Amazon-Betrug entdeckt: Aufgepasst bei Rückerstattungen

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Aus Kundensicht gehört Amazons überaus kulante Rücknahmepolitik zu den größten Vorteilen des Versandhändlers. Kaum schickt man ein Paket kostenlos zurück, schon ist die Rückerstattung auf dem Konto. Doch nun müssen Amazon-Kunden auf eine neue Betrugsmasche mit Rückerstattungen achten.
Amazon-Paket

Amazon-Betrug entdeckt: Aufgepasst bei Rückerstattungen

Mit Blick auf Amazons Rücknahmepolitik wäre das Wort „kulant“ beinahe schon eine Untertreibung. So gewährt der Versandhändler beim Widerrufsrecht oft deutlich mehr Spielraum als die gesetzlich vorgeschriebenen 14 Tage. Die Rücksendekosten trägt Amazon ebenfalls selbst und die Art der Rücksendung – ob verpackt oder nicht, per Etikett oder QR-Code, DHL oder Hermes – ist ebenfalls in den meisten Fällen frei wählbar. Und dann darf man die Produkte auch noch gelegentlich behalten und bekommt trotzdem sein Geld zurück. Kurz gesagt: Für Verbraucher ist Amazon hier der perfekte Anbieter. Einzig jetzt müssen Kunden bei Rückerstattungen vorsichtig sein.

Amazon-Betrugsmasche im Umlauf

Die Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Amazon-Masche. Laut Informationen der Verbraucherschützer erhalten Nutzer gegenwärtig E-Mails, in denen von einer erfolgreichen Rückerstattung die Rede ist. Demnach hätte Amazon einen Betrag in Höhe von 129,89 Euro erfolgreich freigegeben. Um die Rückerstattung abzuschließen, müsse man jedoch zunächst seine Zahlungsinformationen über einen in der E-Mail hinterlegten Button mit der Aufschrift „Rückerstattung jetzt erhalten“ bestätigen.

Da es sich bei dem Schreiben in Wahrheit um eine Phishing-Mail handelt, sollte man den Button unbedingt meiden. Denn dieser führt erfahrungsmäßig auf eine gefälschte Seite, die der Amazon-Anmeldemaske nachempfunden ist. Anschließend werden Zahlungsinformationen, wie angekündigt, abgefragt. Bedeutet: Die verantwortlichen Cyberkriminellen bekommen nicht nur Zugang zu Amazon-Konten, sondern eventuell sogar zu Bankkonten. Und auch Identitätsdiebstahl gehört zu den möglichen Folgen des Informationsabflusses.

Betrügerische Amazon-Mail

Einfach auf den Absender achten

Wer sein Erspartes gerne behalten möchte, sollte bei fragwürdigen E-Mails zunächst auf die E-Mail-Adresse des Absenders achten. Diese lässt sich zwar ebenfalls mittels E-Mail-Spoofing manipulieren, doch das kommt nicht oft vor. Ansonsten fehlt in der Phishing-Mail eine persönliche Kundenanrede und freigegeben werden müssen Amazon-Rückerstattungen in der Regel ebenfalls nicht. Ergänzend offenbart bereits der Buchstaben-Trick, dass es sich bei der Mail mit hoher Wahrscheinlichkeit um Phishing handelt. Doch was, wenn man das alles übersieht und seine Zugangs- und Zahlungsinformationen preisgibt?

In diesem Fall empfiehlt es sich, zunächst einmal bei seiner Bank anzurufen und das Konto sperren zu lassen. Anschließend ist Amazon an der Reihe. Hier sollten Betroffene ihre Passwörter schnellstmöglich austauschen. Außerdem ist die Einrichtung einer sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ratsam, sofern noch nicht geschehen. Allein schon aus Prophylaxe.

Und die Rückerstattungs-Mail? Die sollten Empfänger laut einer Empfehlung der Verbraucherschützer unbeantwortet in einen Spam-Ordner verschieben. Anschließend können sie einfach ihr Amazon-Konto öffnen und in den Benachrichtigungen prüfen, ob tatsächlich eine Rückerstattung veranlasst wurde.

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Bildquellen

  • Betrügerische Amazon-Mail: Verbraucherzentrale
  • Versteckter Amazon-Trick – So sparst du viel Geld: Daria Nipot / shutterstock.com
  • Amazon-Betrug entdeckt: Aufgepasst bei Rückerstattungen: Frederic Legrand - COMEO / shutterstock.com

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