Schon bald: Weitere Änderungen für Millionen Kassenpatienten

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Stell dir vor: Deine elektronische Patientenakte (ePA) hält dich die ganze Zeit auf dem Laufenden, wenn neue Befunde da sind. Klingt erstmal trivial, doch hinter dieser simplen Idee steckt ein gewaltiger Anlauf, die ePA intuitiver zu machen.
Große Änderung für Millionen Kassenpatienten

Große Änderung für Millionen Kassenpatienten

Die elektronische Patientenakte ist zwar bei fast allen Versicherten aktiviert, wird aber weiterhin kaum genutzt und wird oft nicht verstanden. Dieses Jahr könnte sich das ändern, denn es stehen Änderungen an, die die Nutzung für alle Beteiligten vereinfachen könnten.

Diese Neuheiten kommen auf Kassenpatienten zu

Noch immer öffnen nur wenige Versicherte ihre ePA, obwohl Millionen Akten existieren. Das soll sich ändern. Ab Herbst soll jede Krankenkassen-App eine Push-Benachrichtigung integrieren, die dich sofort informiert, sobald neue Dokumente oder Ergebnisse eingestellt werden. Im Prinzip kannst du es dir wie folgt vorstellen: Laborwerte, Arztbriefe oder neue Diagnosen landen nicht mehr im Nirgendwo, sondern direkt auf deinem Smartphone.

Die Idee ist simpel, aber sie könnte im Alltag einen Riesenunterschied bedeuten. Nutzer sollen wieder die Kontrolle und den Überblick bekommen, statt in Datenmengen zu ertrinken und nichts mitzubekommen. Diese Funktion soll im Herbst ausgerollt werden und könnte auch Erinnerungs-Features ermöglichen. Also etwa für ausstehende Untersuchungen oder verpasste Aktualisierungen.

Doch Kritiker weisen zurecht darauf hin, dass Push-Nachrichten allein nicht ausreichen. Ohne echte Anreize und einfache Zugriffslösungen bleibt die ePA für viele ein „Nice-to-have“, das nur gelegentlich aufgerufen wird. 

Die elektronische Patientenakte wird übersichtlicher

Bisher lassen sich Inhalte in der elektronischen Akte nur eingeschränkt finden. Und dann nur über Metadaten oder grobe Kategorien. Doch bis Ende des Jahres soll das anders werden: Eine Volltextsuche kommt, mit der sowohl Ärzte als auch Versicherte gezielt nach Begriffen in Dokumenten suchen können. Damit sollen Befunde, Diagnosen, Hinweise oder Medikationsdetails leichter zugänglich und nutzbar werden.

In der Praxis könnte das bedeuten, dass du nicht mehr stundenlang durch PDFs scrollst, sondern schnell findest, was du suchst. Ärzte könnten präziser arbeiten, Patienten besser informiert entscheiden. Klingt gut? Klar. Aber: Die Suche muss schnell, intuitiv und zuverlässig sein, sonst ist der Effekt minimal. Und genau das bleibt abzuwarten.

Bildquellen

  • telefonische-krankschreibung: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern
  • epa: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern

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