Super platzsparend: Dieses Walking Pad verschwindet einfach unter deinem Sofa

8 Minuten
Du weißt nicht, wie du deine 10.000 Schritte im Homeoffice schaffen sollst? Das WoodPad Pro von Sportstech verspricht die Lösung: ein klappbares Walking Pad aus Echtholz mit vielen praktischen Funktion, das sich platzsparend bei dir zu Hause verstauen lässt. Für dich getestet.
Woodpad Pro liegt im Wohnzimmer auf Boden, tiefe Perspektive von unten, man sieht Möbel, einen Teppcih
Das WoodPad Pro von Sportstech sieht nicht nur schick aus, sondern hat auch ordentlich was auf dem Kasten.Bildquelle: Marie Gimborn / inside digital

Mehr Schritte im Alltag würden jedem von uns ganz guttun. Doch mehr raus, zwischendurch noch ins Fitnessstudio aufs Laufband – das passt einfach nicht immer in den Wochenplan. Dafür gibt es aber eine Lösung für zu Hause: das Walking Pad. Du kannst es sogar unter deinem Schreibtisch im Homeoffice benutzen und so auch während deines Arbeitstags noch ein paar Schritte sammeln.

Wer zu Hause aber wenig Platz hat und diesen nicht mit unansehnlichen Sportgeräten vollstellen möchte, für den könnte das neue WoodPad Pro ein sinnvoller Kompromiss sein. Dieses besticht nicht nur durch eine vollendete Optik aus Echtholz, sondern ist auch noch klappbar und spart somit viel Platz – zwei Vorteile, die mir im Test besonders positiv aufgefallen sind.

Was kann das Woodpad Pro?

Das WoodPad Pro von Sportstech ist ein vor allem auf Optik und platzsparendes Design ausgelegtes Walking Pad. Es hat ein Finish aus Echtholz und macht in der Wohnung echt was her. Ob auf- oder eingeklappt beträgt die Höhe des gesamten Geräts 17,5 Zentimeter. Damit kannst du es bei Nichtgebrauch unter Möbeln verstauen – entweder liegend oder hochkant angelehnt.

Die Lauffläche ist auf einen Meter mal 40 Zentimeter bemessen. Links und rechts befinden sich breite Stege, die das Auf- und Absteigen erleichtern. Das Walking Pad ist für ein Körpergewicht von bis zu 150 Kilogramm ausgelegt und erreicht Geschwindigkeiten zwischen einem und acht Kilometern pro Stunde, einstellbar in 0,1-km/h-Schritten. Damit eignet sich das WoodPad Pro sowohl für langsames Laufen am Schreibtisch, als auch für sportlichere Trainings inklusive vier voreingestellter Trainingsprogramme und individueller Zielsetzung.

Sind die Einrichtung und Wartung kompliziert?

Ich habe das WoodPad Pro über den Webshop von Sportstech bestellt und gleich am nächsten Tag war es auch schon da. Das ging wirklich fix. Was allerdings gar nicht schnell ging, war das Auspacken. Vor allem das hohe Gewicht von gut 25 Kilogramm in Kombination mit einem gut sitzenden Styroporkasten spielt hier eine Rolle. Eine zweite Person wäre hier hilfreich. Zum Glück hat das Pad Transportrollen an der Unterseite und lässt sich so relativ leicht schieben. Dafür ist das Walking Pad so stabil, dass es auch 150 Kilogramm aushält – viele Hersteller setzen schon bei 120 Kilogramm die Grenze.

Das zweite Problem ist das Ausklappen, denn das hat erst einmal nicht funktioniert, weil das Laufband zu sehr auf Spannung war. Einige Drehungen mit dem Inbusschlüssel später ist das Problem behoben und ich kann das Walking Pad ausklappen. Jetzt muss das Band noch mithilfe des Inbusschlüssels und ein paar Umdrehungen der Stellschrauben mittig ausgerichtet werden. Bis zur ersten Benutzung vergeht da schon etwas Zeit.

Hast du das Gerät einmal ans Laufen bekommen, solltest du es nach jeder Nutzung mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Wichtig: Benutze dabei keine Reinigungsmittel, die die Fasern schädigen könnten. Nach der ersten 25 Stunden solltest du dann einmal mit dem mitgelieferten Schmiermittel den Laufgurt schmieren und ab da dann alle 50 Stunden, um die Lebensdauer des Laufgurtes zu verlängern.

Pluspunkte: platzsparendes Design, großes Display, einfache Bedienung

Den Aufwand und das hohe Gewicht gleicht das Design sinnvoll aus. Nicht nur gefällt die Holzoptik, auch die Einklappfunktion erscheint mir sehr praktisch. Das Laufband ist flacher als der vordere Teil unter dem Display, wo der Motor verbaut ist. Einklappbar ist aber nur der Bereich mit dem Band, sodass sich die gesamte Höhe des Geräts beim Einklappen nicht verändert. Das ist besonders platzsparend gedacht. So kann man es gut verstauen, auch wenn man das aufgrund des Gewichts und der damit verbundenen Anstrengung vielleicht nicht ganz so häufig tut. Muss man auch nicht, denn das WoodPad Pro ist wohl eines der schicksten Sportgeräte, die ich je gesehen habe.

Dazu trägt auch das große und ins Holz eingelassene Display bei, das man vom Walking Pad aus problemlos lesen kann. Es zeigt im Wechsel alle wichtigen Messwerte an: die Dauer des Trainings, die bisher verbrauchten Kalorien, die Schritte sowie die Distanz in Kilometern und auch die eingestellte Geschwindigkeit in Kilometern pro Stunde. Auch den Puls, wenn verbunden mit Fitnesstracker oder Health Connect. Und das WoodPad Pro merkt auch, ob du draufstehst oder nicht, und zählt dann nicht weiter die Schritte, wenn du zwischendurch runtergehst.

Das Walking Pad lässt sich wahlweise über die Sportstech Live App bedienen oder über die Fernbedienung. Diese kommt mit einer Silikon-Schlaufe, damit du sie beim Laufen nicht so leicht verlierst. Das ist notwendig, ohne ist man bei höheren Geschwindigkeiten aufgeschmissen, wenn man nicht bei voller Fahrt vom Walkingpad herunterspringen möchte.

Im Test hat die Bedienung des Pads per Fernbedienung super geklappt. Du kannst darüber den Quickstart-Modus auswählen. Damit läufst du einfach los und änderst die Geschwindigkeit, wie du möchtest. Oder du wählst eines von vier verschiedenen voreingestellten Trainingsprogrammen in Form von zwanzigminütigen Intervalltrainings aus. Die reichen von vier bis sieben Intervallen mit Geschwindigkeiten zwischen zwei und sechs Kilometern pro Stunde.

Minuspunkte: Lautstärke und Laufgefühl

Bei der Lautstärke allerdings wäre noch etwas Luft nach unten. Bei geringer Geschwindigkeit von etwa 1 bis 2,5 km/h – in diesem Bereich lässt sich noch am Stehtisch arbeiten – beträgt sie bereits zwischen 53 und 57 Dezibel. Andere Hersteller setzten das als Maximum an, beim WoodPad Pro ist es allerdings das Minimum. Das geht definitiv noch leiser. Denn bei höherer Geschwindigkeit geht die Lautstärke noch auf bis zu 70 dB rauf. Hinzu kommen noch die lauten Signaltöne, wenn man die Fernbedienung zum Hochschalten oder Umschalten zwischen den Modi benutzt. Die kann man aber glücklicherweise ausschalten.

Abgesehen von der Lautstärke gibt der Motor auch kein gleichmäßiges Geräusch ab. Spätestens ab 3 km/h ist das deutlich zu hören. Bei den vollen 8 km/h ist das schon sehr nervig und unangenehm. Das ist definitiv ausbaufähig.

Was auch nicht ganz gleichmäßig ist, ist das Laufgefühl. Ich spüre deutlich den Knick des Laufbands in der Mitte – auch durch die Sohle meiner Sportschuhe hindurch. So fühlt sich der Lauf etwas unrund an. Dafür gibt das Band wenig nach, sodass der Körper nicht auf und abwippt. Das ist vor allem beim Arbeiten am Schreibtisch angenehm. Das Ablegen der Arme auf dem Tisch hilft bei der Stabilität. Bei höherer Geschwindigkeit und frei stehend muss ich mich schon sehr auf meine Füße konzentrieren, um weiter gerade zu laufen und nicht hinten vom Pad zu rutschen. Praktisch wären hier ein paar extra Zentimeter, vor allem für eine große Person (1,8 Meter), die gerne große Schritte macht.

Eine App für alles – mit vielen Abstrichen

Die Sportstech Live App ist mehr als eine bloße Alternative zur Fernbedienung. Über sie kannst du das Walkingpad steuern und siehst auf einen Blick alle Messwerte – ohne dich mit der Fernbedienung durchzuklicken. Zusätzlich misst die App dein durchschnittliches Tempo, also wie lange du für einen Kilometer brauchst, wie lange deine Pause innerhalb des Trainings war und wie sehr du im Tempo geschwankt bist. Mit entsprechend kompatiblen Fitnesstrackern (Fitbit, Garmin, Oura, Whoop) kannst du darüber auch deinen Puls aufzeichnen oder per Health Connect auslesen lassen.

Über die App kannst du dir auch ein Ziel setzen (Zeit, Distanz, Kalorien) und dann so lange trainieren, bis du es erreicht hast. Sportstech hat die App als umfassende Fitness- und Ernährungsapp gedacht, mit allerlei körperlichen Angaben, eigener Zielsetzung, KI-generierten Trainingsplänen und Rezepten. Auch Streaming-Dienste sind integriert. Allerdings unterliegt das Meiste davon einem Bezahl-Abo.

Zudem ist mir beim Training ein technisches Problem der App aufgefallen. Wenn ich das Gerät über die App starte, aber über die Fernbedienung stoppe, dann bemerkt die App das nicht und lässt die Zeit einfach weiterlaufen. Man muss also nicht nur das Band, sondern auch den Trainingslauf innerhalb der App stoppen für unverfälschte Zahlen. Und wenn die App nicht aktiv ist, ich das Pad aber benutze, dann wird mein Training nicht gespeichert und ich kann es nicht nachträglich mit in die Statistik aufnehmen lassen.

Fazit

Das WoodPad Pro besticht mit seiner Echtholz-Optik, der cleveren Einklappfunktion und der hohen Traglast. Wer täglich unter dem Schreibtisch ein paar Schritte sammeln will, bekommt hier ein Gerät, das sich sehen lassen kann und sich dank der übersichtlichen Fernbedienung unkompliziert bedienen lässt. Allerdings hat das Walking Pad auch einige Schwächen, wie den Geräuschpegel, das ungleiche Laufgefühl und die App, deren vollumfängliche Funktionen nur im Abo-Modell inbegriffen sind.

Die unverbindliche Preisempfehlung von 599 Euro ist daher recht hoch angesetzt. Bis zum 13. September 2026 ist es im Sale bei Sportstech und bei Amazon aber schon für 399 Euro erhältlich.

Vorteile

  • Optik
  • platzsparende Klappfunktion
  • hohe Traglast
  • Transportrollen
  • einfache Bedienung

Nachteile

  • hohes Gewicht
  • laut
  • umständliches Justieren des Laufgurtes
  • unrundes Laufgefühl
  • Bezahl-Abo in der App
Sportstech WoodPad Pro Testsiegel
Sportstech WoodPad Pro Testsiegel Bildquelle: insidedigital
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