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Deutsche Bahn günstiger: Diesen Trick kennen viele nicht

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Ein Sitzplatz im ICE kostet dich bei der Deutschen Bahn 5,50 Euro in der 2. Klasse. Doch genau dieselbe Reservierung gibt es für rund 3,10 Euro. Den Weg dahin kennen viele aber nicht. So funktioniert er.
Ein Zug am Bahnhof
Sitzplatz im ICE für 3,10 Euro: Das ist der TrickBildquelle: Kittyfly / shutterstock.com

Auch wenn es nur ein rein digitaler Vorgang ist: Einen Sitzplatz bei der Bahn zu reservieren kostet. Bei der Deutschen Bahn zahlst du für einen festen Sitzplatz im Fernverkehr 5,50 Euro in der zweiten und 6,90 Euro in der ersten Klasse pro Person und einfacher Fahrt. Denselben Platz im selben ICE bekommst du aber deutlich billiger, wenn du die Reservierung nicht bei der DB buchst, sondern bei der tschechischen Bahn České dráhy, kurz ČD. Preis dort: 75 tschechische Kronen, umgerechnet also rund 3,10 Euro. Dein Ticket kaufst du weiter ganz normal bei der DB. Nur die Reservierung läuft über Prag.

So buchst du die Reservierung günstiger

Der Ablauf ist überschaubar. Ein Haken vorweg: Für ausländische Züge zeigt die ČD keinen grafischen Sitzplan. Ist dir dein Platz egal, überspringst du den ersten Schritt.

  • Wunschplatz finden. Suche deine Verbindung zuerst auf bahn.de und öffne die grafische Sitzplatzwahl. Notiere dir Wagen- und Platznummer.
  • Verbindung bei ČD aufrufen. Du kannst kein Tschechisch? Kein Problem. Die Webseite gibt es auch auf Englisch. Gib auf cd.cz dieselbe Verbindung ein. Statt einer Fahrkarte wählst du nur die Sitzplatzreservierung. Die Option ist dort etwas versteckt: Oberhalb der ausgegegeben Verbindungen klickst du auf „Reservations only“.
  • Klick die gewünschte Verbindung mit „Buy“ an.
  • Im Popup Platz eintragen und zahlen. Wagen- und Platznummer eingeben, mit Kreditkarte bezahlen. Fertig.

Bei deutschen Zügen wandert die Reservierung anschließend ins deutsche Reservierungssystem. Im ICE ist es damit eine ganz normale Reservierung. Das Zugpersonal sieht keinen Unterschied. Und falls sich deine Pläne ändern: Bis 15 Minuten vor Abfahrt kannst du die Reservierung bei der ČD umtauschen oder erstatten lassen. Das geht bei der Deutschen Bahn nicht. Ändern sich deine Pläne, ist das Geld weg.

Bahnreservierung für umgerechnet 3,10 Euro Image source: Screeenshot: inside digital

Was du wirklich sparst

Rechnen wir nach. In der zweiten Klasse zahlst du 3,10 statt 5,50 Euro. Macht 2,40 Euro pro Fahrt. In der ersten Klasse wird es spannender, denn die ČD verlangt in beiden Klassen denselben Preis. Heißt: 3,10 statt 6,90 Euro. Fast vier Euro gespart für exakt denselben Sitz. Du zahlst in tschechischen Kronen. Je nach Karte kommt eine Fremdwährungsgebühr obendrauf. Die gestrichene Familienreservierung kannst du damit zumindest ein wenig wettmachen.

Ein Detail entscheidet aber darüber, ob sich der Umweg lohnt. Der ČD-Preis gilt pro Zug. Steigst du unterwegs um, zahlst du ihn zweimal. Dann bist du bei der DB oft schon wieder günstiger. Der Trick ist einer für Direktverbindungen. Frankfurt nach Berlin ohne Umstieg: ja. Quer durch die Republik mit mehrmaligem Umsteigen: eher nicht. Übrigens: Bei der Deutschen Bahn ist ebenfalls nur ein Umstieg, also maximal zwei Züge, im Reservierungspreis enthalten.

Wo der Trick an Grenzen stößt

Verlassen kannst du dich darauf nicht. Die ČD darf nämlich nicht jede deutsche Strecke verkaufen. Welche Verbindungen buchbar sind, gibt die DB vor, und sie gibt längst nicht alles frei. Mal klappt eine Relation, mal nicht. Bahnhöfe abseits der großen Knoten fallen häufiger raus. Einzelne Züge sind wegen Bauarbeiten gar nicht reservierbar.

Dazu kommt: Der Zugang war zwischenzeitlich schon einmal komplett dicht und tauchte später wieder auf.

Der Weg über die ÖBB ist dicht

Lange lief derselbe Trick über die Österreichischen Bundesbahnen. Drei Euro, egal welche Klasse. Doch das ist Geschichte. Für einen innerdeutschen ICE verlangt die ÖBB inzwischen dieselben Preise wie die DB, also 5,50 und 6,90 Euro. Übrig bleibt der Weg über Prag.

Ob der Spartrick bleibt? Und wenn ja, wie lange noch? Das weiß niemand. Solche Seitentüren macht die Bahn erfahrungsgemäß irgendwann zu. Die ÖBB ist das beste Beispiel. Wer sparen will, nutzt den tschechischen Umweg also besser früher als später.

5 Prozent Cashback mit PayPal

Ergänzend läuft seit dem 17. August eine Cashback-Aktion von PayPal und der Deutschen Bahn: Wer das Angebot vor dem Ticketkauf in der PayPal-App aktiviert und anschließend auf bahn.de mit PayPal bezahlt, erhält 5 Prozent Cashback in Form von PayPal-Punkten. Pro deutschem PayPal-Konto sind maximal 5 Euro beziehungsweise 500 Punkte möglich. Die Aktion gilt bis zum 13. September 2026, endet aber vorzeitig, sobald 250.000 Kundinnen und Kunden teilgenommen haben.

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Bildquellen

  • Bahnreservierung für umgerechnet 3,10 Euro: Screeenshot: inside digital
  • Kunden der Deutschen Bahn müssen jetzt mit Betrug rechnen: Kittyfly / shutterstock.com

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