Nach dem kürzlich vorgestellten Qrevo S Pro für unter 600 Euro, bringt Roborock den nächsten Saugroboter zum Überraschungspreis auf den Markt. Vor allem ein Trick hinsichtlich der Navigation sollte die Konkurrenz aufhorchen lassen.
Genialer Navigationsclou wie bei Top-Saugrobotern
Unter dem Sofa sammelt sich Staub am schnellsten. Genau dort kommen die meisten Saugroboter entweder gar nicht hin, weil sie aufgrund des Navigationsturms zu groß sind. Denn die meisten Saugroboter messen 9 Zentimeter oder mehr. Roborocks Ansatz ist ein anderer. Denn der Turm des Qrevo Edge 2 ist absenkbar. Während der normalen Reinigung bleibt er vollkommen ausgefahren, fährt aber in das Gehäuse ein, wenn der Roboter eine niedrige Durchfahrt erkennt. Mit eingefahrenem Turm misst der Qrevo Edge 2 nur noch 7,98 cm.
Ein absenkbarer Lidar-Turm ist grundsätzlich nichts Neues. Denn auch Dreame bietet beim Aqua10 Ultra Roller Complete (Test). Roborock hat die Technik allerdings weitergedacht. Denn der Hersteller positioniert den Lidar-Turm nicht mittig auf der Oberseite, sondern hinten. Der Lidar-Turm des Roborock-Roboters arbeitet auch im heruntergefahrenen Zustand weiter. Der Hersteller lässt einen freien Spalt im Gehäuse, durch den der Turm weiterhin seine Umgebung scannt. So hilft der Lidar zu jeder Zeit bei der Navigation. Egal, ob ausgefahren oder nicht. Dieses Prinzip hat sich bereits im Test des Qrevo Curv 2 Pro und des aktuellen Saugroboter-Testsiegers bewährt. Beim Qrevo Edge 2 kommt dasselbe System zum Einsatz.

In der Praxis sieht das wie folgt aus: Der einfahrbare Naviturm sorgt für präzise Kartierung und Lokalisierung. Ergänzend erkennt der dToF-Sensor, ob der Roboter unter niedrige Bereiche gelangt. Dann fährt der Turm ein und das sogenannte 100-Grad-Vision-Modul übernimmt. Damit soll er dann auch unter Möbeln in beengten Bereichen nie die Orientierung verlieren.
Was der Roborock Qrevo Edge 2 sonst noch bietet
Abseits der raffinierten Navigationstechnik, ist der Roboter auf dem Papier auch an weiteren Stellen vielversprechend. Der Qrevo Edge 2 saugt mit einer maximalen Saugkraft von 25.000 Pascal und verfügt über eine ausfahrbare Seitenbürste. Verglichen mit Kontrahenten aus dem Preisbereich von knapp unter 1.000 Euro sind das solide Voraussetzungen. Allerdings hat der von Dreame neu vorgestellte L50s Pro Ultra mit einer Saugpower von 30.000 Pascal und einem Preisschild von 749 Euro dennoch die Nase vorn. Zumal der Dreame L50s Pro Ultra bereits für 599 Euro bei Amazon erhältlich war.

Eine der vielen Stärken von Roborock-Saugrobotern ist das Aufsaugen von Tier- und Menschenhaaren. Das soll auch beim Qrevo Edge 2 der Fall sein, der hierfür mit einer Doppelbürste ausgestattet ist. Fürs Wischen sind schließlich zwei herkömmliche Wischpads zuständig. Vor allem, dass der Saug- und Wischroboter mit Warmwasser wischt, ist ein großes Plus und bei der Preiskategorie alles andere als selbstverständlich. Selbstverständlich gibt es eine Basisstation, die dir die Wartung abnimmt. Sie reinigt die Wischpads mit Heißwasser und trocknet sie anschließend mit Heißluft.
Und der Preis? Geringer als erwartet. 899 Euro kostet der Roborock Qrevo Edge 2, der in Weiß und Schwarz erhältlich ist. In Summe ein Roborock-Saugroboter, der für den Preis viel Technik verspricht. Wenn der Roboter das im baldigen Test halten kann, ist das aus meiner Sicht einer der heißesten Anwärter auf den Titel des besten Saugroboters für unter 1.000 Euro.
