Überlastete Arztpraxen und keine verfügbaren Termine sorgen täglich bei vielen Bürgern für mächtig Frust. Jetzt wird ein Konzept in Form einer digitalen Navigation dargelegt, das den üblichen Arzttermin obsolet macht. Das könnte den Alltag von Millionen gesetzlich Versicherten für immer verändern.
Krankenkassen mit neuem Lösungsvorschlag
Krankenkassen schlagen aktuell vor, ein digitales Navigationstool zur Pflicht zu machen, bevor Versicherte überhaupt eine Arztpraxis betreten dürfen. Ziel ist es, dass Patienten über die App ihrer Krankenkasse oder per Hotline einen ersten digitalen Check machen. Anschließend soll es zu einer ersten schnellen Lösung kommen. Dazu könnten künftig auch Folgerezepte gehören, die bislang einen klassischen Arztbesuch erforderten.
Stefanie Stoff-Ahnis, Vize-Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, sagte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): „Es wird zukünftig sicherlich bestimmte Versorgungsprozesse geben, die rein digital abgewickelt werden können, ohne dass überhaupt noch ein ärztlicher Kontakt erforderlich ist“. Krankenkassen hoffen, die Effizienz damit zu steigern und das Gesundheitssystem zu entlasten. Im Prinzip bedeutet das für dich: Du gibst deine Daten ein und erhältst am Ende ein Rezept.
Schon wieder Digitalisierung? Das sind die Risiken
Gerade für Menschen mit chronischen Krankheiten oder komplexen Gesundheitsfragen ist das Risiko nicht klein. Nuancen, wie der Blick in deine Krankengeschichte und die Einschätzung der Ärzte, fallen somit weg. Kritiker warnen vor weiterer Bürokratie und weniger persönlicher Betreuung. Ob das Leben damit wirklich leichter wird, hängt dabei stark von deinen individuellen Gesundheitsbedürfnissen ab.
