Philips Hue bessert nach: Das ändert sich für alle Nutzer

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Philips Hue verteilt Version 6.3.0 seiner App. Bewegungsmelder, Kameras, Türklingel und MotionAware-Bereiche sollen damit eine Szene starten können, sobald sie keine Bewegung mehr erkennen. Was bringt das im Alltag?
Philips-Hue-Update
Hue bessert nach: Das ändert sich für alle NutzerBildquelle: Maor_Winetrob / Shutterstok

Am 25. Oktober werden die Uhren zurückgestellt, danach ist es abends eine Stunde früher dunkel. Im Flur, im Bad oder auf der Treppe übernehmen dann wieder Bewegungsmelder das Licht. Das Prinzip ist simpel und hat eine bekannte Schwäche: Nach der eingestellten Wartezeit geht das Licht aus, auch wenn du gerade nur still dasitzt.

Wer einen Hue-Bewegungsmelder nutzt, hatte für diesen Moment bislang drei Möglichkeiten: Licht aus, nichts tun oder zurück zum vorherigen Zustand. Mit der Hue-App-Version 6.3.0 bessert der Hersteller nach und ergänzt eine vierte Variante.

Hue Bewegungsmelder: Szene statt Licht aus

Laut Signify kannst du jetzt eine Szene auslösen lassen, sobald ein Sensor keine Bewegung mehr erkennt. Du legst sie an derselben Stelle fest wie bisher das Verhalten nach Ablauf der Wartezeit. Das Licht muss also nicht mehr ausgehen, sondern kann zum Beispiel auf ein gedimmtes Orientierungslicht wechseln.

Im Alltag sieht das so aus: Du betrittst abends den Flur, das Licht springt hell an. Bewegst du dich eine Weile nicht, dimmt es auf eine warme Nachtlicht-Szene herunter, statt dich schlagartig im Dunkeln stehen zu lassen. Für Treppen, Kinderzimmer und den nächtlichen Weg ins Bad ist das die angenehmere Lösung.

Eine wichtige Frage lässt der Hersteller allerdings offen: Geht die Szene nach einer weiteren Wartezeit von selbst aus, oder bleibt das gedimmte Licht an, bis wieder jemand vorbeikommt? Ohne diese zweite Stufe würde aus dem Orientierungslicht ein Dauerlicht, das die ganze Nacht Strom zieht.

Welche Hue-Geräte die Neuerung bekommen und wann du die Bridge Pro brauchst

Das Update steht allen Nutzern der Philips-Hue-App kostenlos über App Store und Google Play Store bereit. Die neue Einstellung gilt nicht nur für den Hue Motion Sensor, sondern laut Signify auch für die Hue-Secure-Kameras, die Videotürklingel, Sensorgruppen und MotionAware-Bereiche. Sensorgruppen fassen mehrere Melder zu einem gemeinsamen Verhalten zusammen, etwa für einen langen, verwinkelten Flur.

Eine Voraussetzung an die Hue Bridge nennt Signify für die Neuerung nicht. Anders sieht es bei MotionAware aus: Die Funktion macht kompatible Hue-Lampen selbst zum Bewegungsmelder und läuft nur auf der Hue Bridge Pro. Die kostet im Hue-Shop inzwischen 149,99 Euro (Stand: 16. Oktober 2026). Wie du MotionAware einrichtest, erklären wir in einem eigenen Ratgeber. Damit setzt Hue einen anderen Akzent als zuletzt. Denn mit Version 6.0.0 profitierten vor allem Besitzer der Bridge Pro. Für die Szenen-Option allein lohnt sich der Umstieg auf die teure Zentrale jedenfalls nicht.

Warum das Grundproblem bleibt

Eine Sache löst das Update nicht. Bewegungsmelder reagieren auf Bewegung, nicht auf Anwesenheit. Sitzt du ruhig auf dem Sofa oder am Schreibtisch, meldet der Sensor irgendwann „keine Bewegung“. Auch MotionAware bietet keine echte Präsenzerkennung.

Der Unterschied ist trotzdem spürbar: Statt dich im Dunkeln sitzen zu lassen, dimmt das Licht nur herunter. Sobald du dich wieder bewegst, greift die normale Einschalt-Szene. Wer ruhig sitzende Personen zuverlässig erkennen will, braucht einen Präsenzmelder mit Radar. Der Aqara FP300 hat genau das in unserem Test gut gemeistert. Die UVP liegt bei 59,99 Euro, den aktuellen Preis findest du bei Amazon. Er gehört allerdings nicht zum Hue-System und läuft über Aqara, Matter oder eine andere Smart-Home-Zentrale.

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