Die ersten Saugwischer – auch Nass- und Trockensauger genannt – haben mich überhaupt nicht überzeugt. Die Akkulaufzeit war mau, die Reinigungsleistung ausbaufähig und oftmals blieben überall große Wasserpfützen auf dem Boden zurück. Seitdem hat sich jedoch einiges auf dem Markt der Saugwischer getan. Nachdem ich nun den Tineco FLOOR ONE S9 Master testen durfte, muss ich ehrlich sagen: Das Teil ist richtig gut! Warum mich der Nass- und Trockensauger so überzeugt hat, liest du hier.
Erste Schritte mit dem Tineco FLOOR ONE S9 Master
Wie bereits erwähnt: Meine ersten Erfahrungen mit Saugwischern waren nur wenig überzeugend. Die Geräte haben kaum Arbeit gespart und waren nur schwer wieder zu reinigen. Teilweise hat das Saubermachen der Bürste und des Schmutzwassertanks länger gedauert als die eigentliche Bodenreinigung. Da habe ich tatsächlich lieber zum klassischen Wischmop gegriffen, als viel Geld in ein Gerät zu investieren, das dann doch kaum Arbeit spart. Komplett anders ist mein Eindruck nach dem Test des Tineco FLOOR ONE S9 Master.
Der Tineco FLOOR ONE S9 Master wird gut eingepackt geliefert, in Karton und mit jeder Menge Plastikfolie. Hier hätte ich mir gewünscht, dass etwas weniger Kunststoffverpackung zum Einsatz gekommen wäre. Pluspunkt: In der Bedienungsanleitung ist die Montage leicht verständlich erklärt, sodass ich in wenigen Minuten loslegen kann. Zumindest theoretisch, da der Akku nur teilweise geladen war. Also erst mal die mitgelieferte Ladestation an die Steckdose gesteckt. Der Tineco Saugwischer wird einfach daraufgestellt und lädt anschließend auf. Eine Computerstimme meldet sich zu Wort und erklärt, dass das Gerät nun aufgeladen wird. Wenn dich das stört, kannst du die Stimme auch ausschalten.

Vier Reinigungsmodi und eine Extra-Sprühfunktion für hartnäckige Flecken
Nach rund zwei bis drei Stunden am Kabel ist der Saugwischer vollgeladen (von rund 40 auf 100 Prozent). Jetzt muss man nur noch Wasser und die mitgelieferte Reinigungslösung in den Frischwasserbehälter füllen und schon kann’s losgehen. Dir stehen insgesamt vier Reinigungsmodi zur Verfügung: Auto, Quiet, Heat und Max. Die meiste Zeit habe ich im Auto-Modus gesaugwischt, die anderen Modi habe ich aber selbstverständlich auch ausprobiert. Für die meisten Verschmutzungen reicht der Auto-Modus aus, während der Quiet-Modus besonders leise und auch etwas weniger leistungsstark ist. Für besonders hartnäckige Flecken kann man im Heat-Modus heißes Wasser verwenden, während der Max-Modus extra viel Power bereithält.
Völlig neu war für mich die sogenannte ThermoBlast-Technologie. Über eine kleine Düse an der Vorderseite sprüht der Tineco mit Hochdruck heißes Wasser auf die Fläche vor dem Saugwischer und kann so eingetrocknete Flecken einweichen. Den Sprühstoß aktiviert man mit einem zusätzlichen Knopf am Handgriff. Im Test habe ich ihn immer dann eingesetzt, wenn ein Fleck nicht beim ersten Drüberfahren entfernt wurde. Und tatsächlich hat es hin und wieder geholfen. Lediglich hartnäckig verklebte und festgetretene Essensreste in der Küche konnte der Saugwischer allein nicht entfernen. Hier musste ein Küchentuch her.

Tineco FLOOR ONE S9 Master: 3 geniale Features, die für noch sauberere Böden sorgen
Ansonsten hat der Nass- und Trockensauger aber erstaunlich gute Arbeit geleistet. Oft reicht es aus, ein- bis zweimal über eine Stelle zu fahren, damit der Boden sichtbar sauber wird. Selbst größere Wollmäuse nimmt der Saugwischer hervorragend auf, wodurch man sich die Vorarbeit mit einem Staubsauger spart und dadurch tatsächlich schneller fertig ist. Um Schmutz aufzuspüren, sind gleich zwei Technologien verbaut. Einerseits ein grüner Lichtstrahl mit dem Namen DustReveal. Der macht wirklich feinsten Schmutz sichtbar und hilft enorm beim Hausputz. Ergänzt wird dieser durch den iLoop-Sensor, der bereits aus anderen Tineco-Geräten bekannt ist. Dieser erkennt, wie schmutzig der Untergrund ist, und passt Wasserfluss und Saugleistung automatisch an. Ein Lichtverlauf am Gerät zeigt dir zusätzlich, ob der Boden noch verschmutzt oder bereits sauber ist. So kannst du auch unsichtbaren Schmutz aufspüren.

Ebenfalls cool ist der sogenannte StreakFree-Abzieher. Das ist eine Gummilippe an der Vorderseite des Saugwischers, die sich automatisch absenkt, sobald man das Gerät nach hinten zieht. Dadurch nimmt er Wasser und losen Schmutz nochmal besser auf und kommt fast bis an die Fußleiste. Da das aber erst kurz nach dem Rückwärtsfahren passiert, bleibt ein feiner Streifen an der Wand unerreicht. Und dennoch: Das Feature lohnt sich und sorgt dafür, dass das Reinigungsergebnis noch einmal besser wird.
Ohne Kraft putzen: Bis zu 65 Minuten am Stück
Beim Putzen muss man selbst kaum Kraft aufwenden. Ein Motor im Inneren zieht den Saugwischer recht schnell nach vorn, sodass man nur noch die Richtung bestimmen muss. Das macht wirklich Spaß und sorgt dafür, dass man nach dem Putzen keine Rückenschmerzen hat. Lediglich das Eigengewicht ist mit rund fünf Kilogramm recht hoch. Wer zu Hause viele Treppen steigen muss, sollte sich dessen also bewusst sein.
Stark ist auch die Akkulaufzeit. Bei vielen anderen Modellen hatte ich das Gefühl, man müsste sich sehr beeilen, um mit einer Ladung die ganze Wohnung sauber zu bekommen. Hier bekommt man eine 50 bis 70 Quadratmeter große Wohnung aber locker mit einer Aufladung sauber. Und wer effizient im Quiet- oder Automodus putzt, bekommt sicherlich sogar größere Grundflächen in einem Rutsch gereinigt. Tineco selbst gibt eine Laufzeit von bis zu 65 Minuten im Quiet-Modus an. Ich bin knapp 40 Minuten ausgekommen, habe aber auch zeitweise den Max- und Heat-Modus verwendet. Top ist auch das flache Design des Saugwischers. Der Tineco FLOOR ONE S9 Master lässt sich nämlich um 180 Grad neigen und kann so auch unter schmale Möbel, wie Kommoden, Regale oder das Bett gleiten.

Während beim Putzen permanent frisches Wasser verwendet wird, landet das schmutzige Wasser in einem zweiten Behälter. Den musste ich bei einem Putzdurchgang einmal entleeren. Ist man fertig, stellt man den Tineco in seine Station zurück und startet die Selbstreinigung. Hierbei werden Rohre und die Bürste mit heißem Wasser gesäubert und anschließend mit Heißluft getrocknet. Nach ein paar Minuten ist der Waschgang beendet und die Bürste sieht wieder aus wie neu. Lediglich der Schmutzwassertank muss per Hand gereinigt werden. Das Wasser kann man einfach ins WC kippen, während Feststoffe in einem Sieb landen. Dieses lässt sich mit einem mitgelieferten Bürstchen relativ gut säubern. Ein paar Minuten Arbeit hat man damit aber schon.
Fazit zum Tineco FLOOR ONE S9 Master
Kommen wir zum Fazit. Während mich die wenigsten Saugwischer bisher überzeugen konnten, kann ich über den Tineco FLOOR ONE S9 Master guten Gewissens sagen: Er spart wirklich Zeit und Kraft im Vergleich zum Wischmopp und Eimer. Mit Leichtigkeit bekommt man hiermit in kurzer Zeit die gesamte Wohnung sauber und hat danach einen angenehm frischen Duft im Haus. Übrig bleibt nur ein dünner Wasserfilm, der schnell wieder trocknet. Die Bedienung ist darüber hinaus denkbar leicht und durch die Selbstreinigung hält sich der Wartungsaufwand sehr im Rahmen. Einzig festgetretene Speisereste bekommt der Saugwischer nicht restlos entfernt. Dennoch kann ich den Nass- und Trockensauger jedem empfehlen, der sich etwas Arbeit sparen will und ein hygienisches Reinigungsergebnis haben möchte.
Pros
- Gute Verarbeitung
- Sehr leichte Handhabung
- Top Reinigungsergebnis
- Sinnvolle Funktionen, wie iLoop-Sensor oder StreakFree-Abzieher
- Ordentliche Akkulaufzeit
- Top Selbstreinigung
Contras
- Festgeklebte Speisereste
- Viel Plastik
- Reinigung des Schmutzwassertanks ist weiterhin etwas aufwendig
Über diesen Artikel
Mit diesen Symbolen kennzeichnen wir Partner-Links. Wenn du so einen Link oder Button anklickst oder darüber einkaufst, erhalten wir eine kleine Vergütung vom jeweiligen Website-Betreiber. Auf den Preis eines Kaufs hat das keine Auswirkung. Du hilfst uns aber, inside digital weiterhin kostenlos anbieten zu können. Vielen Dank! Preisangaben basieren auf dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels und können Schwankungen unterliegen.
Dieser Artikel ist Teil einer Kooperation mit Tineco. Der Partner nimmt keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.







