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Neue Regel im Auto: Kamera wird verpflichtend

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Alle neu zugelassenen Pkws bekommen mehrere technische Upgrades spendiert. Darunter auch eine Kamera, die pausenlos jede Bewegung des Fahrers wahrnimmt. Das mag auf den ersten Blick bedenklich wirken, doch die Kamera erfĂŒllt eine sehr wichtige Funktion.
Autos auf einer Autobahn
Neue Regel im Auto: Kamera wird verpflichtendBildquelle: Ronald Rampsch / shutterstock.com / bearbeitet mit KI

Vor Kurzem zĂŒndete die EuropĂ€ische Union die nĂ€chste Eskalationsstufe in Sachen Fahrerassistenzsysteme. Bereits seit Juli 2024 sind viele technische Helfer fĂŒr alle Neuwagen EU-weit vorgeschrieben. Dazu gehören unter anderem Notbrems- und RĂŒckfahrassistenten, MĂŒdigkeits- sowie Tempowarner, Notbremslichter, Notfall-Spurhalteassistenten, Unfalldatenspeicher und – was nicht viele wissen – eine Schnittstelle zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre. Seit Juli 2026 greift nun ein weiterer Teil des Maßnahmenpakets. Dabei lassen sich vor allem zwei neue Assistenzsysteme hervorheben.

Zwei neue Fahrerassistenzsysteme

Wenn du dir ab Juli 2026 einen Neuwagen zulegst oder einige Jahre wartest und erst anschließend dein Auto umtauschst, dann dĂŒrfte dein nĂ€chster Pkw mit großer Wahrscheinlichkeit gleich mehrere neue Assistenzsysteme an Bord haben. Den Anfang macht dabei ein erweitertes Fahrerablenkungswarnsystem mit integrierten Kameras.

Ablenkungs-Warner mit Kamera

Ab sofort ist das sogenannte „Advanced Driver Distraction Warning“-System (ADDW) Pflicht fĂŒr alle neu zugelassenen Fahrzeuge. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich meistens eine Infrarotkamera, die Kopfhaltung und Augenbewegungen kontinuierlich erfasst. Ist der Fahrer abgelenkt, kommt es zu einer optischen, akustischen oder haptischen Warnung. Und zwar innerhalb von sechs Sekunden bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 50 km/h. Sowie nach dreieinhalb Sekunden ab 50 km/h.

Nun könnte man die verpflichtenden Assistenzsysteme als unnötige und störende Maßnahme abstempeln. Doch zumindest in Teilen hat die Praxis bereits das Gegenteil bewiesen. Laut Angaben des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) verursachen Autos mit Notbremsassistenten zehn Prozent weniger Kfz-HaftpflichtschĂ€den. Nur geht die Kritik beim ADDW ĂŒber das ĂŒbliche Nörgeln hinaus. Schließlich beobachtet eine Kamera die ganze Fahrt ĂŒber sĂ€mtliche Bewegungen. Folglich warnen Kritiker vor EinschrĂ€nkungen der PrivatsphĂ€re.

Dabei setzt die EU-Verordnung 2023/2590 der Technik enge Grenzen. Erfasste Bilddaten dĂŒrfen ausschließlich der Systemfunktion dienen, werden nur innerhalb eines geschlossenen Systems verarbeitet und nicht dauerhaft gespeichert. Ferner ist eine Identifizierung von Personen mittels biometrischer Daten untersagt. Und jede Verarbeitung personenbezogener Daten muss dem Datenschutzrecht der Union entsprechen. Zumindest auf dem Papier stellt Datenschutz hier also kein Problem dar.

Erweitertes Notbremsassistenzsystem

Abseits des ADDW wird das Notbremsassistenzsystem bei allen neu zugelassenen Fahrzeugen erweitert. In der aktuellen Variante mĂŒssen Systeme automatisch bremsen, wenn ein Aufprall mit einem stehenden oder sich bewegenden Fahrzeug vor dem eigenen Kraftfahrzeug droht. Das ist die Mindestanforderung seit Mitte 2024.

Die neue Version erkennt nach Angaben des Bundesministeriums fĂŒr Verkehr auch FußgĂ€nger sowie Radfahrer und bremst bei Kollisionsgefahr eigenstĂ€ndig. Ein wichtiger Schritt, da die Verkaufszahlen von E-Bikes immer weiter steigen. Wobei E-Bikes möglicherweise gefĂ€hrlicher fĂŒr Fahrer sind, als klassische FahrrĂ€der.

Das erklÀrte Ziel der EU-Kommission

So viel zu den neuen Assistenzsystemen. Die Regelung gilt EU-weit, fĂŒr alle hier zugelassenen Neuwagen. Dabei verfolgt die Kommission ein bestimmtes Ziel. Offiziell heißt es dazu: „Das langfristige Ziel der EU ist es, bis 2050 die Zahl der Verkehrstoten so weit wie möglich auf null zu reduzieren.“ Ein kaum zu erreichendes Idealbild, aber sicherlich erstrebenswert. Dennoch gibt es einen Wermutstropfen. Denn die ganzen neuen Fahrerassistenzsysteme kosten Geld. Und dieses dĂŒrften sich die Autobauer ĂŒber den Verkaufspreis des Fahrzeugs wieder zurĂŒckholen.

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2 Kommentare

  1. Karsten Frei
    Und als nĂ€chster Schritt kommt automatischer Tempodrosselung. So wie es aussieht, braucht kein Mensch bald ein Auto und FĂŒhrerschein. https://journalistenwatch.com/2026/07/18/digitale-eu-totalkontrolle-am-steuer-bald-auch-noch-tempodrosselung-per-satellit/ https://www.gq-magazin.de/mobilitaet/artikel/eu-richtlinie-drosselt-neuwagen-ab-diesem-termin
  2. Karsten
    Alles halb so wild, im Vergleich zu dem was noch kommt. https://www.teltarif.de/auto-tempolimit-raser-eu-pflicht-auto/news/104977.html
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