds erkennen und selbst unter dichten Bäumen oder bei schlechtem Licht navigieren. Jede der drei Sensorebenen dient den beiden anderen laut Mammotion als Echtzeit-Backup.

Begrenzungskabel und RTK-Antenne bleiben wie beim Vorgänger überflüssig. Den iNavi-Service für die Positionierung gibt Mammotion weltweit und über die gesamte Produktlebensdauer kostenlos dazu. Passend zur Ankündigung, NetRTK für Geräte aus 2025 und 2026 dauerhaft gratis zu halten. Ob das auch für den separaten 4G-Dienst gilt, über den Kamera-Livestream und Fernsteuerung laufen, bleibt offen. Denn beim Luba 3 AWD kostet er nach drei Jahren extra.

Gleich bleibt die Steigfähigkeit: Wie schon Luba 3 AWD und Luba mini 2 AWD (Test) meistert das neue Modell 80 Prozent, was 38,6 Grad entspricht. Der größte Konkurrent, der Navimow X420 (Test), liegt mit 84 Prozent auf dem Papier weiter darüber.

Geländefähigkeit des Mammotion Luba 4 AWD
Geländefähigkeit des Mammotion Luba 4 AWD Bildquelle: Mammotion

Breitere Mähteller und endlich mehr Schnitthöhe

Spannender wird es beim Antrieb: Der Luba 4 AWD lenkt aktiv mit den Vorderrädern ein, verteilt das Drehmoment einzeln auf alle vier Räder und fährt bidirektional. Statt auf der Stelle zu wenden, wechselt er die Bahn, um den Rasen zu schonen. Beim Luba 3 AWD musst du dafür die Mehrpunktdrehung in der App aktivieren. Aber auch mithilfe dieser Einstellung wurde unser Testrasen geschont.

Schnittbreite des Mammotion Luba 4 AWD
Schnittbreite des Mammotion Luba 4 AWD Bildquelle: Mammotion

Beim Schnitt legt Mammotion zu: Die Modelle 3.000F und 6.000F fahren mit zwei Mähtellern und 44-cm-Schnittbreite. Das Topmodell 12.000F dagegen mit drei Tellern und einer Schnittbreite von 53 cm. Der Luba 3 AWD kam auf 40 cm, der Luba mini 2 AWD auf 20 cm. Pro Mähdeck sitzen sechs schwenkbare Präzisionsmesser, das Deck ist schwimmend gelagert, wodurch das Senkungen und Erhebungen ausgeglichen werden sollen.

Mammotion Luba 4 AWD
Mammotion Luba 4 AWD Bildquelle: Mammotion

Der für mich wichtigste Punkt: Die Schnitthöhe reicht jetzt von 2,5 bis 10 cm, beim 12.000F von 2,5 bis 8,5 cm. Beim Luba 3 AWD war bei 7 cm Schluss – genau das war mein größter Kritikpunkt im Test. Dazu kommen ein abnehmbarer Akku und Schnellladen mit bis zu 210 Watt.

Kantenschnitt kostet extra

An der Rasenkante bleibt Mammotion zwiegespalten. Für Mauern, Zäune und Beete gibt es ein Kantenschneide-Zubehör, das den Randschnitt in den autonomen Mähvorgang einbindet. Leider nur optional gegen Aufpreis. Der Luba mini 2 AWD hat seinen Kantenmähteller mit drei Klingen fest an der Seite verbaut, der Luba 3 AWD verzichtet komplett darauf und lässt im Test dennoch nur zwei Zentimeter Abstand zur Kante. Wie viel das Zubehör bringt, muss der Praxistest zeigen.  Wer den Kantenschnitt aktuell am besten löst, steht in unserer Bestenliste.

Neu in der App sind eine Offline-Sprachsteuerung und eine Videoüberwachung. Weitere KI-Funktionen will Mammotion per Update nachliefern.

Verfügbarkeit: Vorbestellung ab dem vierten Quartal

Den Luba 4 AWD gibt es als 3.000F, 6.000F und 12.000F für entsprechend 3.000, 6.000 und 12.000 Quadratmeter. Damit startet die Serie erst dort, wo der auf der CES 2026 vorgestellte Luba 3 AWD (1.500 bis 5.000 m²) sein Mittelfeld hat. Kleinere Gärten bleiben Sache der bisherigen Modelle. Vorbestellungen sind ab dem vierten Quartal möglich, Preise nennt Mammotion noch nicht.

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