Tausende Geräte waren offen für Fremdzugriffe, inklusive der Live-Kamera und sensibler Daten. Möglich war das durch eine zufällig entdeckte Sicherheitslücke. Wenn ein Saugroboter, der deine Wohnung scannt, saugt und filmt, plötzlich in falsche Hände gerät, stellt sich die Frage: Kann ich meinen Saugroboter noch guten Gewissens laufen lassen?
So wurde aus einer Spielerei ein Sicherheitsdesaster
Ein Entwickler aus Barcelona wollte eigentlich nur seinen Staubsaugerroboter mit einem Playstation-Controller steuern. Doch beim Experimentieren stieß er auf eine gravierende Sicherheitslücke, die es ihm ermöglichte, nicht nur sein eigenes Gerät, sondern mehr als 7.000 Staubsaugerroboter weltweit zu erreichen und zu kontrollieren. Er erhielt Zugriff auf Live-Kamera-Feeds, konnte sich Grundrisse von Wohnungen ansehen und die Roboter aus der Ferne steuern.
Das Problem lag in einer Schwäche der Art und Weise, wie Server die Zugriffsberechtigungen verarbeitet haben. Die Server gaben die Kontrolle zu leicht preis und schon war die Tür offen für ungewollte Einsichten und Steuerung.
Diese Saugroboter sind betroffen
Konkret geht es um Saugroboter von DJI. Umso bitterer, da der Drohnen-Hersteller erst vergangenes Jahr sein Saugroboter-Debüt gefeiert hat. Auch in unserem Test des DJI Romo P, waren wir überrascht vom soliden Gesamtpaket.

Nachdem der Fehler entdeckt wurde, hat DJI offenbar reagiert und die Schwachstelle geschlossen. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack: Warum war so etwas überhaupt möglich? Die Debatte darum, wie Software und Server hinter Smart-Home-Geräten abgesichert werden müssen, wird durch diesen Vorfall weiter angeheizt.
Auch wenn das Unternehmen angibt, das Problem behoben zu haben, bleibt die Sorge, dass cloudbasierte Kommunikation mit smarten Geräten immer ein Risiko darstellt. Besonders, wenn diese Geräte dauernd mit dem Internet verbunden sind und sensible Daten übertragen.
Im Endeffekt zeigt der Vorfall rund um die DJI-Saugroboter eindrucksvoll: Smarte Technik kann nicht nur nützlich, sondern auch gefährlich sein, wenn Sicherheit vernachlässigt wird. Was als coole Spielerei beginnt, kann schnell zur offenen Tür für Fremdzugriffe werden.
