Neue Regierungspläne: Diese Änderung erwartet Kassenpatienten

2 Min. Lesezeit Teilen/Speichern
Was gerade im Bundesgesundheitsministerium vorbereitet wird, klingt nach Fortschritt. Gleichzeitig fühlt es sich für viele wie ein Kontrollverlust an. Gesundheitsministerin Nina Warken will einen großen Umbau des deutschen Gesundheitswesens.
Eine Frau, die Medikamente und ihre Versichertenkarte in den Händen hält

Neue Regierungspläne

Herzstück ist erneut die elektronische Patientenakte (ePA), die weit mehr sein soll als nur ein digitaler Aktenordner. Denn die ePA wird neu gedacht. Nicht als staubiges Archiv im Smartphone, sondern als aktiver Begleiter durch die medizinische Versorgung.

Die ePA wird zum digitalen Gesundheitskompass

Digitale Ersteinschätzung, Terminvermittlung per Klick, E-Überweisungen direkt aus der App. All das soll das System in Zukunft selbst mitdenken, koordinieren und steuern. Was bislang rund vier Millionen Versicherte aktiv nutzen, soll bis 2030 auf 20 Millionen Nutzer anwachsen.

Zusätzlich werden Authentifizierungs-Hürden gesenkt, Prozesse automatisiert und Datenflüsse erweitert. Noch in diesem Jahr sollen ein digital gestützter Medikationsprozess, Erinnerungsfunktionen für Patientinnen und Patienten sowie die Ausleitung von Forschungsdaten an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ) weitergeleitet werden.

Über ihre bisherige Funktion als Datenspeicher hinaus soll die ePA zum zentralen Steuerungsinstrument im Gesundheitswesen werden. Wenn du einen Arzttermin brauchst, sollst du ihn künftig digital erhalten. Wenn du Symptome hast, erhältst du eine digitale Ersteinschätzung. Somit wandern Überweisungen nicht mehr als Papierzettel durch Wartezimmer, sondern werden elektronisch weitergereicht.

Damit sollen Abläufe schneller und die Versorgung besser werden. Doch mit der wachsenden Funktionalität steigt auch die Datenmenge, die du für die zentrale Verarbeitung weitergibst. Denn Medikationspläne, Diagnosen, Behandlungsverläufe sollen alle in einen Topf zusammenfließen. Schließlich werden Forschungsdaten strukturiert an das FDZ weitergegeben. Offiziell unter sicheren Bedingungen.

Weitere Wege der Digitalstrategie

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Digitalstrategie ist der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI soll dort unterstützen, wo sie Behandlungsqualität erhöht, medizinische und pflegerische Dokumentation vereinfacht oder Kommunikation verbessert. Auch beim Zugang zu geprüften Gesundheitsinformationen soll sie helfen.

So sollen Algorithmen Medikationsfehler erkennen, Risiken frühzeitig anzeigen oder Behandlungsoptionen strukturieren. Aber KI braucht vor allem eines: große, strukturierte Datenmengen. Und genau die entstehen jetzt, wie oben beschrieben.

Die neue Digitalstrategie rund um die elektronische Patientenakte verspricht Effizienz, Komfort und bessere Versorgung. Digitale Terminvergabe, Medikationsprozesse, KI-Unterstützung und Forschung auf Basis realer Versorgungsdaten? Das alles klingt nach enormem Potenzial.

Bildquellen

  • krankenkassen: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern
  • regierungsplaene: inside digital / KI-generiert / Thomas Kern

Keine Kommentare

[-AMP Version-]