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Dreame L10s Ultra im Test: Der Alleskönner unter den Saugrobotern

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Der Saugroboter "Dreame L10s Ultra" saugt und wischt nicht nur autonom, sondern kann auch seinen Staubbehälter selbstständig entleeren und sogar die Wischtücher waschen. Wir haben das All-in-one-Gerät getestet.
Dreame L10s Ultra mit Station im Test

Dreame L10s Ultra im Test: Der Alleskönner unter den Saugrobotern

Dreame ist ein chinesischer Hersteller von Saugrobotern und Akku-Staubsaugern. Bereits seit mehreren Jahren ist man mit einem eigenen Online-Shop in Deutschland vertreten. Mittlerweile gibt es die Produkte auch in gängigen Elektronikmärkten wie MediaMarkt oder Saturn oder via eigener Amazon-Store-Page. Mit dem Dreame L10s Ultra stellt man sein erstes All-in-one Premium-Modell vor und möchte Ecovacs, Roborock und Co. Konkurrenz machen. So ist der neue L10s Ultra deutlich preiswerter zu haben, als vergleichbare Modelle der Konkurrenz. Wir machen den Test.

Die Hardware im Ersteindruck

In der großen Verpackung des Dreame L10s Ultra findet sich neben dem Roboter selbst, allerlei Zubehör. Hierzu zählt die Station, welche bereits vollständig montiert ist und nur aus der Verpackung gehoben und an die Steckdose angeschlossen werden muss. Auch das hierfür benötigte Kabel und eine Reinigungsbürste liefert Dreame mit. Außerdem gibt es einen Ersatz-Staubsaugerbeutel und eine Kartusche mit Reinigungsmittel. Aber der Reihe nach.

Der Saugroboter selbst ist in schlichtem Weiß gehalten und hochwertig verarbeitet. Auch Dreame verbaut jetzt eine Boden-Bürste mit Silikon-Lamellen statt Borsten. Mit dieser kann feiner Staub besser aufgenommen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich längere Haare nicht so leicht um die Bürste verheddern können. Zum Wischen verfügt der Dreame L10s Ultra über zwei rotierende Wischpads, welche magnetisch unter dem Roboter halten.

Der Dreame L10s Ultra von unten

So staubsaugt der Dreame L10s Ultra

Zur Orientierung in deiner Wohnung setzt der Dreame L10s Ultra auf einen Lidar-Sensor, also Laserdistanzmessung. Dies funktioniert im Test einwandfrei. Dazu kommt eine Kamera und diverse Sensoren auf der Vorderseite des Roboters, welche Hindernisse erkennen und umfahren sollen. Wir haben die Hinderniserkennung mit einem Klemmbaustein-Auto, einem Ladekabel und Schuhen getestet. Kabel und Spielzeug wurden dabei in mehreren Versuchen problemlos erkannt und nur die Schuhe ein wenig verschoben. Insgesamt ein gutes Ergebnis. Insbesondere, da der Roboter sich auch in sehr chaotischen beziehungsweise zugestellten Räumen zurechtfindet.

Für die bessere Hinderniserkennung hat der Dreame L10s Ultra eine Kamera verbaut

Auch die Saugfunktion selbst kann im Test überzeugen. Dank der neuen Bürste und einer starken Saugleistung reinigt der Saug- und Wischroboter zuverlässig. Die Lautstärke fällt dabei angenehm leise aus. Direkt über dem Roboter messen wir 56 Dezibel im Standardmodus und 61 Dezibel im Leistungs-Modus.

Der Staub landet vollautomatisch im Staubsaugerbeutel der Station

Wischfunktion mit automatischer Reinigung

Für die Wischfunktion setzt Dreame auf zwei drehende Wischpads. Diese halten mit magnetischen Stiften unter dem Saugroboter und können – dank der praktischen Station – dort ständig verbleiben. Erkennt der Roboter einen Teppich, hebt er die Pads zuverlässig an, um Feuchtigkeit auf dem Boden zu vermeiden. Auch zieht er durch das Anheben nicht jedes Mal einen feuchten Streifen durch die komplette Wohnung, wenn er auf dem Weg zu einem spezifischen Raum ist. Auf diese Weise kann man sich etwa vom Ecovacs Deebot X1 absetzen.

Der Dreame L10s Ultra beim Saugen und Wischen

Die mitgelieferte Station kann den Staubbehälter des Roboters in einen Staubsaugerbeutel entleeren und zudem die beiden Wischpads waschen sowie trocknen. Hierfür stehen zwei Tanks, für Frisch- und Abwasser mit jeweils 2,5 Litern zur Verfügung. Außerdem kannst du eine Art Patrone mit Reinigungsmittel einsetzen. Die Station dosiert das Reinigungsmittel beim Befeuchten und Waschen der Pads automatisch.

Neben zwei Wasserbehältern findet auch eine Kartusche mit Reinigungsmittel in der Station Platz

Durch das Reinigungsmittel und die rotierende Bewegung der Wischpads wird der Dreame L10s Ultra auch mit Flecken und ähnlichen Verschmutzungen fertig, bei denen normale Wischmodule passen müssen. Damit gehört die Wischfunktion zu einer der besten bei uns im Test.

Dreame-App

Mit dem Dreame L10s Ultra bietet der Hersteller nun eine eigene App zum Steuern des Roboters. Diese ist für iOS und Android verfügbar, funktional einwandfrei und leicht zu bedienen. Lediglich beim Design und der Stabilität muss der Hersteller noch ein wenig nachbessern. So braucht die App recht lange zum Starten und hat auf deutscher Spracheinstellung ein paar falsche Zeilenumbrüche. Nichts, was nicht via Updates gefixt werden könnte.

Alle bekannten Funktionen wie das Anpassen der Saugkraft und Wisch-Intensität und das Einstellen des gewünschten Reinigungsbereichs sind vorhanden und auch Komfort-Features wie eine Mehrgeschoss-Karte oder die Integration von Alexa und Google sind gegeben.

Die App des Dreame L10s Ultra

Fazit: Viel Technik für vergleichsweise wenig Geld

Mit dem Dreame L10s Ultra ist der chinesische Hersteller im absoluten High-End-Segment der Saugroboter angekommen. Mit Lamellen-Bürste, Hinderniserkennung und Profi-Wischen lässt der Saugroboter keine Wünsche offen und auch die Station mit automatischer Entleerung und Wasch-Funktion kann ganz oben mitspielen. Während die Konkurrenz für eine vergleichbare Ausstattung mindestens 1400 Euro aufruft, unterbietet Dreame diesen Preis mit 1.199 Euro (UVP) deutlich. Noch für kurze Zeit ist der Dreame L10s Ultra zum exklusiven Sonderpreis von 1.099 Euro erhältlich.

Pros des Dreame L10s Ultra

  • gute Saugleistung
  • automatische Reinigung der Wischpads
  • „Profi-Wischen“ inklusive Reinigungsmittel-Kartusche
  • Wischmodul kann angehoben werden
  • zuverlässige Navigation inklusive Hinderniserkennung
  • günstiger als die Konkurrenz

Contras des Dreame L10s Ultra

  • vergleichsweise kleine Wassertanks
  • App ausbaufähig
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