Hat fast jeder dabei: Beliebte Airlines verbieten Alltagsgegenstand

3 Min. Lesezeit Teilen/Speichern
Wer regelmäßig fliegt, kennt das Ritual: Smartphone, Kopfhörer, Tablet – und die Powerbank als letzte Rettung gegen den gefürchteten leeren Akku. Doch genau dieses Sicherheitsnetz reißt jetzt. Denn beliebte Airlines reißen jetzt die Reißleine.
Powerbank-Verbot bei Airlines

Powerbank-Verbot bei Airlines

Hinter der Entscheidung steckt jedoch ein ernstes Thema: Sicherheit. In Powerbanks stecken Lithium-Batterien, die bei Defekten oder Fehlfunktionen ein Brandrisiko darstellen. Und genau dieses Risiko wollen einige Fluggesellschaften, konsequent minimieren. Deshalb gibt es seit dem 15. Januar neue, deutlich strengere Regeln für Powerbanks an Bord.

Was sich seit dem 15. Januar an Bord geändert hat

Gleich mehrere bekannte Fluggesellschaften vollziehen den Schritt. Ziel ist es, die Sicherheit für Passagiere und Crew weiter zu erhöhen. Künftig gelten dabei klare Einschränkungen für Mitnahme, Nutzung und Aufbewahrung von Powerbanks.

Seit dem 15. Januar steht fest: Die gesamte Lufthansa Group, darunter also auch Swiss verbietet das Laden und die Nutzung von Powerbanks während des Fluges. Das betrifft sowohl das Aufladen von Smartphones, Tablets oder anderer elektronischer Geräte als auch das Laden der Powerbank selbst über die Bordstromversorgung.

Weiterhin wird die erlaubte Anzahl begrenzt. Maximal zwei Powerbanks pro Passagier sind künftig zulässig. Zusätzlich dürfen sie nicht mehr im Gepäckfach über den Sitzen verstaut werden. Stattdessen müssen sie entweder am Körper getragen oder im Handgepäck unter dem Vordersitz beziehungsweise in der Sitztasche aufbewahrt werden. Der Transport im aufgegebenen Gepäck bleibt, wie schon bisher, strikt verboten.

Leistungsmäßig gilt weiterhin eine klare Grenze: Powerbanks bis 100 Wh sind erlaubt. Modelle mit 100 bis maximal 160 Wh dürfen nur mit vorheriger Genehmigung der jeweiligen Fluggesellschaft mitgeführt werden. Alles darüber bleibt ausgeschlossen.

Warum die Airlines jetzt so konsequent durchgreifen

Der Auslöser für die neuen Regeln sind die in Powerbanks verbauten Lithium-Batterien. Diese können bei Beschädigungen, Produktionsfehlern oder Überhitzung Brände auslösen – ein Szenario, das in einem Flugzeug besonders kritisch ist. Swiss orientiert sich mit der neuen Regelung daher an den aktuellen Empfehlungen internationaler Luftfahrtorganisationen wie EASA, FAA, IATA und ICAO.

Die Maßnahme ist bewusst konzernweit angesetzt, um einheitliche Standards innerhalb der Lufthansa Group zu schaffen. Wichtig dabei: Die Nutzung von Powerbanks zur Versorgung essenzieller medizinischer Geräte bleibt weiterhin erlaubt. Auch für E-Zigaretten gelten entsprechende, vergleichbare Regelungen.

Mehr Sicherheit und weniger Akku-Freiheit

Unterm Strich bedeutet das für dich weniger Komfort, aber mehr Kontrolle über potenzielle Risiken an Bord. Powerbanks sollen jederzeit sichtbar und schnell erreichbar sein und nicht unbeaufsichtigt im Gepäckfach liegen.

Die neuen Powerbank-Regeln von Swiss sind ein klarer Einschnitt für alle, die auf langen Flügen auf externe Akkus setzen. Ab dem 15. Januar heißt es: maximal zwei Powerbanks, keine Nutzung während des Fluges, keine Lagerung über dem Kopf. Wer künftig entspannt fliegen will, muss seine Geräte vor dem Boarding voll aufladen und sich darauf einstellen, dass die Powerbank erst nach der Landung wieder zum Einsatz kommt.

Keine Kommentare

[-AMP Version-]