Mit einem neuen Modell der Qrevo-Serie will der Hersteller zeigen, dass beim Thema Wischen noch längst nicht alles gesagt ist. Statt sich allein auf immer stärkere Saugleistung zu konzentrieren, rückt Roborock eine andere Baustelle in den Fokus.
Roborock Qrevo Curv 2 Flow: Schlägt dieser Saugroboter den Testsieger?
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow verabschiedet sich vom klassischen rotierenden Wischpad und setzt stattdessen auf eine motorisierte Walze. Diese ist nicht nur ungewöhnlich breit, sondern arbeitet mit hohem Anpressdruck und einer konstanten Rotation, die eher an manuelles Schrubben als an sanftes Nachwischen erinnert.

Das Ziel ist klar: Feuchte Verschmutzungen sollen in einem einzigen Durchgang verschwinden – und das ohne Schmierfilm oder zusätzliche Nacharbeit. Roborock kombiniert das Ganze mit einem Echtzeit-Selbstreinigungssystem, das während der Fahrt Frischwasser zuführt und Schmutzwasser abzieht. Die Walze wischt also nicht mit dem Dreck von eben weiter, sondern bleibt konstant sauber.
Besonders spannend ist dabei der Fokus auf Präzision. Die Walze kann sich zur Kantenreinigung seitlich ausfahren und kommt so deutlich näher an Wände und Möbelbeine heran, als man es von vielen Wischrobotern kennt. Gleichzeitig schützt ein mechanischer Roller-Mechanismus Teppiche zuverlässig vor Feuchtigkeit. Außerdem hebt der Qrevo Curv 2 Flow die Walze an, wenn er Teppiche erkennt. Bei der Walzenabdeckung handelt es sich um keinen Software-Trick, sondern eine echte physische Barriere.
Überraschend geringe Saugkraft, aber …

Natürlich bleibt Roborock seiner Linie auch beim Saugen treu. Mit bis zu 20.000 Pascal gehört der Qrevo Curv 2 Flow nicht wirklich zur Leistungsspitze. Dennoch haben bereits viele Saugroboter bewiesen, dass Saugkraft nicht alles ist. Nichtsdestotrotz erhöht der Qrevo 2 Flow die Saugkraft automatisch, sobald ein erhöhter Verschmutzungsgrad erkannt wird. Wenn er Flüssigkeiten erkennt, wechselt er konsequent in den reinen Wischmodus und hebt die Seitenbürsten an, um nichts zu verteilen. Haare – egal ob menschlich oder tierisch – sollen sich dank der überarbeiteten Haupt- und Seitenbürsten nicht verheddern.
In der optisch unveränderten Basisstation wird die Walze mit heißem Wasser gewaschen und anschließend getrocknet. Natürlich gibt es auch eine Absaugfunktion. Unterm Strich bedeutet das: wochenlang kein Eingreifen, kein Auswaschen, kein Hantieren mit feuchten Mopps. Ergänzt wird das Ganze durch eine ausgereifte Navigation und eine Hinderniserkennung mit Kameraunterstützung.
