Samsung: Keine Updates mehr für Smartwatches – das sind die Alternativen

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Samsung stellt den Software-Support für zwei Smartwatch-Modelle ein. Nach vier Wear-OS-Updates erhält die vierte Generation der Galaxy-Watch-Reihe ab sofort keine Sicherheitspatches mehr. Wer die Uhr ohne Zahlungsfunktionen nutzt, kann sie weiter verwenden. Für mehr Sicherheit lohnt der Umstieg.
Samsung Galaxy Watch 9 Update
Deine Samsung-Smartwatch findet kein Update mehr? Das hat Gründe.Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Samsung hat den Software-Support für die Galaxy Watch 4 und die Galaxy Watch 4 Classic (Test) offiziell eingestellt. Ein Blick auf die aktuelle Liste der unterstützten Wearables auf Samsungs eigener Sicherheitsseite zeigt: Beide Modelle tauchen dort nicht mehr auf. Das älteste noch gepflegte Modell ist inzwischen die Galaxy-Watch-5‑Serie aus dem Jahr 2022.

Vier Jahre, wie versprochen

Als die Galaxy-Watch-4-Serie im Jahr 2021 auf den Markt kam, war das für Samsung ein Neuanfang: Erstmals wechselte der Hersteller bei seinen Smartwatches von Tizen auf Googles Wear OS. Es ist eine Kooperation, die die Plattform bis heute prägt. Samsung sagte damals vier größere Systemgenerationen zu, und genau die hat die Uhr auch bekommen. Nämlich bis zu Wear OS 6 mit One UI 8 Watch. Das im August veröffentlichte Sicherheitsupdate war laut Samsung das letzte für beide Modelle.

Was das für dich als Besitzer bedeutet

Die gute Nachricht ist: Deine Galaxy Watch 4 hört jetzt nicht plötzlich auf zu funktionieren. Schrittzähler, Trainingsmodi und Benachrichtigungen laufen weiter wie gewohnt. Was fehlt, sind künftige Fehlerbehebungen und vor allem Patches für neu entdeckte Sicherheitslücken. Wenn die Uhr mit dem Internet verbunden ist, steigt also das Risiko bei der Nutzung. Konkret heißt das:

  • Nutzt du die Uhr für Samsung Pay oder andere Zahlungsfunktionen, solltest du dir der wachsenden Angriffsfläche bewusst sein.
  • Kompatibilitätsprobleme mit neuen App-Versionen aus dem Play Store können mit der Zeit zunehmen.
  • Für reines Fitness- und Gesundheitstracking ohne Zahlungsfunktion ist das Risiko überschaubar. Hier kannst du die Uhr bedenkenlos weiter nutzen.

Wer aktuell noch versorgt wird

Zur Einordnung: Auf Samsungs eigener Übersicht stehen aktuell folgende Modelle für vierteljährliche Sicherheitsupdates:

  • Galaxy Watch5 (40/44 mm) und Watch5 Pro
  • Galaxy Watch6 (40/44 mm) und Watch6 Classic (43/47 mm)
  • Galaxy Watch7 (40/44 mm) und Watch FE
  • Galaxy Watch8 (40/44 mm) und Watch8 Classic
  • Galaxy Watch Ultra und Watch Ultra2
  • Galaxy Watch9 (40/44 mm)

Die Update-Politik zieht an

Mit der neuen Galaxy Watch 9 (Test) und der ebenfalls neu vorgestellten Galaxy Watch Ultra 2 (Test) hat Samsung die Update-Zusage übrigens spürbar nachgebessert. Statt vier bekommen die beiden aktuellen Modelle erfreulicherweise sogar fünf große Wear-OS-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates. Heißt mit anderen Worten, dass Support-Sicherheit bis mindestens 2031 gewährleistet ist.

Zum Vergleich: Googles Pixel Watch kommt bislang nur auf drei Jahre Update-Garantie, Apples Watch liegt in der Praxis oft bei rund fünf Jahren. Eine verbindliche Zusage gibt es dafür aber nicht. Wer auf lange Update-Zyklen Wert legt, ist mit den neuesten Samsung-Modellen aktuell so gut aufgehoben wie nie zuvor.

Lohnt sich der Umstieg?

Falls du über einen Wechsel nachdenkst: Preislich startet die neue Watch 9 aktuell offiziell bei rund 440 Euro für die 44-mm-Bluetooth-Version, im Preisvergleich findest du sie aktuell aber teils schon ab rund 260 Euro. Samsung selbst gewährt beim Direktkauf noch bis zum 22. September 2026 einen Eintauschbonus von bis zu 255 Euro für dein Altgerät.

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Unser Rat: Wenn du deine Samsung Galaxy Watch 4 rein zum Tracking ohne sensible Funktionen nutzt, gibt es keinen Grund zur Eile. Verlässt du dich aber auf Bezahlfunktionen oder willst wieder aktuelle Software, lohnt sich jetzt ein Blick auf die aktuelle Generation. Eine ältere Version der Galaxy-Watch-Serie zu kaufen, eignet sich nur bedingt, weil du dann unter Umständen zu schnell wieder in das Support-Ende läufst.

Und solltest du auch anderen Herstellern eine Chance geben wollen: Schau dir doch mal unsere aktuellen Smartwatch-Tests an. Hier findet sich sicherlich die eine oder andere attraktive Alternative zu Samsung. Unter anderem von Huawei, Xiaomi, Amazfit oder Honor.

Kommentar

Von Hayo Lücke

Ich würde einen Wechsel zur neuen Generation ganz klar empfehlen. Es geht dabei nicht nur um die fehlenden Sicherheitspatches. Auch die Leistung des Prozessors in der Galaxy Watch 4 ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Im Alltag macht sich das durch gelegentliche Ruckler und langsamere Ladezeiten bei modernen Apps bemerkbar. Ein Upgrade bringt nicht nur frische Update-Sicherheit bis ins Jahr 2031, sondern vor allem ein spürbar flüssigeres Bedienerlebnis, präzisere Sensoren und eine bessere Akkulaufzeit. Also ist für alle Galaxy-Watch-4-Nutzer genau jetzt der richtige Zeitpunkt zum Umstieg.

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