Google hat den Pixel Drop für September 2026 gestartet. Und dieses Update hat es in sich. Denn es kommt zusammen mit dem neuen Betriebssystem Android 17 QPR1 (Quarterly Platform Release 1) und über 100 geschlossenen Sicherheitslücken. Nach neun Beta-Versionen steht für Pixel-Smartphones der sechsten bis elften Generation nun die finale Ausführung der neuesten Android-Variante bereit. All diejenigen, die ein Pixel-6-Modell nutzen, müssen wissen: Es wird das letzte große Update sein, das sich auf diesen Smartphones installieren lässt.
Hinsichtlich des Feature Drops für die Pixel-Smartphones lässt sich festhalten, dass die ganz großen Neuerungen dieses Mal ausbleiben. Dafür gibt es mehrere kleine Verbesserungen, die sich im Alltag bei vielen Nutzern sofort bemerkbar machen dürften. Wir zeigen dir fünf Features, die sich lohnen. Und wir erklären dir auch, wie du sie aktivierst.
1. Pixel-VIP-Widget: Deine wichtigsten Kontakte einen Fingertipp entfernt
Das VIP-Widget für den Homescreen wurde überarbeitet: Du kannst deine wichtigsten Kontakte jetzt per Fingertipp direkt anrufen oder anschreiben, ganz ohne Umweg über die Kontakte-App. Über ein neues, schwebendes Navigationsmenü am unteren Bildschirmrand wechselst du bequem zwischen deinen VIPs, also für dich besonders wichtigen Personen. Neue Benachrichtigungs-Badges zeigen dir zudem auf einen Blick, ob eine dringende oder ungelesene Nachricht wartet.
Verfügbar ist das neue VIP-Widget auf Pixel-6-Smartphones und neueren Modellen. Zum Einrichten: Homescreen gedrückt halten > Widgets > Kontakte > Pixel VIPs auswählen.
2. Mehr Schutz vor Betrug: Scam-Erkennung jetzt auch in Deutschland
Google weitet die Betrugserkennung für Chat-App-Benachrichtigungen auf weitere Sprachen und Regionen aus. Und Deutschland ist jetzt mit dabei. Das Pixel warnt dich künftig direkt in der Benachrichtigung, wenn eine Nachricht typische Betrugsmuster aufweist. Etwas kritisch anmerken muss man an dieser Stelle aber: Die zusätzliche Gboard-Warnung, die verdächtige Nachrichten schon beim Tippen auf der Tastatur deines Handys markiert, gibt es bisher nur in den USA. Für deutsche Nutzer bleibt also erst einmal nur die Benachrichtigungs-Warnung.
Um die Einstellungen zur Betrugserkennung zu verwalten, musst du auf deinem Pixel-Smartphone die Einstellungen aufrufen und dann folgende Schritte befolgen: Sicherheit & Datenschutz > Mehr Sicherheit & Datenschutz > Betrugserkennung. An dieser Stelle kannst du dann „Betrug in Nachrichten“ aktivieren oder auch wieder deaktivieren.
3. „Pause Point“ jetzt auch für ältere Pixel-Modelle
Gute Nachrichten auch für all diejenigen, die sich öfter dabei erwischen, ungewollt durch Apps zu scrollen, die auf dem Smartphone installiert sind. Die Funktion „Pause Point“, die versehentliche oder unüberlegte App-Nutzung reduzieren soll, indem sie eine kurze Denkpause vor dem Öffnen ablenkender Apps einlegt, war bisher dem Pixel 11 vorbehalten. Mit dem neuen Pixel Drop kommt sie auch auf das Pixel 6 und neuere Modelle.
Zu finden ist die Funktion nach dem Update auf Android 17 unter Einstellungen > Digitales Wohlbefinden & Kindersicherung > Pause Point. Hier kannst du dann jene Apps auswählen, bei denen die Zwangspause aktiv werden soll. Zum Beispiel bei Instagram, Tiktok oder Youtube.
4. Gemini auf der Pixel Watch funktioniert jetzt offline
Neues für Pixel-Smartwatches gibt es auch. Mit Version 1.36 der Gemini-App für Wear OS läuft der Sprachassistent von Google auf der Pixel Watch 3 und neueren Modellen künftig auch ganz ohne Internetverbindung. Timer und Wecker stellen, Apps öffnen, Musik steuern oder ein Workout starten, all das klappt jetzt auch im Flugmodus, im Funkloch oder beim Sport ohne Handy in der Nähe.
5. „Direkt mit der Uhr sprechen“ reagiert präziser
Die Sprachaktivierung „Direkt mit der Uhr sprechen“ erkennt Befehle jetzt zuverlässiger, und es gibt zusätzliche App-Integrationen für die Einhand-Gesten-Steuerung. Praktisch, wenn du gerade etwas in der Hand hältst. Welche Gesten im Detail an Bord sind, hängt vom jeweiligen Uhrenmodell ab.
Außerdem neu: ein Harry-Potter-Update
Passend zum Release von „Harry Potter: The Full-Cast Audio Editions“ auf Audible gibt es neue Personalisierungspakete mit Hintergrundbildern, Icons und Tönen im Harry-Potter-Design. Allerdings nur nutzbar bis zum 31. Dezember 2026. Dazu bekommen alle berechtigten Pixel-Nutzer ein zweimonatiges, kostenloses Audible-Probeabo (einlösbar bis 14. Januar 2027), verfügbar unter anderem auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Klar, das ist in erster Linie eine Marketing-Kooperation, aber wenn du Audible ohnehin mal ausprobieren wolltest, ist der Zeitpunkt jetzt gut.
Wie üblich rollt Google den Drop schrittweise über mehrere Tage und Regionen aus. Falls bei dir noch nichts angekommen ist: unter Einstellungen > System > Systemupdate manuell nach dem Update suchen. Wichtig dabei ist, dass nicht jedes Feature auf jedem Pixel-Modell läuft.
Aktuelle Google-Hardware im Angebot
Wenn du dir ein Google-Smartphone kaufen möchtest, lohnt sich aktuell übrigens ein Blick bei Amazon. Denn dort gibt es das Google Pixel 10a (Test) derzeit für unter 400 Euro zu kaufen. Updates sind bis 2033 garantiert. Als es im Februar vorbestellbar war, lag der Preis noch bei 549 Euro.
Besser ausgestattet und für 549 Euro bei Amazon zu haben: das Google Pixel 10, das beim Hersteller selbst 80 Euro mehr kostet. Das Google Pixel 10 Pro wiederum ist im Pixel Store für 749 Euro erhältlich, kostet bei Galaxus aktuell aber nur knapp 696 Euro inklusive Versand.
Noch aktueller: die im August vorgestellte Pixel-11-Serie. Hier musst du aktuell aber in der Regel noch bereit sein, weit über 800 Euro zu investieren.
Immer wieder faszinierend, wie umfangreich Google seine Smartphones per Software-Update aktualisiert. Ein VIP-Widget, mehr Schutz vor Betrug, Pause Point für ältere Modelle, Offline-Gemini auf der Watch, und das alles ganz ohne neue Hardware. Andere Hersteller brauchen dafür oft ein komplett neues Modell. Klar, nicht jedes Feature ist ein Gamechanger, aber in Summe merkt man deutlich, dass ein zwei Jahre altes Pixel sich nach so einem Drop tatsächlich neuer anfühlt. Genau das macht für mich den Reiz am Pixel-Ökosystem aus.
