Die Spritpreise steigen immer weiter. Nicht ein bisschen, sondern ordentlich. Diesel und Benzin kosten so viel wie noch nie. In nur wenigen Tagen ist der Literpreis um rund 50 Cent nach oben geschossen. Begründung: der Krieg im Iran. Irgendwo weit weg am Persischen Golf wackelt der Ölmarkt – und schon blinkt an deutschen Zapfsäulen die nächste Rekordzahl. Das Problem: Ganz so einfach ist die Geschichte offenbar nicht. Und die Preise an den Tankstellen sind Abzocke. Nicht nur seitens der Ölmultis.
Die Abzocke mit Diesel und Benzin
Der ADAC hat einen ersten Hinweis darauf, dass Autofahrer gerade ziemlich zuverlässig zur Kasse gebeten werden. Denn nicht nur Benzin und Diesel sind plötzlich teurer geworden. Auch HVO – dieser angeblich so nachhaltige Speiseöl-Sprit – hat einen kräftigen Preissprung hingelegt. HVO besteht nicht aus Erdöl. Er hat nichts mit Rohölpreisen zu tun, nichts mit Tankern im Golf von Hormus und eigentlich auch nichts mit Kriegen im Iran. Der Treibstoff wird aus Altspeiseöl hergestellt: Frittenöl, Pflanzenreste, Raps oder Palmöl. Also eher Imbissbude als Ölquelle. Trotzdem kostet der Liter plötzlich rund 2,20 Euro. Vor Kurzem waren es noch etwa 1,70 Euro. Der Iran-Krieg scheint also inzwischen auch das Frittenfett zu bewegen.
→ Tankstellen zocken Deutschland ab: Schaut die Regierung weg?
Die Bundesregierung reagiert derweil – nun ja – zurückhaltend. Von einer echten Spritpreisbremse ist bislang wenig zu sehen. Und die angekündigten Untersuchungen des Kartellamts? Auch da herrscht erstaunliche Ruhe. Vielleicht liegt das daran, dass der Staat selbst ganz ordentlich mitverdient. Ein Blick auf die Rechnung hilft. Bei einem Liter Superbenzin für zwei Euro kassiert der Staat gleich mehrfach. 65,45 Cent Energiesteuer. Dazu rund 18,6 Cent CO₂-Abgabe. Dann noch der kleine EBV-Beitrag für die strategische Ölreserve. Und schließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer – die praktischerweise auf alles zusammen erhoben wird, also auch auf die anderen Steuern. Macht zusammen rund 1,16 Euro pro Liter. Oder anders gesagt: Etwa 58 Prozent des Benzinpreises landen direkt im Staatssäckel.

Warum ist der Sprit in Polen so billig?
Beim Diesel sieht es ähnlich aus. Bei einem Preis von 2,10 Euro fließen rund 1,02 Euro an Steuern und Abgaben ab. Knapp die Hälfte des Preises. Wer also 50 Liter Super oder Diesel tankt, zahlt etwa 100 Euro. Davon gehen rund 50 bis 60 Euro an den Staat. Ohne diese Abgaben würde derselbe Tank eher um die 40 Euro kosten. In Ländern wie Polen oder Spanien sind die Abgaben deutlich niedriger, und das, obwohl die Mehrwertsteuer mit 23 und 21 Prozent deutlich höher ausfällt. Insgesamt sackt der Staat dort „nur“ 40 statt fast 60 Prozent ein. Deshalb ist dort auch der Sprit billiger.
→ Benzin und Diesel immer teurer: Mit diesen 7 Tipps sparst du Sprit und Geld
Man könnte also sagen: Der Krieg im Iran treibt die Preise. Aber ein gutes Stück davon entsteht erst an der deutschen Zapfsäule und endet ziemlich zuverlässig im Finanzministerium. Dort freut man sich vermutlich über jede neue Preistafel. Schließlich profitiert man von jedem Cent, den Benzin und Diesel teurer sind. Schleppende Untersuchungen durch das Kartellamt oder das Aufschieben einer Spritpreisbremse rücken dadurch auch in ein gänzlich anderes Licht. Und dann kommt die Meldung, dass Wirtschaftsministerin Reiche sich gegen weitere Tankstellen-Regulierung ausspricht.

Ich fahre mit LPG für ca. 1€ den Liter. Macht beim Dacia Duster 2022 ca. 8,50€ pro 100km.
Egal womit du fährst, das Löwenanteil von dem Preis sind steuern.
Ob du jetzt 50% von einem Euro oder von zwei zahlst, spielt dabei keine Rolle.
Im Artikel werden die Preistreiber genannt, und Ölkonzerne sind es nur zum Teil. Dabei ist es ganz normal, wenn profitorientierte Unternehmen mehr Gewinn erwirtschaften wollen, dafür wird auch jede Gelegenheit genutzt.
Schließlich leben wir nicht in der DDR, wo der Staat die Preise an der Tankstelle festgelegt hat.
Die Haupttreiber beim Spritpreis sind EU und die deutsche Regierung.
Und genau Die schreien auch am lautesten, „halte den Dieb“.
Und damit Verbraucher und Wähler weiterhin glauben, dass die Ölkonzerne die Preise treiben, wird fleißig darüber diskutiert, welche kosmetische Maßnahmen sind am sinnvollsten, denn die Steuern runter setzen geht gar nicht.
Und genau so läuft es in allen Bereichen,
Tarifverhandlungen (egal welche Bereich) – kein Geld da, Diäten erhöhen – Bitte schön, automatische Diätenerhöhung.
Tankstellenbetreiber erhalten eine Provision von 0.02 bis 0.025 € brutto pro verkauften Liter Kraftstoff.
Ölkonzerne sind nicht die „Sündenböcke“bzgl.der hohen Preise.
Der deutsche Staat sahnt seit Jahren gnadenlos ab!
Habe über 40 Jahre als Pächter für Mineralölkonzerne gearbeitet und weiß wie der Hase läuft.
Werde noch in diesem Jahr meine Sachen packen und „D“ verlassen.
Empfehlung an die daheimgebliebenen:
Der letzte macht das Licht aus!
Wir Deutschen sind halt so dumm und lassen uns alles gefallen.
Also, weiter so!
Trotz der höheren Preise kommt es mir so vor, als würde momentan viel mehr gefahren als vor Ausbruch des Iran-Krieges.Das muss aber nicht falsch sein. vielleicht kaufen die Menschen jetzt Vorräte für die Zeit, wenn der Nachschub bei Lebensmittelgeschäften infolge der Sprit-Knappheit ausgeht.
Leider werden wir von Politikern regiert die Dumm und Macht bessen.Sie tun alles dadür das die Afd an die Macht kommt.Auch unsere Medien sind maßgeblich beteiligt.So viele rechtschreibfehler in unseren Medien ist schon bezeichnent.
die AFD machts auch nicht billiger… also hilft das geschurbel nicht weiter ´!