In den vergangenen Jahren haben sich Heizkosten von einem kleineren Ärgernis zu einem großen Kostenfaktor entwickelt. Pandemien und regionale Konflikte mit globalen Auswirkungen treiben die Preise an. Daran können einzelne Verbraucher nicht viel ändern. Glücklicherweise existieren andere Stellschrauben, an denen sie durchaus drehen können. Und zwar, ohne sich groß einschränken zu müssen oder hohe Investitionen zu tätigen. Wir haben drei besonders spannende und wirksame Tipps herausgesucht. Und als Bonus besprechen wir vier weitere Tipps sowie spannende Infos zu smarten Thermostaten in der neuen Folge unseres Podcasts überMORGEN.
Tipp 1: Heizkörperventilatoren
Auf der IFA 2026 konnten wir den praktischen Heizkörperventilator von SpeedComfort in Augenschein nehmen. Dieser wird unter dem Heizkörper befestigt und soll warme Luft besser im Raum verteilen. Laut eigenen Angaben werden Räume auf diese Weise bis zu zweimal schneller warm. Was seinerseits zu einer Energieeinsparung von bis zu 22 Prozent führen soll.
Der Lärm hält sich dabei mit weniger als 20 dB(A) in Grenzen und die Betriebskosten sollen sich bei einer Betriebszeit von 1.200 Stunden im Jahr auf weniger als 0,32 Euro (0,55 Watt) belaufen. Kostenpunkt: Je nach Set zwischen 55 und 70 Euro für einen Heizkörperventilator sowie 125 und 140 Euro für drei Ventilatoren.
Wie gut das Gerät tatsächlich in der Praxis funktioniert, konnten wir allerdings noch nicht selbst testen. Doch auch wenn die Energieersparnis bei „nur“ 10 Prozent liegen würde, wäre es angesichts der geringen Investitionskosten bereits ein großer finanzieller Vorteil.
Tipp 2: Nachtabsenkung
Dieser Tipp ist nichts für jedermann. Beispielsweise sollten Verbraucher mit Wärmepumpen und Fußbodenheizung meistens eher auf gleichbleibende Temperatur setzen. Bei einer Gas– oder Ölheizung empfiehlt es sich hingegen, die Temperatur in den Nachtstunden zu senken.
Besonders nützlich ist die Nachtabsenkung bei schlechter Dämmung. Laut der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz lässt sich der Heizenergieverbrauch im Altbau auf diese Weise um fünf bis zehn Prozent verringern.
Meistens wird eine Absenkung um 3 bis 5 Grad empfohlen, denn bei einer zu hohen Absenkung könnte das anschließende Aufwärmen des Raumes auf Tagestemperatur zu viel Energie benötigen – und die potenzielle Ersparnis geht flöten. Ferner empfehlen Experten, die Temperatur nie unter 16 Grad fallen zu lassen, um Schimmel vorzubeugen.
Mit KI verändertes Bild
Tipp 3: Anbieterwechsel
Dass regelmäßige Anbieterwechsel Geld sparen können, ist wohlbekannt. Doch die meisten Verbraucher ahnen nicht, wie hoch das Einsparpotenzial hier tatsächlich ausfällt. Im Januar 2026 sanken die Gaspreise für Neukunden im Vergleich zum Vorjahr von 11,4 ct/kWh auf 9,6 ct/kWh. Diese Zahlen stammen von der Bundesnetzagentur. Zudem verwies die Behörde auf die neue Gasspeicherumlage mit mehr als drei Milliarden Euro Zuschuss vom Bundeshaushalt. Bei einem „typischen Haushalt“ mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh würden Wechsler demnach knapp 360 Euro sparen können.
Besonders stark profitieren zudem Bürger vom Wechsel, die sich aktuell in der Gasgrundversorgung befinden. Im Jahr 2024 belief sich ihr Anteil der Haushalte auf stolze 16 Prozent. Doch auch so zahlen Neukunden oftmals deutlich weniger als Bestandskunden – auch aufgrund von Boni, die Neukunden oft erhalten, Bestandskunden jedoch so gut wie überhaupt nicht.
Unterm Strich stellt ein Anbieterwechsel oftmals den größten Hebel dar, wenn es ums Sparen bei den Heizkosten geht. Wir empfehlen, eines der großen Vergleichsportale zu nutzen, um Preise zu prüfen. Dabei sollte nach Möglichkeit der eigene Jahresverbrauch aus der letzten Abrechnung in die Maske eingetragen werden. Zudem ist ratsam, nur Sofortboni auszuwählen, um möglichen Problemen bei der Bonusauszahlung am Ende der Vertragslaufzeit vorzubeugen. Wobei das eher Geschmackssache ist.
Audio-Bonus zur Heizsaison
Vier weitere Spartipps rund um das Thema Heizen und Insights zu smarten Thermostaten findest du ab heute in der neuesten Folge unseres Podcasts überMORGEN. Wenn du deine Heizkosten senken möchtest, solltest du die Folge also nicht verpassen. Verfügbar direkt beim Podcast-Anbieter deines Vertrauens:
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