Preisschock: Autostrom wird schon wieder deutlich teurer

3 Minuten
Das Aufladen von Elektroautos an öffentlichen oder auch privaten Ladepunkten wird schon wieder spürbar teurer. Als nächster namhafter Anbieter hat jetzt Maingau Energie eine neue Preisrunde eingeläutet. Und die fällt alles andere als gering aus.
Maingau Energie Ladesäule für Autostrom.
Autostrom von Maingau Energie wird spürbar teurer.Bildquelle: Maingau Energie

Diese Nachricht wird vielen Fahrern von Elektroautos gar nicht schmecken. Einer der größten und bekanntesten Anbieter für Autostrom, Maingau Energie (EinfachStromLaden), hebt zum zweiten Mal binnen weniger Monate die Preise an. Das geht aus einem Kundenschreiben hervor, das inside digital vorliegt. Erst im August hatte Maingau Energie die Preise um bis zu 16 Prozent erhöht. Jetzt dreht sich die Preisschraube ein weiteres Mal und macht den Autostrom an öffentlichen Ladesäulen um bis zu 30 Prozent teurer.

Strom wird immer teurer – jetzt erneut beim Autoladen

„Aufgrund der in den letzten Monaten stark gestiegenen Börsenpreise für Strom, haben viele Betreiber von Ladesäulen die Ladespreise stark erhöht“, heißt es in dem Schreiben von Maingau Energie wörtlich. Da man als Provider selbst keinen Strom an fremde Ladesäulen liefern könne, sei man von diesen Preissteigerungen unmittelbar betroffen. Das habe eine Anpassung der Ladepreise zur Folge, „um die Marktentwicklungen und das gestiegene Preisniveau für Ladestrom abzubilden.“

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Der Normalpreis für Privatkunden klettert ab dem 1. Februar 2022 an AC-Ladesäulen von bisher 44 auf dann 49 Cent pro kWh. Das entspricht einer Verteuerung von rund elf Prozent. Um rund neun Prozent wird das Laden an Schnellladesäulen (DC/HPC) teurer. Hier steigt der kWh-Preis von 54 auf 59 Cent.

Noch stärker erhöhen sich die Preise für alle Maingau-Energie-Kunden, die auch zu Hause Strom oder Gas über den Anbieter beziehen. Der Vorteilspreis für Autostrom an öffentlichen Ladesäulen steigt an AC-Ladesäulen von bisher 30 auf dann 39 Cent pro kWh. Das entspricht einem Preissprung um satte 30 Prozent. An DC- und HPC-Ladesäulen legt der Maingau-Kundenpreis von bisher 40 auf 49 Cent pro kWh zu. Das sind knapp 23 Prozent mehr als bisher.

Maingau Energie hebt Preise für Autostrom auch im Ausland an

Auch das Laden an öffentlichen Ladesäulen im europäischen Ausland wird über Maingau Energie teurer. Und zwar um bis zu 10 Cent pro kWh. Es gibt aber auch eine Ausnahme. In Dänemark sinken die Preise sogar teilweise. Und zwar von 81 auf 69 Cent pro kWh (AC-Säulen) respektive von 91 auf 79 Cent pro kWh (Schnellladesäulen). Wer auch die heimischen vier Wände mit Energie von Maingau versorgt, muss an dänischen Ladesäulen ab Februar nur 39 respektive 49 Cent pro kWh bezahlen. Das wiederum sind jeweils 9 Cent pro kWh mehr als bisher.

Unverändert teuer ist für Autostrom-Kunden von Maingau Energie die Nutzung von Ladesäulen von Ionity. Europaweit werden für das Autoladen hier einheitlich 75 Cent pro kWh berechnet. Und auch der Standzeitzuschlag ändert sich nicht. An AC-Ladesäulen gilt ab vier Stunden Standzeit ein Aufpreis von 10 Cent pro Minute. Blockierst du eine Schnellladesäule, gilt dieser Aufschlag bereits ab der 61. Minute. Eine Grundgebühr wird für das Autostrom-Angebot von Maingau Energie auch in Zukunft nicht berechnet.

Eine weitere saftige Preiserhöhung eines Anbieters für Autostrom ist übrigens ebenfalls schon bekannt. Ab Anfang Februar gelten auch für den Lichtblick Fahrstrom neue Konditionen. Teilweise werden die kWh-Preise dort um mehr als 50 Prozent erhöht.

Bildquellen

  • Lichtblick Fahrstrom: Drastische Preiserhöhung für 2022 angekündigt: Hayo Lücke / inside digital
  • maingaPreisschock: Autostrom wird schon wieder deutlich teureru-energie-autostrom-ladesaeule: Maingau Energie
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3 KOMMENTARE

  1. Mike

    Die Preisexplosion geht doch jetzt erst los. Wir werden bald von Preisen unter 1€/kWh träumen. Früher konnte man über die OPEC schimpfen, heute über die eigene Regierung.

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  2. andreaskramer

    dank der öko welle die angeblich alle bürger wollen kassieren uns nun die energiekonzerne ab , zudem müssen ja auch politiker bezahlt werden die sich wie bazillen in vorständen der energiekonzerne festgesetzt haben auf unsere kosten finanziert werden enbw nahm mappus und zahlt 3millionen € im jahr an ihn und das war 2016. in polen wird dann die kwh für 5 cent eingekauft und aktionäre und diese vorstände reiben sich die hände und sagen uns dann noch , ja dann kühlschrank abstellen heizen seinlassen etc. es wird zeit das wor als bürger dagegen uns wehren. zudem sind die meisten e autos dicke schiffe mit xxl akku und firmenwagen sehr asozial von der steuer abgesetzt weil es meisst firmenwagen sind die auch wieder der kleine bürger bezahlt hat , wofür wir die es sich nicht leisten können auch noch die ganzen ladestationen bezahlen sollen. den rentnern wird dafür die rente gekürzt und vielen geht das licht aus aber uns geht es ja angeblich gut. für die entsorgung der abfälle der energieindustrie ist dann auch wieder der bürger zuständig so wie die stromnetz erhaltung die auch von allen getragen wird. man vergoldet sich so die kwh auf kosten der allgemeinheit . danke grüne heuchler.

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  3. Kai Sabelgunst

    Was für Clickbait „Artikel“.
    Als wenn jedes Mal wenn ein Anbieter die Preise erhöht der Strom gleich für alle teurer würde.

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