Überraschung im April: Amazon bringt neue Geräte mit genialem Display-Upgrade

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Die Kombination aus digitaler Flexibilität und dem vertrauten Gefühl von echtem Papier stellt Ingenieure seit Jahren vor große Herausforderungen. Oft wirkt die Eingabe verzögert oder die Oberfläche zu glatt. Ein neuer Ansatz löst dieses Problem nun auf eine sehr bemerkenswerte technische Weise.
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Überraschung im April: Amazon bringt neue Geräte mit genialem Display-UpgradeBildquelle: bluestork/Shutterstock

Wer häufig auf einem Tablet schreibt, kennt das Problem: Zu viel Spiegelung, zu wenig Papiergefühl und oft eine Oberfläche, die eher nach Glas als nach Notizbuch wirkt. Genau hier setzt Amazon an. Die neuen Modelle sollen das digitale Schreiben spürbar natürlicher machen und gleichzeitig weniger ablenken als klassische Tablets. Dazu ermüden Tablets die Augen schnell durch ihre leuchtstarken Hintergrundbeleuchtungen. Amazon hat dieses Feedback offenbar verarbeitet und bringt zwei neue Modelle auf den Markt. Neben einer überarbeiteten Schwarz-Weiß-Version des Kindle Scribe betritt mit dem Kindle Scribe Colorsoft erstmals ein Gerät mit farbigem Display die Bühne. Die Neuerungen zielen primär auf eine Steigerung der Produktivität ab und verabschieden sich von verspielten Ablenkungen im System.

Mehr Tempo und ein spürbar besseres Schreibgefühl

Amazon bringt am 8. April zwei neue E-Ink-Geräte auf den Markt. Der reguläre Kindle Scribe geht in die nächste Generation und präsentiert sich mit 400 Gramm Gewicht sowie einer Dicke von 5,4 Millimetern als angenehm kompakter Begleiter. Die spannendste Neuerung betrifft die verbaute Hardware unter der Haube. Ein speziell angefertigter Quad-Core-Chip sorgt in Kombination mit der aktuellen Oxid-Display-Technologie für einen bemerkenswerten Leistungssprung. Laut Herstellerangaben blätterst und schreibst du damit vierzig Prozent schneller als beim Vorgänger.

Die wahre Stärke zeigt sich jedoch beim Schreibgefühl auf dem entspiegelten 11-Zoll-Display. Bei meinen bisherigen Erfahrungen mit E-Ink-Geräten und Tablets störte mich oft die sichtbare Lücke zwischen der Stiftspitze und der digitalen Linie auf dem Panel, die sogenannte Parallaxe. Amazon hat die Displayeinheit nun komplett neu konstruiert, wodurch dieser Abstand optisch verschwindet. Zusätzlich wurde die Oberflächenstruktur angeraut. Der mitgelieferte Premium-Eingabestift, der erfreulicherweise weiterhin ohne Akku auskommt, erfährt dadurch einen leichten mechanischen Widerstand. Das gleicht dem haptischen Feedback eines Bleistifts auf Papier und verhindert das rutschige Schreibgefühl herkömmlicher Tablets.

Die neue Kindle Scribe Ausführung soll störendes Problem lösen Image source: Amazon

Kindle Scribe Colorsoft bringt Farbe ins Spiel

Der Kindle Scribe Colorsoft markiert einen technologischen Meilenstein für das Unternehmen. Farbige E-Ink-Displays wirkten in der Vergangenheit oft blass oder stark verwaschen. Die neue Colorsoft-Displaytechnologie nutzt einen speziellen Farbfilter in Verbindung mit einem Lichtleiter und Nitrid-LEDs. Diese Konstruktion optimiert die Farbdarstellung und schont dabei gleichzeitig die Augen. Eine eigens entwickelte Rendering-Engine berechnet die Eingaben in Farbe in Echtzeit und garantiert einen flüssigen Tintenfluss auf dem Bildschirm.

Mit einem Startpreis von 649,99 Euro (gegenüber den 519,99 Euro der Standardvariante) ruft Amazon für diesen Farb-Komfort allerdings einen stolzen Preis auf. Ein Blick auf die direkte Konkurrenz zeigt jedoch, dass sich das Colorsoft-Modell im üblichen Marktumfeld für Farb-E-Ink-Geräte bewegt:

  • Apple iPad Air 11″ (M3): Die klassische LCD-Alternative. Das Tablet kostet aktuell ab rund 599,00 Euro, hinzu kommen jedoch noch einmal ca. 149,00 Euro für den Apple Pencil Pro. Gesamtpreis: ca. 748,00 Euro. Das iPad kann zwar alles, blendet aber deutlich stärker und lenkt im Alltag schneller ab.
  • reMarkable Paper Pro: Der wohl direkteste Konkurrent bietet ebenfalls ein farbiges Display und das legendäre Schreibgefühl. Preislich startet das Gerät inklusive des Basis-Markers bei etwa 599,00 Euro.
  • Onyx Boox Note Air 3 C: Wer auf ein offenes Android-System mit Google Play Store nicht verzichten möchte, wird hier fündig. Das Farb-Tablet liegt aktuell bei rund 549,99 Euro (meist inklusive Stift und Hülle).
Kindle Scribe Colorsoft mit farbigem E-Ink-Display Image source: Amazon

Mehr Ordnung dank Cloud-Anbindung und KI

Amazon setzt nicht nur auf neue Hardware, sondern auch auf neue Software. Die Geräte lassen sich direkt mit Google Drive und Microsoft OneDrive verbinden. Besonders praktisch ist die Anbindung an OneNote: Handschriftliche Notizen können automatisch in Text umgewandelt und an Microsoft-Dienste weitergeleitet werden.

Auch bei der Suche wird es komfortabler. Statt sich durch Ordner zu klicken, können Nutzer ihre handschriftlichen Notizen per natürlicher Sprache durchsuchen. Die KI liefert passende Antworten und erlaubt sogar Folgefragen. Das spart Zeit und macht große Notizsammlungen übersichtlicher.

Neu sind außerdem thematische Arbeitsbereiche auf dem Startbildschirm. Dort bündelt Amazon verwandte PDFs, Skizzen und E-Books in gemeinsamen Ordnern. Das passt zum Gesamtansatz der Geräte: produktiv bleiben, ohne von Apps, Nachrichten oder anderen Ablenkungen unterbrochen zu werden.

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