Okay, diese Smartwatch löst ein absolutes Luxus-Problem! Aber ich find's genial

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Selten hatte ich bei einem Test so viele Fragezeichen nach dem "Warum". Aber dann folgte der Aha-Effekt. Diese Smartwatch hat einen Modus, der zuerst überflüssig erscheint. Einmal tiefer eingetaucht, ergibt er total Sinn. Ein Versuch, den Aha-Effekt zu beschreiben.
Gesundheitsfunktionen auf der Huawei Watch GT 7 Pro.
Die Huawei Watch GT 7 Pro löst ein Problem, das viele vielleicht gar nicht kennen. Dabei ist es echt genial. Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Zugegeben – dieses „Problem“ ist jetzt keines, was im Alltag ständig aufkommt. Ein anderer Titel dieses Textes könnte gar lauten: „Diese Smartwatch löst ein Problem, von dem ich bis eben gar nicht wusste, das es existiert“. Aber der Reihe nach.

Smartwatch-Hersteller tricksen normalerweise bei dieser Funktion

Denn es geht um einen spezifischen Trainingsmodus, den im Grunde jede Smartwatch, die sich an Sportler richtet, bietet. Es geht ums Skifahren. Abfahrten tracken, Geschwindigkeit, Höhenmeter, Durchschnittswerte, Steilheit. Alles messbar, alles schnell da. Egal ob Apple Watch, Garmin oder sonst wer. Gemessen – und das ist der Trick – wird normalerweise nicht die Bewegung der Uhr und ihres Trägers selbst, sondern es läuft vorwiegend über GPS. Das klappt auch und reicht. Deshalb braucht es für einen normalen Skimodus gar nicht viel mehr.

Huawei Watch GT 7 mit Ski-Profilen.
Mehrere Ski-Profile stehen (auch) auf der Huawei Watch GT 7 zur Verfügung. Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Nun – die neue Huawei Watch GT 7 Pro (ab 379 Euro kaufen) hat neben dem normalen (alpinen) Skimodus noch einen weiteren. Den Indoor-Skimodus. Und da sind wir schon bei dem Problem, das scheinbar keines ist. Denn warum sollte man in einer Skihalle nicht einfach den normalen Skimodus nutzen?

Die Antwort: Weil es nicht geht. In Skihallen wie etwa der SnowWorld Neuss, in der wir unseren Test durchgeführt haben, ist das GPS-Signal zu schwach. Technik und baubedingte Voraussetzungen lassen nur wenig Signalstärke zu. Der getrackte Skitag im Sommer? Ungenau. Nicht zu gebrauchen. Außer – du hast eine Huawei Watch GT 7 Pro.

Screenshot: Schwaches GPS-Signal auf Google Maps.
Unter dem Dach der Skihalle ist das GPS-Signal schwach und unpräzise. Bildquelle: Screenshot/Google Maps

-> Ausführlicher Testbericht: So gut ist die Huawei Watch GT 7 Pro

Huawei löst das Problem: Indoor-Ski mit genauem Tracking

Denn Huawei hat es tatsächlich geschafft und das Tracking im Indoor-Modus vom GPS-Signal gelöst und auf die Mikro-Sensorik in der Uhr selbst zu verlagern. Ich sagte es eingangs – wir reden von einem Luxus-Problem, das hier gelöst wird.

Der Indoor-Ski-Modus (für Snowboarder gibt es einen eigenen Modus) ist genauso konzipiert wie sein Outdoor-Pendant. Es misst Abfahrtszeiten, zurückgelegte Strecke, Steigungsgrade, Spitzengeschwindigkeiten und noch viel mehr. So etwa die Anzahl und Frequenz der Schwünge. Gepaart wird das natürlich noch mit Fitnessdaten wie Energieverbrauch oder Herzfrequenz. Für geübte Skifahrer ist letzteres in einer Skihalle vielleicht eher vernachlässigbar. Anstrengend ist eher die Kompensation der Kälte in so einer Halle, nicht das Skifahren selbst.

Skihallenmodus der Huawei Watch GT 7 Pro zwischen Skijacke und Handschuh.
Skihallen-Modus mit der Huawei Watch GT 7 Pro. Am Anfang wird automatisch genullt – dann geht’s los. Abfahrt! Bildquelle: Michael Stupp / inside digital

Zurück zum Modus: Die Uhr erkennt – trotz fehlendem GPS – automatisch, ob du gerade stehst, fährst oder im Lift sitzt. So werden die Abfahrten präzise errechnet und richtig in Zahlen dargestellt. Das ergänzt den Skihallenbesuch tatsächlich um eine sinnvolle Dimension.

Keine Live-Daten, aber beeindruckende Genauigkeit ohne GPS

Dargestellt wird dabei allerdings nicht in Echtzeit (das ginge wohl tatsächlich nur mittels GPS). Sobald man losfährt, nullt sich die Anzeige auf der Uhr – die Erkennung läuft. Unten angekommen, sind die Ergebnisse auch nicht sofort da. Eine Anzeige „Daten werden verarbeitet“ weist auf laufende Berechnungen hin. Nach 2–3 Minuten – in der Regel dann während der nächsten Liftfahrt aufwärts – sind die Daten dann da. Und erstaunlich realistisch. Die Anzahl der Schwünge war stets korrekt, die Länge der Abfahrt und die Geschwindigkeit stimmten. Die Speed-Messung wirkte realistisch.

Screenshots des Indoor-Ski-Modus in der Huawei Health App (rechts) und von der Watch GT 7 pro (links)
Datenabruf der Huawei Watch GT 7 Pro auf der Watch und in der App. Bildquelle: Screenshots/Huawei Health App, Watch GT 7 Pro

Was in der SnowWorld Neuss mit der rund 300 Meter langen Piste in unserem Test nicht funktionierte, war die automatische Aktivitätserkennung. Der Modus musste also manuell gestartet werden. Das reicht aber einmal am Anfang. Danach werden Abfahrten, Standzeiten und Liftfahrten voneinander unterschieden und man erhält gute Fahrdaten, die nicht durch Standzeiten negativ beeinflusst werden. Damit die Uhr sogar die Art der Aktivität von vornherein eigenständig erkennt (noch ein absolutes Luxus-Problem) sollte wohl eine längere Piste gewählt werden.

Was auch nicht angezeigt wird, ist die genaue Route im Gelände – mangels GPS natürlich. Ehrlicherweise: In einer Skihalle ist das mehr als verschmerzbar.

Skimodus der Huawei Watch GT 7 Pro in Action
Skimodus der Huawei Watch GT 7 Pro in Action. Bildquelle: Robin Weber / inside digital

Nebenbei kann die Huawei Watch GT 7 Pro natürlich alles, was eine moderne Smartwatch der 400-Euro-Klasse können muss. Und vielleicht auch mehr. Sie bietet darüber hinaus bis zu 21 Tage Akkulaufzeit, diverse Gesundheits-Funktionen wie EKG-Messung und Schlafüberwachung in verschiedener Ausprägung. Wie sie sich insgesamt schlägt, erfährst du in unserem ausführlichen Testbericht zur 2026er-Watch von Huawei.

Huawei Watch GT 7 Pro: Jetzt Sparen beim Kauf

Die Huawei Watch GT 7 Pro gibt es ab 429 Euro zu kaufen. Wer schnell ist, kann sich im Rahmen eines Launch-Angebots über den Huawei-Onlineshop einen Preisvorteil sichern und zahlt nur 379 Euro. Das Style-Set mit Titanarmband ist etwas teurer. Dann kostet die Huawei Watch GT 7 Pro aktuell 469 statt regulär 519 Euro.

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Vielen Dank an die SnowWorld Neuss für die Unterstützung bei den Tests!

Kommentar

Von Michael Stupp

Der Skihallen-Modus der Huawei Watch GT 7 Pro ist kein Massen-Problemlöser. Natürlich nicht. Aber für die, die hin und wieder die Skihallen der Welt aufsuchen, ist er das fehlende Puzzleteil. Sowohl für alle Spaß-Fahrer als auch für Racer im Ski-Team auf Sommer-Training. Wie die Uhr das Non-GPS-Problem löst, ist unterdessen technisch beeindruckend. Auch das sorgt für Faszination.

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Bildquellen

  • Ski-Profile auf der Huawei Watch GT 7.: Hayo Lücke / inside digital
  • Screenshot: Schwaches GPS-Signal auf Google Maps.: Screenshot/Google Maps
  • Skihallen-Modus mit der Huawei Watch GT 7 Pro: Michael Stupp / inside digital
  • Datenabruf der Huawei Watch GT 7 Pro auf der Watch und in der App.: Screenshots/Huawei Health App, Watch GT 7 Pro
  • Skimodus der Huawei Watch GT 7 Pro in Action: Robin Weber / inside digital
  • Gesundheitsfunktionen auf der Huawei Watch GT 7 Pro.: Hayo Lücke / inside digital

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