Das digitale Bezahlen wird immer beliebter. Dazu muss man nicht einmal das Smartphone aus der Tasche hervorholen. Es genügt, das Handgelenk mit der Smartwatch an den Kontaktpunkt des Terminals zu halten. Das zeigt sich mittlerweile sogar in den Dörfern und Städten im Land: Immer mehr Banken reduzieren die Anzahl ihrer Filialen.
Wer tatsächlich noch Bargeld benötigt, wird an die Supermärkte verwiesen. An den Kassen eines Großteils der Märkte kann man sich mittlerweile Bargeld vom eigenen Konto auszahlen lassen. Doch einer der großen Hersteller smarter Uhren zeigte dem digitalen Bezahlen bisher die kalte Schulter: Huawei.
Bezahlfunktion für zahlreiche Huawei-Uhren
Die Smartphones und Laptops des chinesischen Tech-Giganten sind in der westlichen Hemisphäre aufgrund US-amerikanischer Sanktionen und der damit verbundenen Einschränkungen hinsichtlich des Betriebssystems und der Prozessoren zwar nahezu unverkäuflich. Die Smartwatches sind von diesen Einschränkungen jedoch weniger stark betroffen – und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Auf die Möglichkeiten des digitalen Bezahlens mussten die Nutzer bisher jedoch verzichten.
Die neue Option, die bei Huawei als Curve Pay bezeichnet wird, steht bereits auf der erst vor wenigen Tagen vorgestellten Watch GT Runner 2 zur Verfügung. Sie kann damit bereits zum Bezahlen an der Kasse genutzt werden. Doch die neue Bezahlfunktion soll nicht nur dem neuesten Modell vorbehalten bleiben.
Curve Pay per App installieren
Ab sofort kann die auf dem Tap-to-Pay-Prinzip basierende Funktion auch auf der Watch GT6, der Watch GT5, der Watch 5 sowie der Watch Fit 4 installiert werden. Weitere Modelle des Herstellers sollen folgen. Curve Pay wird als App über die AppGallery von Huawei, den App Store von Apple, den Play Store von Google und sogar den Galaxy Store von Samsung bereitgestellt. Die Installation erfolgt also über das mit der smarten Uhr gekoppelte Smartphone.
Die Huawei-Bezahlfunktion kann europaweit genutzt werden und bietet darüber hinaus ein integriertes Smart Wallet, das das Verwalten – bis hin zur Kartensperrung – von verschiedenen Kreditkarten ermöglicht. Sicherheit wird auch an anderer Stelle großgeschrieben. Nach dem Anlegen der Smartwatch muss zunächst ein sogenannter Passcode eingegeben werden. Erst danach kann man wieder auf die Bezahlfunktion zugreifen.
