Preise werden sich 2026 verdoppeln! Experten warnen Technik-Käufer

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Seit Monaten steigen die Preise für RAM und SSDs. Laut neuen Prognosen könnte es 2026 noch deutlich teurer werden – auch weil die AI-Branche riesige Mengen Speicher für Rechenzentren braucht. Die Folgen spüren am Ende nicht nur PC-Käufer.
Die Preise für die Bauteile in PCs und Laptops werden steigen

Die Preise für die Bauteile in PCs und Laptops werden steigen

Die Preise für Speicher ziehen weiter an – und das kann beim nächsten Kauf schnell ins Geld gehen. Gemeint sind vor allem Arbeitsspeicher (RAM) und Flash-Speicher, der in SSDs steckt. In den letzten Monaten ist Speicher ohnehin teurer geworden. Jetzt rechnen die Analysten von TrendForce damit, dass die Preise im 1. Quartal 2026 noch stärker steigen als bisher gedacht. Dabei geht es nicht nur um einzelne Bauteile. Wenn Hersteller mehr für RAM und SSDs bezahlen, kann das auch komplette Geräte verteuern – vom Desktop-PC bis hin zu anderen Produkten, in denen Speicher steckt. Auch die Kosten für Smartphones oder Tablets sind betroffen.

Was hinter der Speicherkrise steckt

Ein wichtiger Treiber ist die AI-Branche. Für KI-Anwendungen werden weltweit immer mehr Rechenzentren gebaut. Dafür braucht es nicht nur Grafikkarten und Prozessoren, sondern auch sehr viel Speicher. Gleichzeitig werden weiter viele PCs verkauft – und auch das drückt auf die Lagerbestände der Hersteller.

TrendForce schaut in seinem Bericht auch zurück auf das vierte Quartal 2025. Demnach wurden mehr PCs ausgeliefert als erwartet. Das sorgt dafür, dass selbst große Hersteller mit festen Lieferzusagen weniger Reserven auf Lager haben. Und wenn Ware knapper wird, gehen die Preise nach oben.

So stark sollen die Preise 2026 steigen

Besonders deutlich soll es beim DRAM werden – also bei dem Speicher, den du typischerweise als RAM-Riegel im PC findest. Für das 1. Quartal 2026 geht TrendForce jetzt davon aus, dass die Preise nicht nur um 55 bis 60 Prozent steigen, sondern um 90 bis 95 Prozent.

Für den klassischen PC-Markt nennt TrendForce sogar noch höhere Werte: Bei DDR4- und DDR5-Modulen könnten es 105 bis 110 Prozent sein. Das wäre im Extremfall mehr als eine Verdopplung im Vergleich zum vorherigen Preisniveau.

Die Vorhersagen von TrendForce für Speicherpreise im 1. Quartal 2026

Auch beim NAND-Flash – dem Speicher in SSDs – erwarten die Analysten stärkere Sprünge. Statt der bisher prognostizierten 33 bis 38 Prozent nennt TrendForce jetzt 55 bis 60 Prozent. Kurz gesagt: Der Preisdruck nimmt weiter zu, das nächste PC-Upgrade wird immer teurer.

Was das für dich beim Kauf bedeutet

Am stärksten merkst du solche Entwicklungen, wenn du gerade einen PC kaufst oder selbst zusammenbaust. Einige Anbieter haben zuletzt sogar damit experimentiert, Fertig-PCs ohne RAM zu verkaufen. Die Idee dahinter: Vielleicht hast du noch Arbeitsspeicher aus einem alten Gerät oder willst dir RAM separat besorgen.

Langfristig könnten die steigenden Kosten aber auch andere Bereiche treffen. Denn Speicher steckt nicht nur im PC, sondern auch in vielen anderen Geräten. Deshalb wird inzwischen auch darüber spekuliert, ob Hersteller bei neuen Produkten an der Preisschraube drehen müssen – etwa im Smartphone-Markt. Derartige Diskussionen gibt es zum Beispiel bei Samsung zum S26 oder den im Herbst erwarteten iPhones von Apple.

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