Heizen: Dazu raten Experten jetzt im Frühling

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Morgens frisch, tagsüber warm und abends wieder kalt: So kennen wir den Frühling. Erst wird die Heizung hochgedreht, dann wieder runter und zum Abend wieder hoch. Doch das ist kontraproduktiv, laut Experten. Warum du deine Finger vom Thermostat lassen solltest.
Eine Frau dreht am Thermostat einer Heizung.
Warum du auch im Frühling immer die Heizung anlassen solltest.Bildquelle: alma.tross/Shutterstock.com

Erst warm, dann kalt, dann wieder warm. Ja, so kennen wir den Frühling: ein Auf und Ab der Temperaturen und Gefühle. Der ein oder andere könnte bei den zunächst lauen Verhältnissen schon die Heizung zugedreht haben und sich jetzt zu Hause den Allerwertesten abfrieren. Doch Vorsicht: Jetzt voll aufzudrehen wäre nicht klug. Warum? Das verrät dir Markus Lau, Technikexperte vom Deutschen Verband Flüssiggas (DVFG).

Das solltest du beim Heizen im Frühling beachten

Morgens kalt, tagsüber wärmer, abends wieder kalt – bei wechselnden Außentemperaturen ist konstantes Heizen essentiell. Darum rät der DVFG auch dazu, die Heizung auf niedriger Stufe laufen zu lassen und nicht ständig daran herumzufingern. „Zu häufiges Hoch- und Runterdrehen der Heizkörper-Thermostate verbraucht zu viel Energie und somit Heizkosten“, so Markus Lau. Orientiere dich nicht daran, wie kalt es draußen ist und lass einfach die Finger vom Thermostat.

„Mit der richtigen Heiz- und Lüftstrategie lässt sich jetzt im letzten Drittel der Heizperiode bares Geld sparen“, stellt der Experte in Aussicht. Dazu gehört allerdings nicht nur effizientes Heizen, sondern auch korrektes Lüften. Hierbei kommt es vor allem auf das richtige Timing an.

Richtiges Lüften im Frühling: Öfter und länger

Die Faustregel beim Lüften in Frühling lautet: häufiger und länger lüften als im Winter. Ideal wäre drei bis viermal am Tag für jeweils zehn bis 15 Minuten. Der Grund: „Warme Frühlingsluft enthält mehr Feuchtigkeit. Daher dauert es beim Lüften länger, bis sie zusätzliche Feuchtigkeit etwa aus Bad oder Küche aufnimmt.“ Vor allem nach dem Duschen oder Baden ist das wichtig, damit dein Bad nicht zur Schimmeloase wird.

Damit der Raum beim Lüften nicht zu viel Wärme verliert, bietet es sich an, nicht zu früh oder zu spät zu lüften. Dann sind die Außentemperaturen besonders niedrig. Warte besser, bis die Sonne aufgegangen ist und lüfte das letzte Mal am Nachmittag vor Sonnenuntergang. Dadurch sollte die Raumtemperatur nicht zu stark absinken. Besonders effizient ist das Stoßlüften, wenn du zwei gegenüberliegende Fenster öffnest. Fenster nur auf Kipp zu stellen, bringt hingegen wenig. Gelüftet werden sollte ab einer Luftfeuchte von 65 Prozent. Diese sollte nach dem Lüften unter 50 Prozent liegen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich daher ein Hygrometer zulegen, um die Raumfeuchte überwachen zu können.

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Frühjahrsputz: Auch die Heizung nicht vergessen!

Tatsächlich kann eine verdreckte und verstaubte Heizung nicht so effizient arbeiten wie eine saubere, erklärt Lau vom DVFG. „Es lohnt sich daher auch aus Kostengründen, beim Frühjahrsputz Heizkörper von Staub und Schmutz zu befreien.“ Außenflächen und Zwischenräume solltest du daher gründlich reinigen, ganz besonders im Bad und in der Küche. Dort verklebt der Staub am ehesten aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Vor dem Putzen solltest du die Heizkörper allerdings abschalten und warten, bis sie kühl genug sind. Sonst verbrennst du dir nachher noch die Finger.

Fazit: Eine saubere Heizung, die konstant auf niedriger Stufe läuft, arbeitet im Frühling am effizientesten. Damit kannst du den Jojo-Effekt durch die Außentemperaturen ausgleichen und Energie und Kosten sparen. Wenn du dann auch noch tagsüber öfter und länger stoßlüftest, hasst du das best möglichste Raumklima.

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