Leica baut schon seit über 100 Jahren Kameras. Doch in Japan verkauft man bereits seit einigen Jahren auch Smartphones. Jetzt will man auch international mit seinen Smartphones durchstarten. Die Smartphones in Japan wurden bisher von Sharp gebaut, „nur“ die Kameraobjektive sowie die Kamerasoftware kommen von Leica. Auch für das globale Leica Leitzphone hat man sich also einen Hardwarepartner gesucht und gefunden. So wird das Leitzphone von Xiaomi gebaut und ist weitestgehend baugleich mit dem Xiaomi 17 Ultra. Bei Hard- und Software gibt es jedoch die ein oder andere Besonderheit zu entdecken.
Leica Leitzphone: Die Hardware
Von den Abmessungen erinnert das Leica Leitzphone fast 1:1 an das Xiaomi 17 Ultra, doch die Materialien sind andere. Der Rahmen bietet griffige Rillen, mit denen das Smartphone ausgezeichnet in der Hand liegt, sowie zusätzlich den Schriftzug „Leica Camera Germany“. Bei der Rückseite setzt man auf Kunststoff, der an das Look and Feel einer klassischen Kamera erinnert, und spendiert dem Smartphone das klassische, rote Leica-Logo.

Im Inneren steckt die selbe Hardware auf Flaggschiff-Niveau wie im Xiaomi 17 Ultra. Der verbaute Snapdragon 8 Elite Gen 5 ist der schnellste Prozessor in einem Android-Smartphone überhaupt und bietet zusammen mit 16 Gigabyte RAM mehr als genug Leistung auch für anspruchsvolle Aufgaben. Und auch sonst muss man auf nichts verzichten. Ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor entsperrt das Smartphone im Bruchteil einer Sekunde, auch mit nassen Händen, und Stereo-Lautsprecher sorgen für einen richtig guten Klang.
Auch der Akku ist mit 6.000 mAh großzügig bemessen. Das Xiaomi 17 Ultra erreichte in unserem Benchmark eine Laufzeit von 24 Stunden und 22 Minuten, knapp über dem Durchschnitt. Beim Leica Leitzphone dürfte diese also identisch ausfallen. Mit einem Universalladegerät dauert ein kompletter Ladevorgang so ca 65 Minuten. Mit Xiaomis eigenem Netzteil geht es deutlich schneller. Dieses befindet sich jedoch leider nicht im Lieferumfang und muss separat erworben werden.
Kamera mit Leica-Objektiven
Auch die Kamera-Hardware ist identisch mit dem Xiaomi 17 Ultra. Schließlich hat Xiaomi bei diesem Smartphone mit Leica zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit erstreckt sich dabei über die Hard- und Software. Einige der Kameralinsen stammen von Leica und bei der Bildverarbeitung durch die Software hat Leica ebenfalls mitgewirkt. Beim Fotografieren kannst du zwischen zwei Looks wählen: Leica Vibrant für einen farbenfrohen, lebendigen Look oder Leica Authentic für einen eher neutralen, realitätsnäheren Look der Fotos.

Das Leica Leitzphone bringt hingegen softwareseitig noch ein paar weitere Funktionen und kann Objektive klassischer Leica-Kameras nachbilden. Dadurch hast du beim Fotografieren noch viele weitere Möglichkeiten, kreativ zu werden.
Ein besonderes Feature hat sich Leica mit dem Kameraring ausgedacht. Diesen kann man wie bei einer klassischen Kamera drehen. Dadurch lassen sich Dinge wie Zoom oder Belichtung steuern. Außerdem kannst du durch eine einfache Geste die Kamera starten.
HyperOS mit Anpassungen
Bei der Software setzt Leica beim Leitzphone auf Xiaomis HyperOS und stattet die Oberfläche mit einem eigenen Design aus. Im Hintergrund erwartet dich also HyperOS 3 mit Android 16 und den unzähligen Optionen zur Personalisierung, die Xiaomi bei seinen Smartphones so bietet. Leica ergänzt das System zudem um eigene Hintergrundbilder, App-Icons und Widgets und verleihen dem Smartphone somit einen ganz eigenen Look.

Preis des Leica Leitzphone
Das Leica Leitzphone ist mit 16 Gigabyte RAM und einem Terabyte Speicher ausgestattet und kostet 1.999,90 Euro. Damit ist es 300 Euro teurer als das Xiaomi 17 Ultra. Doch dafür kommt es mit exklusivem Leica-Zubehör wie einem Case, einem Kameraband und einer Objektivabdeckung daher. Alle Vorbesteller bekommen zudem das Xiaomi 17 Ultra Photography Kit Pro im Wert von rund 200 Euro kostenlos dazu.

Von sowas sollte man die Finger lassen. Wenn so ein Hersteller auf den Markt kommt und nach drei Monaten merkt, dass es nicht verkauft wird muss dann für immer auf Updates verzichten, wenn es denn überhaupt welche geben wird.
Ich sehe das immer kritisch, wenn so ein Hersteller die Branche wechselt.