MacBook Neo: Darum wird Apples Erfolg zum Problem

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Apples jüngstes Mitglied der Mac-Familie ist offenbar ein echter Erfolg. Doch genau dieser Erfolg sorgt im Falle des günstigen MacBook Neo nun für Probleme, die auch für dich in Zukunft spürbar sein könnten.
Die gelbe Variante des Apple MacBook Neo auf einem Schreibtisch.
Apples MacBook Neo ist möglicherweise ein zu großer ErfolgBildquelle: inside digital / Benjamin Lucks

Apple hat das MacBook Neo erst vor rund einem Monat der Öffentlichkeit präsentiert. Seitdem hat es die Erwartungen des iPhone-Herstellers anscheinend übertroffen. Ein neuer Bericht des ehemaligen Bloomberg-Reporters und Analysten Tim Culpan beschreibt die aktuellen Probleme rund um den Neuzugang. Im Kern soll vor allem das von Apple gewählte System-on-a-Chip für Kopfzerbrechen sorgen. Der A18-Pro-Chip, der zuvor in ähnlicher Form im iPhone 16 Pro zu finden war, war ein Grund für den geringen Preis des Neo. Genau diese Ressource wird nun angeblich knapp.

MacBook Neo: Lieferengpässe vorprogrammiert?

Im MacBook Neo setzt Apple einen A18 Pro ein, der aufgrund eines defekten GPU-Kerns nicht gut genug für das iPhone 16 Pro war. Diese Chips wären demnach ohne das Neo gar nicht zum Einsatz gekommen. Apple deaktiviert also den defekten GPU-Kern und steckt den Chip ins neue MacBook. Dadurch kann Apple die Kosten senken, da keine eigene Chip-Produktion notwendig ist.

Apple hatte laut Culpan ursprünglich geplant, rund 6 Millionen Neos zu fertigen. Genug, um das Lager der A18-Pro-Chips mit nur 5 GPU-Kernen zu räumen. Das Problem sei nun, dass der Erfolg des MacBook Neo zu groß sei und nicht mehr genügend Chips vorrätig sein sollten. Deshalb führt Apple angeblich aktuell Unterhaltungen mit seinen Partnern.

Eine potenzielle Lösung sei die Wiederaufnahme der Produktion. Die von TSMC gefertigten Chips wären dann aber deutlich teurer, sofern Apple überhaupt einen Platz bei der äußerst beliebten Chip-Schmiede bekommt. Apple müsste also vermutlich den Preis des MacBook Neo anpassen.

Eine weitere Alternative sei der Wegfall des Basismodells, das aktuell 699 Euro kostet. Auch das wäre alles andere als optimal, da Apple den günstigen Einstiegspreis des MacBook Neo stark beworben hat.

All das könnte am Ende zu langen Wartezeiten führen. Schon heute musst du zwei bis drei Wochen auf die Lieferung des MacBook Neo direkt von Apple warten. Bei Amazon sind die meisten Modelle aktuell noch direkt verfügbar und können in kurzer Zeit geliefert werden.

Neo mit neuem Chip im nächsten Jahr

Apples ursprünglicher Plan war, dass die 6 Millionen Einheiten des aktuellen MacBook Neo genug sein würden. Im nächsten Jahr sollte dann ein neues Modell mit einem A19 Pro die Nachfolge antreten. Bei Apples Lieferanten Quanta und Foxconn, die sich die Fertigung teilen, besteht laut Culpan aktuell Unklarheit darüber, wie es mit der Produktion weitergeht.

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Bildquellen

  • Apple MacBook Neo Farbe: inside digital / Benjamin Lucks

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