Am Router sind die LAN-Buchsen schnell belegt. Ins Wohnzimmer führt oft nur ein einziges Kabel. Fernseher, Konsole und Receiver müssen sich dann einigen. Oder sie landen im WLAN. Das ist schnell voll, das Bild ruckelt und der Download ist langsamer als die Internetleitung. Ein Switch löst das Problem. Einstecken. Kabel rein. Fertig. Bei Amazon gibt es gerade drei Modelle von Ugreen günstig: Gigabit ab 7,98 Euro, 2,5 Gigabit für 35,99 Euro. Nicht jeder braucht das schnellste Modell. Wir zeigen dir, welcher Switch zu dir passt.
Warum das Kabel dem WLAN überlegen ist
Dein Internetanschluss ist nur so gut wie die letzte Strecke bis zum Gerät. Im WLAN geht auf dem Weg durch Wände und Decken einiges verloren, und die Netze der Nachbarn funken auch noch dazwischen. Per Kabel kommt an, was die Leitung liefert. Stabil und ohne Aussetzer. Ein Switch macht deinen Anschluss nicht schneller. Er sorgt dafür, dass mehr Geräte bekommen, was er hergibt. Und nebenbei hat das WLAN mehr Luft für Handy und Laptop.
Gigabit oder 2,5 Gigabit: Wo der Unterschied liegt
Ein Gigabit-Switch überträgt bis zu 1 GBit/s pro Port. In der Praxis sind das gut 110 Megabyte pro Sekunde. Fürs Internet reicht das fast immer. Selbst ein Gigabit-Anschluss liefert kaum mehr, als ein Gigabit-Port durchlässt. Ein 4K-Stream braucht nur einen Bruchteil davon.
Anders kann das aber im Heimnetz aussehen. Wer ein NAS hat, also einen Netzwerkspeicher für Backups, Fotos oder Filme, stößt mit Gigabit schnell an die Grenze. Denn viele dieser Speicher haben heute 2,5 Gbit/s-Schnittstellen, können also entsprechend viele Daten verarbeiten. Ports mit 2,5 GBit/s schaffen in der Praxis knapp 300 Megabyte pro Sekunde. Aber: Beide Enden der Verbindung müssen 2,5 GBit/s beherrschen, also etwa NAS und Rechner. Die gute Nachricht: Neue Kabel brauchst du meist nicht, Cat-5e reicht. Viele neue Fritzboxen haben bereits einen 2,5-GBit-Port, moderne Laptops auch, per WLAN kannst du mit WiFi 7 auch längst mehr als 1 Gbit/s übertragen. Planst du also, künftig große Datenmengen in deinem Heimnetz zu verschieben, investiere heute schon in einen 2,5 Gbit/s-Switch. Für den Großteil der Haushalte reicht aber ein Gigabit-Switch – der aber sei dir dringend empfohlen.
Die drei Switche im Angebot
Ugreen 5-Port Gigabit Switch
Der günstigste Weg zu mehr LAN-Buchsen. Mehr kann er nicht. Mehr muss er aber auch nicht. Ein Port geht zum Router, vier bleiben für deine Geräte.
- 5 Gigabit-Ports, unmanaged (keine Einstellungen nötig)
- lüfterlos, also lautlos
- Wandmontage über Löcher auf der Rückseite
- kein PoE, versorgt also keine Geräte über das Netzwerkkabel mit Strom
- Preis: 7,98 Euro
Ugreen 8-Port Gigabit Switch
Dieselbe Serie, drei Buchsen mehr. Sinnvoll, wenn neben Fernseher und Konsole auch Receiver, Soundbar oder Drucker ans Kabel sollen. Der Aufpreis liegt bei 6 Euro. Erfahrungswert: Wer heute vier Geräte anschließt, hat in zwei Jahren sieben. Lass also lieber etwas Luft nach oben statt doppelt zu kaufen.
- 8 Gigabit-Ports, unmanaged
- lüfterlos
- Wandmontage möglich
- kein PoE
- Preis: 13,98 Euro
Ugreen 5-Port 2.5G Switch
Der vernünftige Einstieg in 2,5 Gigabit. Fünf Ports reichen für Router, NAS, Rechner und zwei weitere Geräte.
- 5 Ports mit je 2,5 GBit/s, abwärtskompatibel zu Gigabit
- unmanaged, Plug & Play
- lüfterlos, 17 x 10 x 3 Zentimeter
- Tisch- oder Wandmontage
- Preis: 35,99 Euro
Fazit: Welcher Switch zu dir passt
Du surfst, streamst und arbeitest im Homeoffice, ein NAS gibt es bei dir nicht? Dann reicht der kleine Gigabit-Switch für 7,98 Euro. Brauchst du mehr als vier freie Buchsen, nimm gleich den Achter. Hast du ein NAS, schiebst große Backups durchs Netz oder surfst mit mehr als 1 GBit/s? Dann greif zu 2,5 Gigabit. Der Aufpreis zum kleinen Modell ist überschaubar. Und einen Switch tauscht man nicht jedes Jahr.

