Stell dir vor, du könntest endlich wieder deine liebsten Pflegeprodukte in normaler Größe mitnehmen, ohne sie vorher in Mini-Behälter umzufüllen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Genau das ist die Vision hinter der neuen Sicherheitstechnik, die an ausgewählten Drehkreuzen bereits Realität ist. Dabei handelt es sich um CT-Scanner, die nicht nur Röntgenbilder liefern, sondern zuverlässig zwischen harmlosen Flüssigkeiten und gefährlichen Substanzen unterscheiden.
So ändern neue Scanner das Flughafenerlebnis
Die neue Generation von CT-Sicherheitsscannern kann 3D-Bilder erzeugen und damit nicht nur Formen, sondern auch die Zusammensetzung von Flüssigkeiten erkennen. Das bedeutet: Theoretisch könnte die alte 100-ml-Grenze vollständig aufgehoben werden und du dürftest große Flaschen im Handgepäck transportieren.
So dann auch dein Shampoo oder deine Trinkflasche, ohne nervige Plastiktüte und verzweifeltes Umpacken im Terminal. Doch es gibt einen Haken. Denn diese Technik ist zwar genehmigt und im Einsatz, aber nicht flächendeckend verfügbar. Deswegen wird sie von Flughafen zu Flughafen unterschiedlich eingesetzt.
In Großbritannien etwa haben große Airports wie London Heathrow, Gatwick oder Birmingham bereits zum neuen „bis zu 2 Liter pro Behälter“-Regime gewechselt. An anderen Standorten wie einigen deutschen oder französischen Airports dagegen gilt die alte 100-ml-Regel weiter. Auch weil die nötigen Scanner noch nicht überall installiert sind oder nur an wenigen Kontrollschleusen zur Verfügung stehen.
Flughafen-Flickenteppich: Wo du wirklich mehr mitnehmen darfst
Während große Flughäfen in Großbritannien und einige in Italien und Osteuropa bereits großzügigere Flüssigkeitslimits einführen, sitzen andere Flughäfen wie Paris oder Madrid noch fest im klassischen 100-ml-System. Selbst in Deutschland ist die Situation geteilt. In München oder Frankfurt dürfen an manchen Sicherheitskontrollen größere Flüssigkeiten mit an Bord, an anderen nicht. Berlin zeigt das gleiche Bild: teilweise neue Scanner, teilweise noch alte Kontrollen.
In Südeuropa sind Mailand-Linate, Rom-Fiumicino und Bologna Beispiele für Flughäfen, die bereits modernere Scanner einsetzen und höhere Flüssigkeitsgrenzen zulassen. Auch in Dublin oder Vilnius wurden entsprechende Lockerungen eingeführt, während Amsterdam Schiphol oder Brüssel Zaventem bislang keine konkreten Schritte zur Abschaffung der alten Regeln angekündigt haben.
