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Mähroboter im Winter einlagern: Dieser Fehler kann den Akku ruinieren

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Voller Akku, 80 oder 85 Prozent? Husqvarna, Stihl, Mammotion und Navimow geben für die Winterpause ihrer Mähroboter teils gegensätzliche Vorgaben. Gleiches auch bei ihren Ladestationen und der Lagertemperatur.
Ein Rasenmäherroboter in einem offenen Gartenhaus
Mähroboter im Winter einlagernBildquelle: KI-generiert mit Google Gemini

Ende Oktober sieht es in vielen Gärten gleich aus: Der Rasen wächst kaum noch, der Roboter dreht seine letzten Runden, und danach soll er ins Winterquartier. Wer seinen Mähroboter im Winter einlagern will, sucht nach einer simplen Checkliste. Die gibt es nur leider nicht. Wenn du die aktuellen Winteranleitungen der großen Hersteller nebeneinanderlegst, findest du kaum einen Schritt, bei dem alle dasselbe sagen.

Akku: Von 50 bis 100 Prozent ist alles dabei

Stihl will den Akku vor dem Einlagern vollständig geladen sehen und begründet das mit der Gefahr einer Tiefentladung. Husqvarna ebenfalls, nennt aber 50 Prozent als Mindestwert. Mammotion empfiehlt für den Luba 2 AWD X rund 80 Prozent und rät, vorher alle Zeitpläne in der App abzuschalten. Denn: Ein Lithium-Ionen-Akku entlädt sich auch ausgeschaltet langsam weiter. Rutscht er über Monate in die Tiefentladung, kann er dauerhaft Schaden nehmen. Für dich heißt das: Halte dich an die Zahl, die dein Hersteller für dein Modell nennt.

Akku des Worx WR308E Bildquelle: Thomas Kern / inside digital

Ladestation und Lager: Stihl und Husqvarna sagen das Gegenteil

Bei seinen älteren iMOW-Modellen RMI 422, 522 C und 632 beispielsweise erlaubt Stihl, die Ladestation draußen stehen zu lassen. Allerdings vom Strom getrennt und mit einem fixierten Eimer abgedeckt. Husqvarna empfiehlt dagegen dringend, Mäher, Station und Netzteil drinnen zu lagern. Bei den NERA-Modellen muss nur das Oberteil der Station rein, die Bodenplatte bleibt draußen. Muss die Station doch komplett draußen bleiben, soll sie am Netz bleiben, die Kabel angeschlossen. Begrenzungs- und Leitkabel dürfen laut Husqvarna den Winter über im Boden liegen. Im Zweifel würde ich die Station reinholen: Die Variante draußen beschreibt Stihl nur für ältere Modelle, bei Husqvarna ist sie nur die zweite Wahl.

Bei Robotern ohne Begrenzungskabel kommt die RTK-Antenne dazu. Mit einfachen Worten: die Referenzstation, über die der Roboter seine Position per Satellit bestimmt. Bei Navimow darf eine Antenne an Wand oder Dach abgedeckt hängen bleiben. Steckt sie im Rasen, nimmst du nur Kopf und Stange ab, der Sockel bleibt. Den Platz der Ladestation markierst du vor dem Abbau mit den mitgelieferten Silikonstiften. Wandert die Antenne an einen anderen Ort, musst du laut Navimow die Karte neu anlegen. Dasselbe gilt laut Husqvarna für die wetterfeste EPOS-Referenzstation, die am Netz draußen bleiben darf.

Auch „frostfrei“ ist nicht gleich frostfrei. Husqvarna reicht ein trockener Raum über 0 Grad. Stihl und Navimow verlangen mindestens 5 Grad, Mammotion rät beim Luba 2 AWD X von unbeheizten Schuppen ab. Die ungedämmte Garage, die im Januar auf 2 Grad abkühlt, passt also zu Husqvarna, nicht aber zu Stihl oder Navimow.

Selbst beim Putzen gibt es zwei Lager. Stihl will den iMOW nicht unter fließendem Wasser reinigen, Mammotion und Navimow erlauben den Gartenschlauch bei niedrigem Druck. Den Hochdruckreiniger schließen alle drei aus.

Mähroboter einlagern: Was du jetzt tun solltest

Husqvarna und Stihl bieten über ihre Fachhändler auch einen Winterservice an, Husqvarna auf Wunsch mit Einlagerung im beheizten Lager. Den Preis legt der Händler fest. Mit einem Vertrag wie Garantie Plus kann der Service laut Husqvarna bereits enthalten sein. Neue Messer und Schrauben solltest du ohnehin einplanen: Husqvarna und Navimow empfehlen sie vor dem Einlagern oder spätestens zum Saisonstart. Mehr zu Reinigung und Messerwechsel steht in unserem Ratgeber zu typischen Fehlern beim Mähroboter im Winter.

Wer einen Husqvarna mit Begrenzungskabel nutzt, lässt den Draht im Boden und holt Roboter und Station rein. Oder du lässt die Station bewusst am Netz. Wenn du kabellos mit RTK-Antenne mähst, markierst du vor dem Abbau Station und Antennenplatz, sonst wartet im Frühjahr eine neue Kartierung. Vor dem ersten Handgriff lohnt der Blick in die Anleitung deines Modells, denn wie das Beispiel Mammotion zeigt, unterscheiden sich die Vorgaben sogar innerhalb einer Marke. Und steht ein Neukauf an, achte auf Spielraum bei der Schnitthöhe nach oben, etwa beim Mähroboter-Testsieger ohne Begrenzungskabel.

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