In meinem Badezimmer türmen sich Stylingtools für meine Haare – von Lockenstäben über teure Föhns bis hin zu Rundbürsten ist eigentlich alles dabei. Neu eingezogen ist der Laifen AutoCurl Lockenstab, der eine besonders mühelose Art des Haarstylings verspricht. Ich habe ihn getestet, meine Meinung liest du hier.
Erster Eindruck: Laifen AutoCurl Lockenstab
Der Laifen AutoCurl Lockenstab erinnert vom Design her ein bisschen an eine Tulpe. Die Bedienung soll relativ simpel vonstattengehen: Du legst einfach eine Haarsträhne in das Kopfteil des Stabs und dieses wickelt sie automatisch um den heißen Lockenstab. Nach circa 16 Sekunden kannst du deine Haare wieder herausziehen und eine Locke ist entstanden. Der Vorteil: Du musst deine Haare nicht selbst um das heiße Eisen wickeln und verbrennst dir die Finger nicht. Dank des Gehäuses um den Stab herum bleiben außerdem auch die Ohren und die Kopfhaut vor Verbrennungen geschützt. Das ist ziemlich praktisch für Neueinsteiger im Styling-Game oder alle, die sich einfach nicht an ein herkömmliches Lockeneisen trauen.

Beim AutoCurl Lockenstab bleibt Laifen seinem cleanen Designkonzept treu und trifft damit bei mir einen Nerv. Die leicht strukturierte Oberfläche des Stylingtools liegt gut in der Hand. Mit einem Gewicht von 380 Gramm passt er auch in den Koffer und begleitet dich in den Urlaub.
Die Bedienung erfolgt über drei Knöpfe. Wer eine LED-Anzeige für Temperatur oder Modus sucht, sucht vergebens. Die Stylingtemperatur kann auf 160, 180 oder 200 Grad eingestellt werden. Welche Temperatur du ausgewählt hast, zeigt dir ein Licht in beige (160 Grad), gelb (180 Grad) oder orange (200 Grad) an. Dir stehen zwei Modi zur Auswahl: Automatik oder manuell. Der dritte Knopf startet den Wicklungsprozess deiner Haare im manuellen Modus.

Im Praxistest: So funktioniert der Laifen AutoCurl
Der Laifen AutoCurl wird mit zwei Haarklammern geliefert, mit denen du deine Haare abteilen kannst. Der Lockenstab heizt schnell auf und dann kann es auch schon losgehen.
Ich empfehle dir, zu Beginn den manuellen Modus und nicht die Automatik-Einstellung zu verwenden. Das Einlegen der Haare in den AutoCurl benötigt ein wenig Übung. Der Automatikmodus startet direkt und bei mir haben sich beim ersten Versuch die Haare gleich mal unschön verheddert und verknotet.
Als ich dann in den manuellen Modus gewechselt bin – hier startest du den Wicklungsprozess per Knopfdruck selbst – hat alles prima geklappt. Beim Einlegen der Haare musst du sauber arbeiten und die Strähnen genau abteilen. Dann ist die Handhabung des Lockenstabs echt easy. Also eingewickelt und 16 Sekunden später kam eine schöne Locke heraus. Die Wickelrichtung kannst du beeinflussen, indem du deine Strähne links oder rechts aus dem Korb herausschauen lässt.

Meine Haare sind in etwa 55 cm lang und von Natur aus eher fein. Ich habe sie in zwei Partien abgeteilt und für meinen kompletten Kopf habe ich 20 Minuten gebraucht. Das ist circa die Zeit, die ich auch mit meinem normalen Lockenstab brauche. Der Vorteil des AutoCurl liegt also weniger in der Zeitersparnis als in seiner Anwendung. Wer sich einmal die Finger oder die Kopfhaut am heißen Eisen eines Lockenstabs verbrannt hat, kennt den Schmerz. Mit dem AutoCurl gehört das der Vergangenheit an. Der Stab sitzt in einer Art Korb aus Plastik. Dieses wird zwar warm, aber bei weitem nicht so heiß wie die eingestellte Temperatur. Außerdem hält der AutoCurl durch diesen Korb deine Haare automatisch aufgewickelt, du musst also auch nicht mehr umständlich an den heißen Lockenstab greifen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Lockenstab hat einen Durchmesser von 32 mm, sodass du damit eher voluminöse Wellen in den Längen als enge Korkenzieherlocken erwarten kannst. An dieser Stelle auch ein negativer Punkt: Mit dem AutoCurl bin ich nicht bis an den Haaransatz gekommen. Die Bewegung der Haare startet in etwa auf Höhe der Ohren.

Fazit und Preis
Das Styling-Ergebnis mit dem Laifen AutoCurl hat mir wirklich gut gefallen. Ich mag den voluminösen Blow-out-Look gerne und trage meine Haare oft so. Du hast die Möglichkeit, die Temperatur an deine Haarstruktur und -beschaffenheit anzupassen, und die Locken stylen sich quasi wie von selbst. Laifen gibt an, dass du mit dem AutoCurl Haare mit einer Länge zwischen 25 und 60 cm stylen kannst – das solltest du bei deiner Kaufentscheidung berücksichtigen.
Zum Marktstart kostet der AutoCurl 99,99 Euro und das finde ich für das Ergebnis einen echt guten Preis. Wer mit normalen Lockenstäben nicht zurechtkommt oder mit dem heißen Eisen unschöne Erfahrungen gemacht hat und keine mehrere Hundert Euro in AirWraps von Dyson oder Shark investieren möchte, findet im Laifen AutoCurl einen tollen Mittelweg. Die Anwendung ist mit etwas Übung kinderleicht und das Ergebnis wirklich schön – eine echte Empfehlung von mir.






