Deutschlands Sparkassen haben rund 50 Millionen Kunden. Die meisten von ihnen zahlen jeden Monat Geld dafür, dass ihr eigenes Geld irgendwo liegt. Bei der Sparkasse ist das ziemlich normal. Bei Direktbanken wie der DKB oder ING ist das oft anders: Dort kostet das Konto meist nichts. Bei den Sparkassen hingegen sind es etwa zehn Euro im Monat. Zehn Euro dafür, dass Überweisungen laufen und man am Automaten Geld abheben kann. Doch jetzt wird es teurer.
Sparkasse: Jetzt wird’s teuer
Denn die Gebühren steigen. Nicht überall gleich, aber spürbar. Bis zu 36 Euro mehr im Jahr sollen manche Kunden der Sparkasse jetzt zahlen. Klingt erst mal nach wenig. Drei Euro im Monat. Aber 36 Euro bleiben 36 Euro. Und die kommen jedes Jahr wieder. Betroffen sind Menschen mit ganz normalen Girokonten. Die Preiserhöhung trifft verschiedene Kontomodelle: einfache, bequeme und ältere Varianten. Manche zahlen künftig einen Euro mehr im Monat, andere gleich drei. Bei manchen Konten wird sogar jede einzelne Überweisung teurer. Ein paar Cent hier, ein paar Cent da. Das summiert sich. Wie bei einem Sparschwein, das man falschherum füttert.
Warum? Weil die Sparkasse sagt, dass alles teurer wird. Computer, Sicherheit, Personal. Man habe in Digitalisierung investiert. In Video-Beratung, Schutz vor Phishing und in neue Bezahlfunktionen wie Apple Pay. Klingt modern. Kostet aber offenbar extra. Und zwar nicht die Bank, sondern die Kunden. Zum ersten Mal seit über zehn Jahren gibt es diese Preisanpassung. Das meldete die Zeitung Neue Westfälische. Umgesetzt wird sie aber nur, wenn die Kunden zustimmen. Wer nichts tut, riskiert eine Kündigung seines Kontos.
Wechseln ist eine Option – und kostenlos
Noch sind nicht alle Kunden der Sparkasse betroffen. Noch ist es nur die Sparkasse Herford. Dort steigen die Preise ab dem 1. Mai 2026. Für fast 150.000 Kunden bedeutet das: ein bisschen weniger Geld im Portemonnaie beziehungsweise auf dem Konto. Dafür etwas mehr für die Sparkasse.
Aber es gibt Alternativen. Kostenlose Konten bei Direktbanken. Ohne Filiale, ohne Schalter, ohne Kontoführungsgebühren. Es gibt gleich 12 Konten, die komplett kostenlos sind. Der Kontowechsel ist heute kein Abenteuer mehr. Es gibt Umzugsservices für Konten, die Daueraufträge und Lastschriften automatisch mitnehmen. Fast wie ein Möbelwagen fürs Geld. Man muss also nicht bleiben, nur weil man immer da war.
