Bankautomaten werden abgeschaltet: Welche Bürger sich umstellen müssen

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Viele Bankkunden müssen sich bald umstellen. Denn die beliebten Bankautomaten werden abgeschaltet. Gestiegene Kosten und die gesunkene Nutzung werden als Gründe genannt. Welche Bank vollzieht den Schritt?
Bankautomaten werden abgeschaltet
Bankautomaten werden abgeschaltetBildquelle: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern

Die betroffene Bank reagiert damit auf einen Trend, den viele schon länger beobachten. Bestimmte Geräte, die früher täglich genutzt wurden, stehen heute oft stundenlang unberührt in den Filialen. Der Aufwand, sie am Laufen zu halten, übersteigt längst den Nutzen. Vor allem die Kosten spüren die Banken.

Welche Bankautomaten abgeschaltet werden

Bankautomaten gehören seit Jahrzehnten zum festen Alltag der meisten Menschen. Ob schnell Bargeld abheben auf dem Weg zum Supermarkt, den Kontostand checken oder eine Überweisung aufgeben: Die Geräte in den SB-Foyers der Banken erledigen viele einfache Bankgeschäfte schnell und unkompliziert. Für viele, vor allem ältere Kunden, sind sie seit Jahren ein verlässlicher Begleiter im Bankalltag.

Nun aber die große Änderung. Zum 29. Juni 2026 stellt die Dortmunder Volksbank alle ihre Selbstbedienungsterminals, kurz SBT, außer Betrieb. Diese Geräte, die in vielen Filialen und SB-Foyers stehen, ermöglichen es Kunden bislang, Überweisungen durchzuführen, Kontoauszüge zu drucken, Kontodaten abzufragen, Rechnungen einzuscannen oder ihre PIN zu ändern.

Der Grund für das Aus ist eine Kombination aus steigenden Kosten und gesunkener Nutzung. Die Hardware der Terminals ist veraltet, und um sie weiter betreiben zu dürfen, wäre ein vollständiger Austausch der eingebauten PCs nötig. Damit also auch neue Betriebssysteme, die aktuelle gesetzliche Anforderungen erfüllen. Das würde erhebliche Investitionen verschlingen. Und das Pikante daran: Selbst wenn die Bank das Geld ausgeben würde, wäre damit nur Zeit gekauft. In einigen Jahren stünde dieselbe Entscheidung erneut an, weil die Technologie erneut veraltet wäre. Die Volksbank hat daher entschieden, den unvermeidlichen Schritt jetzt zu gehen, anstatt ihn teuer hinauszuzögern.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Die gute Nachricht zuerst: Geldautomaten sind von der Abschaltung nicht betroffen. Wer also Bargeld abheben möchte, kann das weiterhin wie gewohnt tun. Die SB-Geräte, um die es hier geht, sind ausschließlich die Überweisungs- und Serviceterminals. Also jene Automaten, an denen man klassische Bankgeschäfte ohne persönliche Beratung erledigen konnte.

Für alles, was die Terminals bisher geleistet haben, gibt es laut der Volksbank heute bereits bessere oder zumindest gleichwertige Alternativen. Wer eine Überweisung tätigen möchte, kann das über das Online-Banking im Browser oder per Banking-App auf dem Smartphone erledigen. Wer lieber persönlich mit jemandem spricht, erreicht die Bank über das sogenannte KundenDialogCenter per Telefon. Und wer es ganz analog mag, kann seine Überweisung nach wie vor handschriftlich ausfüllen und in den Belegbriefkasten in der Filiale einwerfen oder sich am Schalter helfen lassen.

Die Abschaltung betrifft das gesamte Geschäftsgebiet der Dortmunder Volksbank. Wer die Terminals noch ein letztes Mal nutzen möchte, hat bis zum 29. Juni 2026 Zeit.

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