Bild gegen Apple: iOS 14.5 löst Machtkampf aus

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Ein Feature in iOS 14.5 sorgt nun dafür, dass sich Apple in Deutschland möglicherweise warm anziehen muss. Hintergrund ist die Einführung der App-Tracking-Transparenz, kurz ATT. Unternehmen wie der Axel Springer Verlag und Facebook reichten nun eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Apple ein.
Apple-Käuferin mit Maske
Apple-Käuferin mit MaskeBildquelle: Apple

Schon seit einigen Monaten gibt es immer wieder Meldungen zu Apples Plänen, die App-Tracking-Transparenz in iOS 14 durchzusetzen. Mit dem Upgrade auf iOS 14.5 wird das Feature, welches die Privatsphäre der Nutzer weiter stärken soll, aktiviert. Dies sorgte nun dafür, dass sich eine Gruppe bestehend aus neun Firmen der deutschen Medien- und Werbebranche beim Bundeskartellamt beschwerten.

Axel Springer und Facebook beschweren sich wegen App-Tracking-Transparenz in iOS 14.5

Wie die Financial Times berichtet, gehören unter anderem Facebook und Axel Springer zu den Unternehmen, die sich an Apples Plänen stören. In der Beschwerde ist die Rede davon, dass App-Entwickler aufgrund der neuen Maßnahmen 60 Prozent ihrer Werbeeinnahmen verlieren könnten. Die Unternehmen sagen, dass Apps in Zukunft zu einem Modell wechseln müssen, bei dem Anwender direkt für die Inhalte bezahlen.

Die App-Tracking-Transparenz in iOS 14.5 sieht vor, dass Apps aktiv die Tracking-Erlaubnis der Anwender erhalten müssen. Erst wenn diese gegeben wurde, dürfen die Unternehmen die digitalen Spuren der Nutzer quer über Apps und Webseiten hinweg verfolgen.

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Ähnliche Beschwerde in Frankreich

Bereits im vergangenen Oktober und März beschwerten sich einige französische Unternehmen aufgrund der App-Tracking-Transparenz. Während sich Apple bislang noch nicht zu dem Fall in Deutschland geäußert hat, sagte man nach diesen früheren Beschwerden in Frankreich, dass die Privatsphäre ein „fundamentales Menschenrecht“ sei. Die persönlichen Daten gehören in die Hände der Anwender, damit diese selbst entscheiden können, wer diese benutzen darf.

Der iPhone-Hersteller sagte außerdem, dass die Regeln zur App-Tracking-Transparenz gleichermaßen für alle Entwickler – und Apple selbst – gelten. „Wir haben starke Unterstützung von Aufsichtsbehörden und Befürwortern des Datenschutzes für diese neue Funktion erhalten“, so das Unternehmen weiter.

Apple selbst arbeitet gleichzeitig daran, die eigenen Werbemaßnahmen zu verstärken. So sollen laut einem früheren Bericht der Financial Times im App Store auf iPhone und iPad in den Suchergebnissen bald zwei App-Vorschläge erscheinen. Bislang zeigt Apple hier nur eine Werbefläche an.

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