Lichtblick Fahrstrom: Drastische Preiserhöhung für 2022 angekündigt

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Keine guten Nachrichten für Fahrer eines Elektroautos. Im kommenden Jahr erhöhen sich bei Lichtblick die Kosten für das Aufladen von E-Autos über die Fahrstrom App. Und zwar zum Teil ziemlich deutlich. Wir verraten dir die Details.
LIchtblick Fahrstrom App auf Smartphone.
Das Aufladen von Elektroautos mit der Fahrstrom-App von Lichtblick wird deutlich teurer.Bildquelle: Hayo Lücke / inside digital

Es ist ein gutes halbes Jahr her, da startete auf dem Markt für Autostrom-Tarife eine viel beachtete und zum Teil kontrovers diskutierte Preisrunde. Nach EnBW erhöhten auch Maingau Energie (Einfachstromladen) und Shell Recharge die Preise. Plugsurfing ging einen anderen Weg und senkte seine (ohnehin schon hohen) Konditionen für das Aufladen von Elektroautos an öffentlichen Ladesäulen. Jetzt kündigt auch der Energieversorger Lichtblick SE neue Preise für seine sogenannten Fahrstrom-Tarife an. Und die haben es mit Blick auf die prozentuale Preissteigerung in sich; gültig ab dem 1. Februar 2022.

Preise erhöhen sich um teilweise mehr als 50 Prozent

Nutzt du eine Fahrstrom-Ladekarte oder die zugehörige Smartphone-App von Lichtblick, um dein Elektroauto an öffentlichen Ladesäulen in Deutschland mit neuer Energie aufzuladen, zahlst du künftig einen deutlich höheren Preis pro Kilowattstunde (kWh). Im Tarif Fahrstrom Unterwegs Standard werden künftig an AC-Ladesäulen nicht mehr 42 Cent pro kWh berechnet, sondern 55 Cent. Das entspricht einer Preiserhöhung von fast 31 Prozent. An schnelleren DC-Ladesäulen erhöht sich der kWh-Preis um fast 21 Prozent von bisher 62 auf dann 75 Cent pro kWh.

Und auch Lichtblick-Kunden, die den Tarif FahrStrom Unterwegs Vorteil nutzen dürfen, weil sie in den heimischen vier Wänden ebenfalls Strom über den Anbieter beziehen, müssen künftig für das Aufladen eines Elektroautos innerhalb Deutschlands tiefer in die Tasche greifen. An AC-Ladesäulen erhöht sich der kWh-Preis von 29 auf 44 Cent pro kWh. Das entspricht einer Preiserhöhung von fast 52 Prozent. An DC-Ladesäulen werden künftig nicht mehr 39 Cent pro geladener kWh berechnet, sondern 54 Cent. Das kommt einer Preiserhöhung von rund 38 Prozent gleich.

Die restlichen Tarifbestandteile bleiben unverändert. Es fällt also beispielsweise auch in Zukunft keine monatliche Grundgebühr an. Beim Laden an AC-Ladesäulen gilt ab der 241. Minute jedoch eine Blockiergebühr in Höhe von 10 Cent pro Minute. An DC-Ladesäulen greift diese Extragebühr schon ab der 61. Minute.

Höhere Roaming-Kosten führen zu höheren Preisen für Fahrstrom

In einem Schreiben an seine Kunden argumentiert Lichtblick, dass die künftig höheren Strompreise wegen gestiegener Roaming-Kosten entstehen. Dieses Roaming-Gebühren werden Lichtblick von fremden Ladesäulenbetreibern in Rechnung gestellt. Der Anbieter aus Hamburg nutzt das Lade-Roaming, um den eigenen Kunden einen Zugang zu inzwischen mehr als 200.000 Partner-Ladesäulen in ganz Europa zu einheitlichen Preisen zu ermöglichen. Wegen der zuletzt gestiegenen Roaming-Kosten habe man die Fahrstromtarife jetzt neu kalkuliert und an den neuen Kosten ausgerichtet.

Bildquellen

  • Mega-Investment für mehr HPC-Ladesäulen: E-Auto-Fahrer dürfen jubeln: Ionity
  • Lichtblick Fahrstrom: Drastische Preiserhöhung für 2022 angekündigt: Hayo Lücke / inside digital
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