Laserkarte, Raumauswahl per App und eine Station, die den Staub selbst aus dem Roboter saugt: Für diese Kombination hat Roborock in 2023 für Saugroboter noch 549 Euro aufgerufen. Auf meiner Testfläche stehen meist Geräte, die ein Vielfaches davon kosten und deren Stationen obendrein Mopps waschen und trocknen. Der Q7 TF+ ist das Gegenmodell: Er beschränkt sich auf das, was beim Saugen wirklich zählt.
Was für 209 Euro im Roborock Q7 TF+ steckt
Roborock nennt für den Q7 TF+ eine Saugleistung von bis zu 10.000 Pa, die er auf Teppich automatisch hochfährt. Navigiert wird per Laser, wie das fast alle Modelle heutzutage machen. Praktisch heißt das: Der Roboter legt eine Karte deiner Wohnung an, du schickst ihn gezielt in die Küche, ziehst eine Sperrzone um den Katzennapf und legst Reinigungspläne pro Raum fest.

Zum Vergleich: Aldi hatte Ende September einen Saugroboter für 89,99 Euro im Angebot, der sich nur per Gyroskop orientiert und keine Karte erstellt. In unserer Kaufberatung zur Navigationstechnik bei Saugrobotern rate ich, für so ein Gerät nicht mehr als 100 bis 200 Euro auszugeben. Der Q7 TF+ liegt knapp darüber, liefert aber genau das, was Gyro-Geräten fehlt.
Der eigentliche Komfortgewinn ist die Station. Der Roboter hat einen 200‑ml-Staubbehälter. Nach jeder Fahrt saugt die Station den Behälter in einen 2,7-Liter-Beutel ab, der laut Roborock bis zu sieben Wochen reicht. Laufende Kosten entstehen damit vor allem durch die Beutel. Dazu kommen wie bei jedem Saugroboter Filter und Bürsten als Verschleißteile. Gegen aufgewickelte Haare setzt Roborock auf Anti-Verhedderungs-Bürsten, was in Haushalten mit Haustieren das Entwirren ersparen soll.

Wischen und Hindernisse: Der Punkt, an dem der Q7 TF+ spart
Gewischt wird mit einem feuchten Pad, das der Roboter hinter sich herzieht. Die Wassermenge stellst du in drei Stufen ein. Das Pad rotiert nicht, vibriert nicht und wird von der Station auch nicht ausgewaschen. Gegen feinen Staubfilm auf Fliesen reicht das noch. Gegen eingetrocknete Kaffeeflecken nicht. Das Pad wäschst du von Hand.
Bei der Hinderniserkennung verlässt sich der Q7 TF+ auf Laser- und Absturzsensoren, eine Kamera hat er nicht. Ein Ladekabel oder eine liegengebliebene Socke sieht er also nicht kommen, ein kurzer Kontrollgang vor der Fahrt gehört zur Routine. Dazu kommt die Bauhöhe von 9,9 cm. Der Roborock Saros 20 Neo (Test) misst 7,98 cm, und warum die Wischtechnik über die Bauhöhe entscheidet, haben wir separat erklärt. Wer den Roboter unter ein niedriges Sofa schicken will, sollte vorher nachmessen.
Fazit: Guter Einstieg mit Absaugstation, aber nicht bei Lidl am günstigsten
Lidl rechnet den Rabatt gegen 399 Euro. Roborock hat den Q7 TF+ im Herbst 2025 mit einer UVP von 299 Euro und einem Einführungspreis von rund 249 Euro in den Handel gebracht. Gegenüber der echten UVP sparst du bei Lidl 90 Euro, nach Abzug der Versandkosten noch gut 84 Euro. Dennoch: 209 Euro sind für einen Laser-Saugroboter mit Absaugstation ein fairer Preis. Wie lange Lidl den Preis hält, verrät der Shop nicht.
Wenn du überwiegend Hartboden hast, den Roboter vor allem saugen lassen willst und den Staubbehälter nicht mehr täglich leeren möchtest, bekommst du mit dem Q7 TF+ für rund 200 Euro einen soliden Einstieg mit Raumkarte. Und wer regelmäßig wischen will, plant besser das Doppelte ein und greift in die Klasse, die ich in der Bestenliste bis 500 Euro versammelt habe.
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