In Deutschland stehen sie an Straßenrändern, hängen an Brücken, verstecken sich hinter Leitplanken: Blitzer. Mal grau, mal gelb, mal gut getarnt. Es gibt tausende fest installierte Blitzer, dazu mobile Geräte der Polizei und Kommunen. Jedes Jahr erwischen sie Millionen Autofahrer, die ein paar, manchmal auch ein paar Dutzend Stundenkilometer zu schnell unterwegs sind. Was hilft? Ein aufmerksamer Blick auf den Tacho. Oder man bringt einen Blitzer-Warner einfach aufs Autoradio.
So kommt der Blitzer-Warner aufs Autoradio
Blitzer-Warn-Apps gibt es viele. Rechtlich sind sie in Deutschland allerdings heikel. Sie gelten während der Fahrt als unzulässig, selbst für den Beifahrer. Jetzt wird sogar über ein generelles Verbot diskutiert. Während Google Maps in vielen Ländern vor Blitzern warnt und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit anzeigt, ist das in Deutschland anders.
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Und doch passiert gerade etwas Interessantes. Einer der größten Anbieter solcher Warnsysteme geht einen Schritt weiter. Nicht heimlich, nicht über Umwege, sondern sichtbar dort, wo sonst Navigation, Musik und Telefonate laufen: auf dem Autoradio. Blitzer.de, seit Jahren Platzhirsch unter den Warn-Apps, liefert ein lange gefordertes Feature aus. Die neueste Version der iPhone-App unterstützt jetzt auch Apple CarPlay. Damit wandern Warnungen vor Blitzern und Gefahren erstmals direkt auf das Fahrzeugdisplay. Das Smartphone kann in der Tasche bleiben.
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Die Einbindung ist optional. Nutzer entscheiden selbst, ob und wie Blitzer.de in CarPlay erscheint, welche Hinweise angezeigt werden und wie sie klingen sollen. Sogar die Audioausgabe lässt sich trennen: Warnungen können über den iPhone-Lautsprecher kommen, nicht zwingend über die Fahrzeuganlage. Blitzer.de verweist auf Europas größte Verkehrs-Community mit rund fünf Millionen Aktiven. Entsprechend geht es nicht nur um feste Radargeräte, sondern auch um mobile Kontrollen, Unfälle, liegengebliebene Fahrzeuge, Baustellen oder abrupte Stauenden.
Verboten aber genutzt
Aber: Die Nutzung eines Radar-Warners ist in Deutschland untersagt und kann ein Bußgeld nach sich ziehen. Angesichts dessen hat Google Maps unter anderem diese Funktion hierzulande abgeschaltet. Übrigens: Seit Anfang 2023 gilt dieses Verbot auch für Beifahrer, wie wir hier berichten. Die Straßenverkehrsordnung verbiete demnach nicht nur dem Fahrer die Nutzung einer App mit Blitzer-Warnungen.
