Inhaltsverzeichnis
- 1 Huawei Watch GT 7 (Pro): Neue Top-Smartwatches im Anflug
- 2 Huawei Watch D3: 24 Stunden Blutdruckmessung am Handgelenk
- 3 Huawei Watch 6 (Pro): Smartwatch der einfacheren Art
- 4 Huawei MatePad Air: Leicht, dünn und erstmals durchgehend OLED
- 5 FreeBuds Neo: In-Ears auf Premium-Niveau
- 6 Neue Smartphones kommen auch – aber später
Bei den Smartwatches steht unter anderem die neue Watch-GT-7-Serie im Rampenlicht des Showpalast München. Sie setzt sich aus der Huawei Watch GT 7 Pro (nur 46 mm) und zwei Varianten der Huawei Watch GT 7 (41 und 46 mm) zusammen. Das kleinere Modell ist dabei primär für eine weibliche Zielgruppe gedacht, mit deutlich femininerem Design und pastellfarbenen Tönen.
Huawei Watch GT 7 (Pro): Neue Top-Smartwatches im Anflug
Aber was zeichnet die neuen Huawei-Smartwatches konkret aus? Nun, die GT 7-Serie dreht den üblichen Fitness-Gedanken ein wenig um. Statt dich nur anzutreiben, will sie zuerst wissen, ob dein Körper überhaupt bereit ist. Kern dafür ist ein Leistungsfähigkeits-Score, der Schlafdaten, Herzfrequenzvariabilität, Stress und verbrannte Kalorien zu einem einzigen Wert in fünf Stufen bündelt. Und ergänzend dazu gibt es ein tägliches Morgen-Briefing und KI-gestützte Analysen. Das Prinzip erinnert an das, was man von Konzepten wie der „Body Battery“ aus dem Hause Garmin kennt. Huawei liefert hier seine eigene Interpretation.
Sportlich will die Serie besonders am Berg im Schnee und auf dem Rennrad auf der Straße punkten. Ski- und Snowboardfahren erkennt sie automatisch. Und das sogar ohne GPS, weil ein Multisensorsystem Körperhaltung und Höhe direkt am Handgelenk ausliest. Selbst Indoor-Skifahren wird so unterstützt. Neu ist eine Kurvenerkennung, die laut Huawei eine Branchenneuheit ist und jeden Schwung samt Fliehkräften in Zahlen fasst. Karten von über 3.000 Skigebieten landen obendrein direkt auf der Uhr.
Auch neue Rennrad-Features integriert
Auf dem Rennrad zeigt die GT 7 nicht nur die aktuelle Steigung und Restdistanz in Echtzeit an. Sie warnt dich auch vor zu schnell genommenen Kurven per Vibration und Sprachansage. Dazu kommen bei den großen Ausführungen der Uhren bis zu 21 Tage Akkulaufzeit, kontaktloses Bezahlen per Curve Pay ohne Smartphone sowie Kompatibilität mit iOS und Android. Die Pro-Version setzt mit Keramiklünette und Titanrahmen optisch noch einen drauf. Zudem gibt es hier unter anderem einen Tiefensensor für Freitauchen bis zu 40 Meter und umfangreiche Golf-Funktionen.
Preislich startet die Serie bei 299 Euro. Die Standard-Variante 41 mm in Weiß kostet etwas mehr: 319 Euro. Die Huawei Watch GT 7 Pro steht zu einem Preis von 429 Euro zur Verfügung. Alle Uhren sind ab sofort verfügbar und über Huawei direkt zum Start vorübergehend um 50 Euro reduziert. Du willst mehr wissen? Wir haben beide Uhren in der 46-mm-Variante vor dem heutigen Launch bereits ausführlich testen können. Und die Ergebnisse haben uns in vielerlei Hinsicht überrascht.
Huawei Watch D3: 24 Stunden Blutdruckmessung am Handgelenk
Für Menschen mit Blutdruck-Sorgen hat Huawei ebenfalls Neuigkeiten im Gepäck: die Huawei Watch D3. Vielleicht ist dieses Wearable sogar das spannendste Gerät des Tages. Denn sie kann etwas, das in der gebotenen Form keine andere Smartwatch bietet: eine medizinisch zertifizierte Blutdruckmessung, die dem Alltag folgt, statt einem einzelnen Momentwert beim Arzt.
Wie das funktioniert? Ein mechanischer Airbag im Armband komprimiert das Handgelenk und misst in Intervallen von 15 bis 30 Minuten deinen Blutdruck. Tagsüber ist das Ganze anpassbar, nachts finden die Messungen vollautomatisch und leise genug zum Weiterschlafen statt, verspricht der Hersteller. Die Blutdruckfunktion trägt eine CE-Kennzeichnung nach EU-Medizinprodukteverordnung und orientiert sich an den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie. Das Ergebnis ist kein Einzelwert, sondern ein 24-Stunden-Verlauf, den du bei Bedarf mit medizinischem Fachpersonal besprechen kannst.
Damit man die Uhr mit ihrem 1,92 Zoll großen AMOLED-Display (408 x 480 Pixel) auch nachts trägt, ist das Gehäuse auf 11,3 Millimeter und 40 Gramm geschrumpft. Die Funktion „Health Glance“ erstellt in rund 60 Sekunden einen Bericht mit bis zu elf Gesundheitswerten. Unter anderem Herzfrequenz, Blutdruck und Blutsauerstoffsättigung (SpO₂).
Auch Samsung kann Blutdruck messen – aber anders
Wenn du nun vielleicht denkst, dass es doch auch unter anderem Uhren von Samsung mit Blutdruck-Funktion gibt? Stimmt! Die arbeiten aber gänzlich anders. Nämlich mit Lichtsensoren auf Basis einer Puls-Wellen-Analyse. Und die Samsung-Uhren müssen alle 28 Tage mit einem echten, externen Oberarm-Blutdruckmessgerät neu kalibriert werden. Zudem findet bei den Samsung-Smartwatches keine echte Messung statt. Vielmehr ermitteln die Galaxy-Smartwatches nur Tendenzabweichungen vom zuvor kalibrierten Wert. Wenn der reale Blutdruck stark schwankt, sind diese optischen Werte oft ungenau.
Der Preis für die Huawei Watch D3 liegt mit 449 Euro spürbar über jenem der GT 7. Dafür bekommt man aber eine Funktion, die sonst eigenen Messgeräten vorbehalten ist. Verfügbar ist die Watch D3 ab dem 15. September 2026 in Schwarz, Blassgold und Mokka-Gold. Zum Start wird der Kauf direkt über Huawei bis zum 19. Oktober wahlweise mit kostenlosen FreeBuds SE 4 (Kopfhörer) oder der Huawei Scale 3 (Waage) versüßt. Auch diese Smartwatch ist mit iPhones ab iOS 13 und Android-Smartphones (mindestens Version 13.0) kompatibel. Die Akkulaufzeit gibt Huawei bei einer typischen Nutzung mit bis zu sechs Tagen an.
Wie komfortabel sich die aufpumpende Manschette über einen ganzen Tag trägt, prüfen wir in einem späteren Test. Ebenso die Akkulaufzeit. Die Ergebnisse werden wir voraussichtlich Mitte des Monats, pünktlich zum Verkaufsstart, veröffentlichen.
Huawei Watch 6 (Pro): Smartwatch der einfacheren Art
Du wünschst dir eine etwas einfacher designte Smartwatch mit 100 Sportprofilen, die sogar eine integrierte eSIM nutzbar macht? Dann könnte die Huawei Watch 6, ebenfalls kompatibel mit iOS und Android, die passende Wahl sein. Sie wird als Tech- & Health-Flaggschiff ins Ausstellungsregal gestellt. Auch diese neue Smartwatch ist in einer Standard-Variante und in einer Pro-Version erhältlich, beide Modelle gibt es in zwei Größen.
- Huawei Watch 6 (42 mm / Aluminium)
- Huawei Watch 6 (46 mm / Edelstahl)
- Huawei Watch 6 Pro (42 mm / Keramik)
- Huawei Watch 6 Pro (46 mm / Keramik-Lünette, Titan-Gehäuse)
Das Display wird bei allen Modellen von Saphirglas geschützt. Es leuchtet bei der Pro-Variante mit bis zu 3.500 Nits, beim Basismodell sind es bis zu 3.000 Nits. Die durchschnittliche Akkulaufzeit der kleinen Modelle gibt Huawei mit bis zu drei Tagen an, bei den großen Uhren mit bis zu 4,5 Tagen. Wer den Stromsparmodus aktiviert, kann die Laufzeit auf bis zu sieben respektive elf Tage erweitern. Ein Wechsel zwischen Normal- und Stromsparmodus soll in drei Sekunden möglich sein.
Besonderheit ist ein neues Sensorsystem, das auf den etwas sperrigen Namen „X-Tap 2.0“ hört. An der rechten Seite zwischen Krone und Menütaste findet sich ein Fingerauflagesensor, der zwölf Kanäle für präzise Messungen bietet. Auch eine EKG-Funktion ist bei dieser Smartwatch-Serie an Bord. Huawei verspricht: In einer Minute soll es möglich sein, elf Werte auf einen Schlag für einen umfangreichen Gesundheitscheck zu erstellen. Und auf den neuen Leistungsfähigkeits-Score der GT-7-Serie darf man sich auch bei dieser Uhrengeneration freuen.
Die Preise: 449 Euro für die 42-mm-Variante der Watch 6 und 489 Euro für die Ausführung mit 46-mm-Gehäuse. Das Pro-Modell steht für 679 Euro zur Verfügung. Verkaufsstart in Deutschland wird Ende September sein.
Huawei MatePad Air: Leicht, dünn und erstmals durchgehend OLED
Auch einen neuen Tablet-PC mit einem Gewicht von 509 Gramm stellt Huawei ab sofort zur Verfügung. Beim Huawei MatePad Air ist neben 256 GB Speicherplatz und 8 GB Arbeitsspeicher in erster Linie die Bauweise das Argument für einen Kauf. Ein umgekehrter OLED-Displayaufbau kommt ohne internen Stützrahmen aus, was Gewicht und Bauhöhe spart, ohne den Bildschirm zu verkleinern.
Das Metallgehäuse schimmert dank E-Coating mit Perlmutt-Effekt je nach Lichteinfall unterschiedlich. Herzstück ist ein 12-Zoll-Panel, bei dem Huawei zum ersten Mal durchgehend auf OLED statt LCD setzt. Der Hersteller kombiniert das mit 2,8K-Auflösung, bis zu 144 Hz Bildwiederholrate und einer entspiegelten, papierähnlichen Oberfläche fürs Schreiben mit dem Stift. Die maximale Displayhelligkeit gibt Huawei mit 1.200 Nits an. Das Tablet ist damit deutlich heller als etwa das iPad Air von Apple. Nur iPad-Pro-Modelle leuchten mit bis zu 1.600 Nits noch etwas heller.
Beim Sound sorgen sechs Lautsprecher inklusive einer Bass-Einheit mit vier Treibern für ein überraschend breites Klangbild. Der 10.000-mAh-Akku hält bis zu 16 Stunden bei einer HDR-Videowiedergabe durch. Der Haken: Mit 799 Euro ist das MatePad Air alles andere als ein Schnäppchen. Und natürlich kosten Stift wie Tastatur extra. Erhältlich ist das auf HarmonyOS 4.3 basierende MatePad Air ab sofort in Blau und Pink. Bis zum 14. Oktober 2026 winken direkt über den Onlineshop von Huawei 50 Euro Rabatt.
Und dann wären da noch die FreeBuds Neo: neue In-Ear-Kopfhörer mit Premium-Funktionen für ein möglichst optimales Klangbild. Ein neuer Turbo-Treiber deckt einen Frequenzbereich von 10 Hz bis 48 kHz ab, eine sogenannte Spatial-Audio-Funktion mit Head-Tracking sorgt auf Wunsch für räumlichen Surround-Klang. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Musik von Smartphone, Laptop oder Tablet kommt. Die aktive Geräuschunterdrückung nimmt bis zu 30 Dezibel heraus, primär in den mittleren und hohen Frequenzen, in denen typische Störgeräusche sitzen. Wechselst du die Umgebung, regelt ein Audio-Chip der dritten Generation laut Huawei in Millisekunden nach.
Mit 4,8 Gramm pro Ohrhörer sollen die FreeBuds Neo im Ohr kaum auffallen; die Form basiert auf einer Vielzahl echter Ohrvermessungen. Praktisch: Die Kopfhörer verbinden sich mit Android, iOS und Windows gleichermaßen und lassen sich mit zwei Geräten parallel koppeln – auch systemübergreifend. Trägst du eine Huawei-Smartwatch, kannst du Geräuschunterdrückung und Klangprofile direkt vom Handgelenk aus steuern; diese Funktion reicht Huawei allerdings erst per Update nach. Mit ANC verspricht Huawei eine Laufzeit von bis zu 6,5 Stunden, ohne eingeschaltetes ANC sind maximal 10 Stunden.
Preislich sind die FreeBuds Neo bei 129 Euro angesetzt und ab sofort in Silber, Rosa, Weiß und Schwarz erhältlich. Zum Start gibt es über den Huawei-Onlineshop bis zum 19. Oktober 20 Euro Rabatt, was das Preis-Leistungs-Verhältnis spürbar verbessert.
Neue Smartphones kommen auch – aber später
Ob auch die neu in München vorgestellten Smartphones, das Huawei Nova 16s und das Huawei Nova 16s Pro nach Deutschland kommen, ist übrigens noch unklar. Wenn, werden sie ihren Weg aber erst später im Laufe dieses Jahres den Weg in die hiesigen Verkaufshallen finden. Wir werden dann entsprechend berichten.
Ein Schnäppchen sind sie trotz fehlender Google-Dienste aber ohnehin nicht. Und deswegen für viele Nutzer wahrscheinlich keine ernstzunehmende Alternative zu anderen etablierten Android-Marken. Das Pro-Modell kostet in der Konfiguration 12/256 GB satte 749 Euro, mit 512 GB werden sogar 849 Euro fällig. Das Nova 16s geht für 599 Euro respektive 699 Euro in den Verkauf.
Huawei sollte man niemals abschreiben. Zwar hat der Hersteller bei Smartphones, wo der Anschluss ohne Google-Dienste spürbar fehlt, den Anschluss verloren. Aber in anderen Segmenten schlägt Huawei mächtig auf. Die Watch D3 bringt eine medizinisch zertifizierte Blutdruckmessung ans Handgelenk, die GT 7 überzeugt als Oberklasse-Smartwatch mit Akku und cleveren Sport-Features, und das MatePad Air zeigt eindrucksvoll, was mit OLED geht. Und das sind nur Beispiele. Weitere Neuheiten sollen schon bald folgen. Huawei ist längst nicht von der Bildfläche verschwunden. Man muss nur wissen, wo man hinschaut.
