E-Autos gelten als Heilsbringer: fürs Klima, für die Industrie, für das gute Gewissen. Politik und Autobauer drängen sie in den Markt. Hersteller wittern das große Geld, nachdem Diesel und Benziner langsam ausgebrannt sind. Wer heute noch am Verbrenner festhält, steht schnell auf der falschen Seite der Geschichte. Umso bemerkenswerter ist eine Warnung, die vor einigen Tagen ausgerechnet aus der Bundesregierung kam. Und dieser folgen nun erste E-Auto-Verbote.
E-Autos: Hier werden sie jetzt verboten
Das Bundesinnenministerium warnte vergangene Woche vor E-Autos bestimmter Hersteller. Marken, die sich längst erfolgreicher verkaufen als VW, BMW oder Mercedes. Und auf die viele Deutsche inzwischen schwören, weil sie günstiger sind und mehr versprechen: Reichweite, Software, Innovation. Doch jetzt greifen erste Verbote. Noch wirken sie punktuell, fast unscheinbar. Doch sie markieren eine neue Phase im Umgang mit der schönen neuen Mobilität. Es geht nicht mehr nur um Subventionen, Ladepunkte und Reichweitenangst. Es geht um Sicherheit. Und um die Frage, wem ein Auto eigentlich gehört. Dem Fahrer oder dem Staat, der im Hintergrund mitliest.
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Das Verteidigungsministerium in Warschau hat chinesischen E-Autos den Zugang zu militärischem Gelände untersagt. Auch das Parken in der Nähe strategisch wichtiger Einrichtungen ist verboten. Für die betroffenen Fahrzeuge bedeutet das faktisch eine Bannmeile. Zusätzlich sollen Soldaten ihre Diensthandys nicht mehr mit den Bordcomputern dieser Wagen koppeln dürfen. Noch gibt es keinen landesweiten Erlass, aber die Praxis ist längst Realität. Eine offizielle Entscheidung soll in den kommenden Tagen folgen. Polnische Medien berichten sogar, dass auch E-Autos von Tesla unter die neuen Regeln fallen könnten.
Das sind die Gründe
Der Hintergrund ist brisant: Moderne E-Autos haben Kameras, Sensoren und Radarsysteme und sammeln permanent Daten über Umgebung, Fahrverhalten und Insassen. Das schafft Sicherheit, öffnet aber auch Einfallstore. Nicht die Technik ist das Problem, sondern ihr Ziel. Während europäische Hersteller strengen Datenschutzregeln unterliegen, sind chinesische Firmen gesetzlich dazu verpflichtet, mit den Sicherheitsbehörden in Peking zu kooperieren. Somit hat die Regierung Zugriff auf Fahrprofile oder Kamerabilder. Die gesammelten Informationen könnten für Spionage, Cyberangriffe oder militärische Zwecke genutzt werden.
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Fast ironisch: China selbst geht seit Jahren genauso vor. E-Autos ausländischer Autobauer dürfen dort nur unter strengen Auflagen fahren, Software und Datentransfer werden kontrolliert. Europa dagegen hat lange weggesehen. Bis jetzt. Die EU prüft derzeit die Cybersicherheitsrisiken vernetzter Fahrzeuge. Sollte sich das polnische Modell durchsetzen, könnten auch hierzulande Sperrzonen entstehen – rund um Kasernen, Behörden, kritische Infrastruktur.
