Die DeutschlandCard stellt den operativen Betrieb spätestens zum 30. November 2026 ein. Das hat das Management jetzt bekannt gegeben. Betroffen sind 90 Beschäftigte. Das Unternehmen begründet das Aus mit dem Wegfall des wichtigsten Partners zu Beginn des Jahres 2025: Edeka. Edeka war zum größten Mitbewerber Payback gewechselt und ersetzte hier wiederum Rewe. Damit sei die wirtschaftliche Grundlage des bisherigen Modells entfallen. DeutschlandCard betrieb bis dahin ein branchenübergreifendes Bonusprogramm. Kundinnen und Kunden sammelten beim Einkauf Punkte und lösten sie später gegen Prämien ein.
Warum die Wende trotz Umbau nicht gelang
Nach dem Einschnitt versuchte das Unternehmen, sich neu aufzustellen. Laut Mitteilung verbesserte DeutschlandCard Produkt und Datenbasis, modernisierte das Kampagnenmanagement und setzte erste Commerce-Media-Kampagnen um. Dazu kam der Versuch, sich als digitaler Shoppingbegleiter für Endkunden zu positionieren.
Das alles reichte am Ende aber nicht aus. Das Unternehmen schreibt nach eigener Darstellung seit geraumer Zeit Verluste. Die nötige Reichweite und eine tragfähige Monetarisierung blieben aus. Das Management verweist auf schwache Nachfrage und schwierige Marktbedingungen. Entscheidend bleibt aber ein anderer Punkt: Ohne den größten Partner brach das bisherige Modell weg. Genau daran scheiterte offenbar auch die Neuausrichtung. Der Wechsel zu Payback traf DeutschlandCard damit an einer zentralen Stelle. Für ein Bonusprogramm ist das ein Problem, das sich nicht leicht ausgleichen lässt. Denn solche Modelle leben vor allem von Größe, Sichtbarkeit und Partnern im Handel.
Was das für Nutzer und Partner jetzt bedeutet
Für bestehende Kunden, Partner und Nutzer verspricht das Unternehmen eine verlässliche Übergangs- und Abwicklungsphase. Bestehende Leistungen sollen in dieser Zeit weiterlaufen. Wie lange einzelne Funktionen, Punkteguthaben oder Einlösungen konkret verfügbar bleiben, ist aktuell noch unklar – länger als November wird es aber keinesfalls sein.
Mit DeutschlandCard verschwindet ein weiterer Vorteil beim Einkauf, der über Jahre fest eingeplant war. Gerade bei Bonusprogrammen zählt Gewohnheit. Fällt sie weg, bleibt am Ende oft nur ein weiteres Kundenkonto weniger und ein Anreiz weniger an der Kasse. Und auch, wenn Edeka sich verabschiedet hatte, gab es immer noch zahlreiche Partner, mit denen sich bei der DeutschlandCard Punkte sammeln ließen.
Generell wird Einkaufen teurer. Denn die früher selbstverständlichen, wöchentlich wechselnden Angebote fallen nach und nach weg.
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