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Endlich: Apple spendiert die Funktion, auf die ich schon immer gewartet habe

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Der Kühlschrank im Keller, der Router, die Konsole im Standby: Welches Gerät im Haushalt wirklich Geld kostet, wissen die meisten nicht. Messen kann das eine smarte Steckdose längst, nur landeten die Zahlen bisher an einer Stelle, an die kaum jemand schaut.
Ein Startbildschirm eines iPhone 17 Pro
Apple-Home-Funktionen aus der iOS 27 BetaBildquelle: Thomas Kern / inside digital

Es ist eine der Neuerungen, denen Apple auf der WWDC kaum Beachtung geschenkt hat: In der Entwickler-Beta von iOS 27 tauchen bei kompatiblen Zwischensteckern Verbrauchsdaten auf. Wer einen kompatiblen Smart Plug im Haus hat, sieht den aktuellen Verbrauch in Watt. Und das ohne Umweg über die Hersteller-App. Allerdings gibt es einen Haken.

Zwei Jahre alt und erst jetzt bei Apple Home

Die Grundlage liefert Matter 1.3, von der Connectivity Standards Alliance bereits 2024 verabschiedet. Seitdem melden Geräte Leistung, Stromstärke, Spannung und Energie standardisiert an jede Plattform, die mitliest. Home Assistant, Homey Pro, SmartThings und Aqara Home werten das längst aus.

Screenshot der Apple-Home-Neuerungen in der iOS27-Beta Image source: Thomas Kern / inside digital

Apple pickt sich traditionell einzelne Bausteine des Standards heraus. Allerdings mit kurioser Reihenfolge: Funktionen aus dem neueren Matter 1.4, etwa die Einbindung von Saugrobotern, gab es in Apple Home schon vor dem Energy Reporting aus 1.3.

Liefern alle smarten Steckdosen Daten zum Stromverbrauch?

Ein Matter-Logo auf der Verpackung genügt allerdings nicht: Viele Stecker messen zwar, geben die Werte aber nur an die eigene App weiter. Nötig ist Matter 1.3 oder höher auf der Steckdose selbst. Und bei Modellen der ersten Generation oft erst nach einem Firmware-Update.

Außerdem profitieren nicht nur einzelne Zwischenstecker: Auch Mehrfachsteckdosen liefern die Werte. Das beste Beispiel ist die Shelly Power Strip 4 Gen4, eine der wenigen Matter-Leisten mit Verbrauchsmessung an jedem einzelnen Steckplatz. Im Test der iOS-27-Beta zeigte sich: Läuft die Leiste als eine einzige Kachel, rechnet die Home-App den Verbrauch aller angeschlossenen Geräte zusammen. Natürlich praktisch für die Frage, was der Schreibtisch insgesamt kostet.

Tippst du die Kachel an oder lässt dir die vier Steckdosen einzeln anzeigen, bekommst du den Wert je Steckplatz. Monitor, Lautsprecher oder Monitorlampe lassen sich so getrennt bewerten, ohne drei einzelne Zwischenstecker zu kaufen.

Stromverbrauchanzeige in Apple Home Image source: Thomas Kern / inside digital

Genau das war bislang der Haken an der Leiste: Die Messwerte gab es nur in der Shelly-App oder in Drittsystemen. Aber längst nicht jeder Stecker mit Messfunktion macht mit. Der Aqara Power Plug H2 EU (Matter) oder auch der SwitchBot Plug Mini (Matter) erfassen ebenfalls den Verbrauch und zeigen ihn in den Hersteller-Apps an. Aber in Apple Home blieb die Anzeige im Test leer.

Bis zur Freigabe bleibt zumindest Herstellern wie SwitchBot und Aqara also noch Zeit für Nachbesserungen. Im Endeffekt heißt es: Ablesen ja, automatisieren nein. Für Automationen wie „schalte den Verbraucher ein, wenn das Balkonkraftwerk Überschuss liefert“ braucht es weiterhin ein Drittsystem.

Der Stand bei Eve

Ähnlich sieht das auch beim Eve Energy Strip aus, der in der Eve-App den Stromverbrauch für jede einzelne Steckdose anzeigt. Jedoch ist das in diesem Fall, wohl anders als bei Aqara beispielsweise, hardwarebedingt. Denn die Mehrfachsteckdose ist auf die Eve-App angewiesen. Hier siehst du dann nicht nur den laufenden Stromverbrauch, sondern auch Kostenprognosen auf Basis deines Stromtarifs.

Wichtig zu wissen ist zudem, dass es bei Eve-Produkten mit Matter-over-Thread- anders aussieht. Für Eve Energy, Eve Energy Outdoor und Eve Energy Outlet gibt es in den USA bereits die technischen Voraussetzungen für das Energiereporting via Matter. So sind dann auch Informationen (Leistung, Spannung und Stromstärke sowie kumulierte Verbrauchswerte) vorhanden.

Wo Apple Home und Siri weiter das Nachsehen haben

Worauf Apple-Home-Nutzer weiter warten müssen, ist eine Gesprächsfunktion wie bei Alexa+ (Test). Apple Intelligence steckt in iOS 27 nur in Kameras und Benachrichtigungen. HomeKit Secure Video unterstützt jetzt 4K statt 1080p, sofern auch hier der Hersteller mitzieht. Dazu kommen drei Apple-Intelligence-Funktionen: generierte Textbeschreibungen von Clips, eine Suche in natürlicher Sprache und hervorgehobene, besonders relevante Aufnahmen. All das klappt bereits zuverlässig in der Beta.

Amazons KI versteht dagegen zusammenhängende Sätze und Nachfragen: Eine Automation aus Nuki Smart Lock Pro (Test), Hue-Bewegungssensor und tageslichtabhängigem Lichtton hat sie in meinem Alltagstest in zwei Minuten per Sprache eingerichtet. In Apple Home funktioniert das leider nicht so schnell.

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Bildquellen

  • apple-home-neuerungen: Thomas Kern / inside digital
  • apple-home-stromverbrauch: Thomas Kern / inside digital
  • apple-home-ios-27-beta: Thomas Kern / inside digital

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