Vom Billigheimer zum Technologieführer: MG setzt auf Feststoff-Akku

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Eine neue Technologie für eine speziell für Europa angepasste Batterie: MG setzt bei seinen E-Autos als erstes Unternehmen auf eine serienmäßige Verwendung von Feststoff-Akkus. Noch 2026 sollen erste Modelle auf den Markt kommen, die den Unterschied erfahrbar machen.
MG-Logo an der Front eines Autos.
Wir stellen vor: Drei neue E-Autos von MG für den europäischen Markt.Bildquelle: MG

Autos aus China stießen in Deutschland bisher auf eine Vielzahl von Vorurteilen. Um diesen zumindest ein Stück weit aus dem Weg zu gehen, setzte der SAIC-Konzern auf eine “Tarnkappe”. Der Konzern übernahm die britische Marke MG. Anders als so manchem Konkurrenten gelang es dem Hersteller mit dem in Europa etablierten Namen, frühzeitig Fuß zu fassen. Dabei halfen natürlich auch die vergleichsweise günstigen Preise für die einzelnen Fahrzeuge.

Nun scheint der Hersteller sich von dem Image eines Billigheimers lösen und stärker als Innovator wahrgenommen werden zu wollen. MG greift auf das Knowhow des Mutterkonzerns zurück und will in Europa künftig verstärkt auf eine neue Technologie bei seinen Akkus setzen. Noch 2026 sollen erste Modelle mit einem Feststoff-Akku in Europa zu den Händlern rollen.

SolidCore-Akkus mit mehr Reichweite und schnellem Laden

Im Vergleich zu den bisher gängigen Energiespeichern in Fahrzeugen setzt der Hersteller bei der “SolidCore” getauften Batterie auf Festkörper-Elektrolyte. Diese sollen gegenüber flüssigen Elektrolyten gleich mehrere Vorteile bieten. Das beginnt mit einer verbesserten Effizienz. Sowohl die Ladegeschwindigkeit als auch die Reichweite der SolidCore-Akkus sollen höher ausfallen als bei vergleichbaren Speichern, die aktuell in den Fahrzeugen genutzt werden. 

Daneben verspricht der Hersteller nicht nur eine längere Lebensdauer, die ein Großteil der E-Autofahrer im Alltag kaum zu spüren bekommen dürfte. Die Abnutzung der Speicher fällt nach bisherigen Erkenntnissen geringer aus als gemeinhin befürchtet. Wichtiger dürfte vielen Interessenten an einem elektrisch betriebenen Fahrzeug eine verbesserte Leistung – sprich geringere Verbrauchssteigerung – bei niedrigen Temperaturen sein. Dabei will man besonders auf die in Europa vorherrschenden klimatischen Bedingungen geachtet haben. 

Die Batterie wurde speziell auf die hiesigen Bedingungen angepasst und wird dementsprechend auch nur in den für Europa bestimmten Modellen verbaut. Bei aktuellen Elektroautos steigt der Verbrauch insbesondere bei winterlichen Verhältnissen stark an, wie der ADAC zuletzt in einer umfassenden Untersuchung zeigte. Schon das bisher übliche Vorheizen des Akkus soll bei Energiespeichern, die auf Festkörper-Elektroyten basieren, nicht mehr nötig sein.

Erste Modelle noch Ende des Jahres

Zu konkreten Fahrzeugen, die von der neuen Akku-Technologie profitieren könnten, äußert sich MG noch nicht. Zum Ende des Jahres sollen jedoch bereits mehrere Modelle mit den SolidCore-Speichern bei den Händlern stehen.

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