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GEZ-Falle: Keine Rechnung mehr – wer den Termin verpasst, zahlt 8 Euro extra

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Die GEZ verschickt immer seltener Erinnerungen. Wer nicht aufpasst, zahlt mindestens 8 Euro extra. Eine neue Online-Funktion soll helfen, zusätzliche Kosten zu vermeiden. Doch viele dürften gar nicht wissen, dass sie betroffen sind.
GEZ-Falle: Keine Rechnung mehr – wer den Termin verpasst, zahlt 8 Euro extra
GEZ-Falle: Keine Rechnung mehr – wer den Termin verpasst, zahlt 8 Euro extraBildquelle: boris misevic / Unsplash

Ein Brief, dann Funkstille. Wer die GEZ-Gebühren per Überweisung oder Dauerauftrag zahlt, bekommt vom Beitragsservice immer häufiger nur noch eine einzige Zahlungsaufforderung. Weitere Rechnungen? Fehlanzeige. Wer danach einen Termin verpasst, zahlt drauf: mindestens acht Euro Säumniszuschlag. Aus 55,08 Euro für ein Quartal werden so 63,08 Euro, ein Aufschlag von 14,5 Prozent. Seit Ende September gibt es immerhin einen Weg, das zu vermeiden, ohne in der Warteschleife der Hotline zu hängen.

Neu: Der GEZ-Kontostand liegt jetzt online

Auf einer neuen Internetseite zeigt der Beitragsservice, ob das eigene Beitragskonto ausgeglichen ist, ob ein Rückstand offen ist oder ob zu viel gezahlt wurde. Dazu kommen die nächsten Zahlungstermine.

Für die Abfrage reichen die neunstellige Beitragsnummer und das Geburtsdatum der Person, auf die das Konto läuft. Registrierung und Passwort braucht es nicht. Die Beitragsnummer steht auf den Schreiben des Beitragsservice.

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Der Dienst gilt nur für private Wohnungen. Wer im Rückstand ist, bekommt dort Hinweise, wie sich das Konto ausgleichen lässt.

Ein Brief für alle Jahre

Die sogenannte Einmalzahlungsaufforderung listet alle Zahlungstermine auf. Sie gelten auch für die Folgejahre, eine neue Rechnung kommt nicht. Der Beitragsservice zieht sich zurück und sagt: Jeder ist selbst dafür verantwortlich, die GEZ-Gebühren pünktlich zu zahlen.

Umgestellt wird schrittweise, die ersten Überweiser bekamen schon 2022 keine Erinnerung mehr. Fertig ist der Beitragsservice damit bis heute nicht. Wer noch keinen solchen Brief erhalten hat, zahlt wie bisher. Wer per Lastschrift zahlt, merkt von alldem nichts.

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Fällig ist der Beitrag jeweils in der Mitte eines Dreimonatszeitraums, für drei Monate auf einmal: 55,08 Euro. Hat die Beitragspflicht im Januar begonnen, sind das der 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Wer zu einem anderen Zeitpunkt angemeldet wurde, hat andere Termine. Sie stehen im Brief und jetzt auch im Online-Konto.

Wann die acht Euro fällig werden

Geht der Beitrag nicht innerhalb von vier Wochen nach dem Termin vollständig ein, verschickt der Beitragsservice einen Festsetzungsbescheid. Auf seiner Internetseite heißt es dazu: „Mit dem Festsetzungsbescheid wird ein Säumniszuschlag von 1 Prozent der rückständigen Beitragsschuld fällig, mindestens aber 8 Euro.“

Die Prozentregel ist für normale Zahler Theorie. Ein Prozent ergibt erst ab 800 Euro Rückstand mehr als acht Euro, das sind mehr als dreieinhalb Jahresbeiträge. Für alle anderen gilt der Mindestbetrag, und der trifft Quartalszahler am härtesten.

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Der GEZ-Zuschlag kann bei jedem verpassten Termin neu anfallen, der nächste Termin verschiebt sich dadurch nicht. Gegen den Bescheid ist innerhalb eines Monats Widerspruch möglich. Sinnvoll ist das, wenn er falsch ist, etwa weil die Zahlung doch rechtzeitig einging. Wer auch den Bescheid liegen lässt, landet irgendwann in der Vollstreckung.

Was hilft

Am bequemsten ist die Lastschrift. Der Beitragsservice bucht dann zu den Terminen ab und passt den Betrag bei einer Änderung selbst an. Das Mandat lässt sich jederzeit widerrufen. Wer lieber selbst überweist, darf das weiter tun. Ein Dauerauftrag zum richtigen Datum nimmt die Arbeit ab, muss aber bei jeder Beitragsänderung von Hand angepasst werden. Dazu gleich mehr.

Für alle anderen bietet der Beitragsservice die Termine als Kalendereintrag zum Herunterladen an. Und wer nicht sicher ist, ob alles bezahlt ist, schaut ins Online-Konto, bevor die vier Wochen um sind.

Was 2027 noch kommen kann

Noch kostet der Rundfunkbeitrag 18,36 Euro im Monat. Die Kommission KEF, die den Finanzbedarf der Sender ermittelt, hat im Februar empfohlen, ihn ab Januar 2027 um 28 Cent auf 18,64 Euro anzuheben.

Ob und wann das kommt, ist offen. Das Bundesverfassungsgericht hat im Juni über die Beschwerden von ARD und ZDF gegen die ausgebliebene Erhöhung verhandelt, ein Urteil steht aus. Sachsen-Anhalts Staatskanzleichef Rainer Robra hat in Karlsruhe weitgehend ausgeschlossen, dass die Länder eine Erhöhung zum 1. Januar 2027 noch umsetzen können.

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Für Lastschriftzahler ist das egal. Wer per Dauerauftrag zahlt, sollte es im Blick behalten: Bei 18,64 Euro werden pro Quartal 55,92 Euro fällig, ein alter Dauerauftrag über 55,08 Euro lässt dann 84 Cent offen. Für den Zuschlag zählt, ob der Beitrag vollständig eingeht. Ob der Beitragsservice auch für Cent-Beträge acht Euro verlangt, ist offen. Sicherer ist es, den Dauerauftrag rechtzeitig zu ändern. Die GEZ-Gebühren kommen zuverlässig. Die Erinnerung nicht mehr. Wer nicht aufpasst, zahlt extra.

Kurz gefragt

Muss ich zahlen, wenn keine Rechnung kommt? Ja. Der Rundfunkbeitrag ist gesetzlich geregelt und unaufgefordert fällig. Die Einmalzahlungsaufforderung reicht als Grundlage.

Wo finde ich meine Zahlungstermine? In der Einmalzahlungsaufforderung und im Online-Konto unter rundfunkbeitrag.de/kontostand.

Beträgt der Säumniszuschlag immer acht Euro? Acht Euro sind das Minimum. Ein Prozent des Rückstands greift erst bei mehr als 800 Euro.

10 Kommentare

  1. Karsten
    Um ein undemokratisches System zum Fall zu bringen, lohnen sich die 8€ auf jedem Fall. Jeder soll mitmachen. Weg mit Zwangsabgabe.
  2. F. F.
    In demokratischen Ländern wurde die Rundfunkgebühr bereits abgeschafft. Ohne das sich die Politik damit Vorteile verschafft hat und nicht das Programm diktiert. Deutschland ist in Sachen Gebühren, Steuern und Abgaben ein Entwicklungsland. Leider ist auch das Bundesverfassungsgericht nicht neutral. Eigentlich hätten die obersten Richter die Rundfunkgebühr längst kippen müssen, da ARD, ZDF und DRadio schon lange nicht mehr ihren eigentlichen Aufgaben nachkommen und mit den eigetriebenen Zwangsgebühren auch nicht wirtschaftlich umgehen. Die Zwangsgebühr dient nur der Bereicherung der Intendanten, Programmdirektoren, dem überblähtem Rundfunkrat und sonstigen Trotteln der Chefetagen.
  3. Volker
    Solange wiederholungen bei den öffentlichen die RUNDE macht und ehemalige Mitarbeiter [ RBB] millionen als Pensionen erhalten ist für viele Beitragszahler die Gebühren rechtswiedrich und überzogen. Millionenbeträge führ Sportsendungen die nicht notwendig sind, ist die falsche Art zu Sparen.
  4. Knöfler, Dagmar
    Das Programmangebot ist grottenschlecht. Immer Wiederholungen, teils steinalte Filme, z. B. Teo Lingen ect. Das will niemand sehen. Immer die selbe Brühe. Ich bin dafür das der ÖRR abgeschafft wird, wers gucken will so dafür bezahlen, ganz einfach. Der Oberhammer, die Kaulitze für Wetten das. Aber es geht bestimmt noch schlimmer.
  5. Stefan
    Wer für die eigene Verdummung und die der Bevölkerung weiter beitragen möchte, sollte das freiwillig tun. Wir werden von den ÖR Medien im Namen der Politik belogen und betrogen und müssen das auch noch bezahlen. Aber Viele machen's scheinbar gerne...
  6. Joe
    Die Gebühr gehört abgeschafft, es sollte wie beim Pay TV sein, wer es sehen will soll zahlen wer nicht soll auch nicht zahlen. Ich finde es widerlich das ich Böhmermann, Hayali und Konsorten zwangsfinazieren muss. Ich überweise meinen Beitrag monatlich in unterschiedlichen Beträgen so das am Quartalsende die Rechnung beglichen ist.
  7. My2cents
    Ich für meinen Teil überweise die Summe gestückelt jeden Tag. das kostet die mehr verwaltungsgelder als sie mit meiner Wohn-Steuer einnehmen. Die Rache des kleinen Mannes.
  8. Woofy
    Schon wieder 8,-Euro mehr für absolute Staatstreue ? Unfassbar! Wenn ALLE nicht mehr zahlen würden, wären die gezwungen, das zu ändern. Sie können uns nicht alle in den Knast stecken.
  9. Fischer
    Für solch ein einseitiges Programm soll man noch Mehrzahl,das ist unverschämt, erst ein Programm besser machen,man kann es sich manchmal garnicht mehr anschauen. Die großen stecken sich das Geld ein,der kleine muss zahlen,auch wenn die Rente nicht so hoch ist.
  10. Hans Dieter Winterscheid
    Ich finde unverschämt GEZ Gebühren für so ein mieses Programm zu zahlen. Siehe Spanien usw. 0€uro Gebühren.
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