Qualcomm beerbt den Allround-Prozessor Snapdragon 615

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Der amerikanische Chip-Hersteller Qualcomm hat im Zuge der Vorstellung des Maimang 4 von Huawei seinen neuen Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 616 vorgestellt. Er baut, wie sein Vorgänger, der in einigen bekannten Smartphones wie dem Sony Xperia M4 Aqua verbaut ist, auf acht Kerne und 64-Bit-Technologie. Doch er hat auch die lange Ausstattungsliste des Vorgängers geerbt und Qualcomm hat an einigen Punkten etwas nachgebessert.
Qualcomm Snapdragon
Bildquelle: Qualcomm

Der neue Qualcomm Snapdragon 616 reiht sich in die Mittelklasse-Reihe der 6xx-Serie ein. Sie ist im Allgemeinen als flink bekannt und konnte vor kurzem auch im Test des Sony Xperia M4 Aqua überzeugen. Trotzdem hat Qualcomm nun der Reihe ein neues Modell an die Spitze gestellt. Dabei sind die Grund-Daten des Prozessors zwar nicht revolutionär anders als die des Vorgängers, jedoch haben die Ingenieure aus San Diego im Detail nachgelegt.

Der Prozessor soll laut Qualcomm gegenüber seinem Vorgänger eine gesteigerte Leistungsfähigkeit besitzen, ohne auf Features zu verzichten. Dabei baut Qualcomm auf zwei Quad-Core-Pozessoren, die jeweils aus vier ARM-Cortex-A53-Kernen bestehen. Die beiden Prozessoren takten dabei mit unterschiedlicher Rate: So laufen vier der Kerne auf 1,7 GHz und die anderen vier auf 1,2 GHz Taktfrequenz. Beide sind mit 64-Bit-Technologie ausgestattet. Grafikseitig bekommt der Snapdragon 616 Unterstützung von einer Adreno 405 Grafik CPU.

Die Ausstattungsliste ist recht lang: Ganz besonders stolz ist man bei Qualcomm allerdings auf das neue Antennenmodul. Es hört auf den Namen X5 LTE Global Mode modem und sendet und empfängt in LTE FDD, LTE TDD, WCDMA (DC-HSDPA, DC-HSUPA), CDMA1x, EV-DO, TD-SCDMA und GSM/EDGE. Die maximale Download-Geschwindigkeit beträgt im LTE-Netz 150 MBit/s. Wer sich ein Smartphone mit zwei LTE-fähige SIM-Karten wünscht, wird ebenfalls bedient. Mit dem neuen Snapdragon 616 ist es möglich, parallel mit zwei Mobilfunk-Verträgen in einem Gerät im LTE-Netz zu funken.

Auf eine 14nm-Fertigung, wie sie beim Snapdragon 820 erwartet wird, muss der Mittelklasse-Prozessor verzichten, kann jedoch mit Kameras bis zu 21 Megapixeln und mit Displays im WQXGA-Format, also mit 2.560 x 1.600 Pixeln umgehen. Wann die ersten Geräte mit dem neuen Prozessor nach Deutschland kommen ist nicht bekannt, jedoch dürfte die Anfang September ins Haus stehende Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin einige Geräte an die Öffentlichkeit befördern.

Sony Xperia M4 Aqua Hands-On

Quelle: Qualcomm

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